Matthias Behr: Krisenbewältigung

xxxIMG_4539
xxxIMG_4640
xxIMG_4927

In unserem WG – und TG-Psychologie-Kurs durften wir als „FT-Abi-Plattform“ einen besonderen Gast empfangen, nämlich Matthias Behr. Im Vordergrund stand das Thema „Krisenbewältigung“, denn es ist im Leben äußerst wichtig, um Strategien für Niederlagen und Schicksalsschläge zu wissen. Matthias Behr konnte in seinem Leben viele Erfahrungen sammeln, er hatte Erfolg sowie Niederlagen, er hat sich „durchs Leben geschlagen“ und ist nun in der Lage seine persönliche Form der Krisenbewältigung an uns weiterzugeben. Für unseren Kurs stand die Frage offen, weshalb er die Depression vor seinem Umfeld versucht hatte geheim zu halten, dann aber das Buch schrieb. Auf diese Frage gab er uns eine klare Antwort, denn früher habe er sich für diese Krankheit geschämt. Aber heute – nach Jahren der Behandlung – sei er in der Lage, dazu offen zu stehen. Nach seinem „Outing“