
Liebe Schülerinnen und Schüler,
diesen Ordner möchte ich zu einer Plattform gestalten, auf die ich immer wieder Interessantes und Aktuelles zu „Social Media“ stelle, dafür anderes lösche. Im Moment habe ich die aussagekräftigsten zwei Artikel aus anderen Artikeln von mir genommen und hier eingestellt. Das ist jetzt nur der Start.
Meine Stationen/Positionen zu Handys/sozialen Medien

2012: Handyverbot im Unterricht: Bei meinem Deutsch-Unterricht in der 12. Klasse merkte ich, wie die versteckte Handy-Nutzung meiner Schüler mich in meiner Lektüre-Interpretation massiv störte. Irgendwann brach ich meinen Unterricht einfach ab und sagte es meinen Schülern. Ich bat darum, ob sie nicht zu Unterrichtsbeginn die Handys abgeben könnten, und zu meiner Überraschung fanden sie die Idee sogar richtig gut. Wir machten dann eine Doppelstunde zur Handynutzung, führten Statistik, wie oft das Handy bei jedem in 45 Minuten aufploppte, und die Schüler zeigten mir voll Begeisterung ihre Handy-Tricks im Unterricht und ließen sich damit sogar fotografieren. Hier der Link zum späteren Schülerzeitungsartikel: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/schuelerwunsch-handyfreier-unterricht/ Den handyfreien Unterricht behielt ich in allen Klassen bis zu meiner Pensionierung bei.

2014: Zusammen mit der damaligen Schülerzeitungsredaktion stellten wir die Handy-Thematik als unser Thema in den Mittelpunkt. Wir selbst führten die handyfreien Redaktionssitzungen ein und bemühten uns, bei unseren vielen gemeinsamen Essen das Handyverbot auch dort einzuhalten. Die Liste aller Artikel mit Links aus der damaligen Zeit finden sich ganz unten.

2023 verschob sich meine Forderung vom handyfreien Unterricht zur handyfreien Schule, aber mit dieser Forderung stand ich noch auf weiter Flur. Als komplett weltfremd wurde es angesehen, undurchführbar – auf jeden Fall in Baden-Württemberg, an bayerischen Schulen wurde es ohne viel Aufstand durchgezogen und gilt noch heute.
2025: Diskussion um das Verbot von sozialen Medien unter 16 Jahren durch die australische Regierung. Ich stand zunächst fassungslos davor. Es erschien mir undurchführbar, jenseits aller Lebenswirklichkeiten junger Menschen. Ich war/bin für eine Altersbegrenzung und stellte mit der Zeit fest, meine Sichtweise wurde immer stärker vertreten, aktuell sogar von der deutschen Regierung.

2026: Die Altersbegrenzung in Blick auf soziale Medien soll kommen, ab welchem Alter wird sich weisen, hier wird es wohl Unterschiede geben. Das ist der Moment, an dem ich mit dieser Plattform zur Versachlichung der Diskussion beitragen möchte.
Text und gestellte Fotos: Klaus Schenck (2026)
Zerstören Handys die Psyche unserer Kinder?
… „Wir werden jetzt im Hinblick auf Handys die strengste Schule Kölns“, sagte Barbara Wachten, Schulleiterin des Dreikönigsgymnasiums, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Ab dem kommenden Schuljahr sollen alle Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe ihr Handy morgens abgeben. Das Gerät kommt dann in eine Art Handyknast: in einen mit Namen und Fächern versehenen Kasten, in dem die Mobiltelefone bis zum Schulschluss aufbewahrt werden. Die Schule selbst nennt diesen Kasten „Handyhotel“.
Der Grund für die drastische Maßnahme: Zwar gab es auch schon vorher Handyregeln, es hielt sich nur niemand daran. Die Schüler versteckten ihre Handys unter dem Tisch, Kinder schmuggelten sie in Socken mit zum Klo, nur um auf der Toilette weiter spielen zu können. Die Lehrer waren völlig überfordert mit der Überwachung.
Und auch die Kinder und Jugendlichen haben laut Schulleiterin Wachten längst die Kontrolle verloren: „Wir beobachten ein Suchtverhalten bei einer stetig wachsenden Zahl von Schülerinnen und Schülern“, sagt sie.



Ihre Beobachtung passt zu der alarmierenden Analyse eines US-Psychologen. Gerade ist der neue Bestseller von Jonathan Haidt auf Deutsch erschienen, er heißt „Generation Angst – wie wir unsere Kinder an die virtuelle Welt verlieren“. Die Kernthese: Seit das Smartphone in den Kinderzimmern angekommen ist, erlebe die Jugend eine „Flutwelle“ des Leids. Soziale Verwahrlosung, Schlafmangel, Aufmerksamkeitsdefizite und Sucht seien die Folgen des exzessiven Handygebrauchs, die in Angstzuständen, Depressionen und einer erhöhten Suizidrate gipfelten. Es sei „die große Neuverdrahtung der Kindheit“, sagt Haidt.
Um dem zu begegnen, fordert er: kein Smartphone für Kinder unter 14, soziale Medien erst ab 16, generelles Handy-Verbot in Schulen. Das wäre aus heutiger Sicht eine radikale Wende – ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Aber, erklärte der Psychologe im Interview mit der „Welt“: „Stellen Sie sich vor, ich hätte im Jahr 1990 den Vorschlag gemacht, Kindern einen Supercomputer in die Hand zu geben, der sie hunderte Male am Tag unterbricht, auch während des Unterrichts. Die Leute hätten gesagt: ‚Du bist verrückt, warum sollten wir das jemals tun?’“ …
„Das menschliche Potenzial wird in großem Umfang zerstört“, sagt Haidt. „Wir sprechen über Hunderte Millionen junger Menschen auf der ganzen Welt, die weniger intelligent, weniger glücklich und weniger kompetent sein werden.“
Artikel: Matti Hartmann, t-online, 03.07.2024, gekürzt mit Hervorhebungen
Gestellte Fotos: Klaus Schenck
Sicht der Nationalen Akademie der Wissenschaft
Nachdem mehrere Politiker eine Altersbeschränkung für soziale Medien gefordert haben, meldet sich nun die Nationale Akademie der Wissenschaften zu Wort. Sie fordert einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen. Bereits in Deutschland, der EU und darüber hinaus bestehende Schutzmaßnahmen müssten schnell wirkungsvoller gestaltet und gezielt ergänzt werden, heißt es in einem von der Leopoldina am Mittwoch vorgestellten Papier.

Für Unter-13-Jährige „grundsätzlich ungeeignet“
Konkret empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem ein striktes Nutzungsverbot für Kinder unter 13 Jahren. Die Angebote sozialer Medien seien für sie „grundsätzlich ungeeignet“, heißt es in dem Papier.
Bis 17 Jahren
- Für Jugendliche bis 17 Jahren sollten soziale Medien dann nutzbar sein, jedoch altersgerecht – also mit deutlichen Einschränkungen, lautet die Forderung. Unter anderem wird empfohlen, bei Kindern unter 16 Jahren Livestreaming, Push-Benachrichtigungen sowie endloses Scrollen zu verhindern.
13 bis 15 Jahren
- Im Alter von 13 bis 15 Jahren empfiehlt die Akademie außerdem eine von den Eltern begleitete Nutzung. In Bildungseinrichtungen sollte die Nutzung von Smartphones bis zur zehnten Klasse untersagt werden.
Akute Gefährdung von Heranwachsenden
- Neben Schutzmaßnahmen sei wichtig, Kindern und Jugendlichen angemessene digitale Teilhabe und einen souveränen Umgang mit sozialen Medien zu ermöglichen. Ziel müsse sein, ihnen eine Nutzung sozialer Medien gewährleisten zu können, ohne sie mit deren Risiken zu überfordern.
- Aus wissenschaftlicher Sicht gebe es derzeit deutliche Hinweise darauf, „dass die Nutzung sozialer Medien – trotz wichtiger Vorteile – die psychische Gesundheit, das Wohlbefinden und die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen erheblich beeinträchtigen kann“. Zu sozialen Medien werden in dem Papier neben Plattformen wie Facebook oder Instagram auch Messengerdienste wie Whatsapp und Telegram gezählt.
„Fränkische Nachrichten“, 15. Aug. 2025, Inga Jahn: https://e-paper.fnweb.de/titles/tauberbischhofsheim/13393/publications/2000/articles/2333616/23/5 (15.08.2025) (gekürzt, leicht verändert, eigene Hervorhebungen)
Alle Artikel mit Links der Psychologie-Reihe „Gelingendes Leben“ (GL), Schwerpunkt „soziale Medien“
Neue Artikel (der aktuellste steht oben)
- „Handyverbot an Schulen!“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/handyverbot-an-schulen/
- „Wissenschaftler: Keine sozialen Medien unter 13 – Tipps für Familien zu Social-Media-Stunden + User-Alter„: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/kinder-geht-endlich-offline-paedagogen-und-politiker-wollen-die-digitalisierung-im-klassenzimmer-zurueckdrehen/
Artikelreihe zu dem Buch von Prof. Busch: „Kopf frei – Wie Sie Klarheit, Konzentration und Kreativität gewinnen“. Tipps für Schüler

- GL 08: „Kopf frei, Schüler!“ 1. „Alle Vorsätze sind für den Arsch!“ – Gründe: Kurz-Video: https://www.youtube.com/watch?v=wOArCBbb3bo&list=PLgGIkOSoO_sszPwrosOxYMSaCqLRTzCdg&index=6 + Manuskript: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/alle-vorsaetze-sind-fuer-den-arsch-wenn-man-sich-nicht-daran-haelt/
- GL 09: „Kopf frei, Schüler!“ 2. Plopp, Plopp, Plopp: Ständiger Kampf! – Gründe: Kurz-Video: https://www.youtube.com/watch?v=udksMp74TAE&list=PLgGIkOSoO_sszPwrosOxYMSaCqLRTzCdg&index=5 + Manuskript: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/die-aufmerksamkeit-ist-der-meissel-des-gedaechtnisses/
- GL 10: „Kopf frei, Schüler!“ 3. Multitasking ist Multiquatsch: Kurz-Video: https://www.youtube.com/watch?v=1tH6-8rdhxc&list=PLgGIkOSoO_sszPwrosOxYMSaCqLRTzCdg&index=4 + Manuskript: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/wer-zwei-hasen-gleichzeitig-jagt-wird-keinen-davon-fangen/
- GL 11: „Kopf frei, Schüler!“ 4. Handy – Flugmodus rein, in ein anderes Zimmer: Kurz-Video: https://www.youtube.com/watch?v=3n6TqFxF3es&list=PLgGIkOSoO_sszPwrosOxYMSaCqLRTzCdg&index=3 + Manuskript: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/where-the-focus-goes-the-energy-flows/
- GL 12: „Kopf frei, Schüler!“ 5. Nix dich kreativ: Kurz-Video: https://www.youtube.com/watch?v=bnQ9vq6zL1s&list=PLgGIkOSoO_sszPwrosOxYMSaCqLRTzCdg&index=2 + Manuskript: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/tagtraeumen-ist-vielleicht-die-wichtigste-arbeit-in-meinem-leben/
- GL 13: „Kopf frei, Schüler!“ 6. Generation Z: Dumbphone statt Smartphone: Kurz-Video: https://www.youtube.com/watch?v=3rq8FNIqlAE&list=PLgGIkOSoO_sszPwrosOxYMSaCqLRTzCdg + Manuskript: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/generation-z-dumbphone-statt-smartphone/ + Schülerwunsch: Handyfreier Unterricht: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/schuelerwunsch-handyfreier-unterricht/
Handy-Artikel der Schülerzeitung

- Klaus Schenck: „Hey, Lehrer, nehmt den Schülern die Handys ab!“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/hey-lehrer-nehmt-den-schulern-die-handys-ab/
- Schülerwunsch: Handyfreier Unterricht: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/schuelerwunsch-handyfreier-unterricht/
- Eigenes Handy im Unterricht/Forschungsergebnisse: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/eigenes-handy-im-unterricht-forschungsergebnis/
- Klaus Schenck: „Du Handy – ich Mensch“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/du-handy-ich-mensch-2/
- Debora Eger: Eine Woche ohne Handy“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/eine-woche-ohne-handy/
- Antonia: „Handyfasten – eine Qual für fast alle Jugendlichen“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/15659/
- Stephanie Hofmann: „Handysucht“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/suchtige-smartphonebesitzer-gestern-belachelt-heute-opfer/
- Anna Winkler: „Handy an – Gespräch aus“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/handy-an-gesprach-aus/
- Vanessa Müller: „Persönlicher Bezug zum Handy“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/personlicher-bezug-zum-handy/
- Klaus Schenck: „Ein neues Kapitel in der Menschheitsgeschichte“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/ein-neues-kapitel-der-menschheitsgeschichte/
- Stefanie Geiger: „Liebe auf den ersten Blick – ein iPhone erzählt“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/liebe-auf-den-ersten-blick/
- Debora Eger: „Tschüss Facebook“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/tschuss-facebook/
- Sofie Geiger: „Der Handy-König“ (Fotostory / Parodie auf „Der Erlkönig“): https://www.klausschenck.de/ks/downloads/h91-handykoenig-fertig.pdf
Für Deutsch-Abi-Gestresste

📢 „Das Wochenblatt des Deutsch-Abiturs“ – kostenlos + regelmäßig jeden Montag: aktuelle Abi-Lektüre, Oberstufenlektüre, psychologische Kurzsendungen und dosiert weitere Materialien: wenige Worte/Sätze mit jeweiligen Links → schneller Überblick. Der Schwerpunkt der „Deutsch-Abi-Wochenblätter“ liegt auf YouTube-Sendungen mit Manuskripten.
Der jeweilige Link führt zur entsprechenden Ausgabe. Link zum Gesamtüberblick: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/das-wochenblatt-des-deutsch-abiturs-einzelne-ausgaben-durchnummeriert-mit-erscheinungsdatum-und-den-abi-werken-plus-themen/ + „Idee, Entstehung, Abi-Kämpfer“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/das-wochenblatt-des-deutsch-abiturs-idee-entstehung-abi-kaempfer/
Nicht piensen + klagen → anpacken + tun!

Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.
Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!
Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.
Klaus Schenck
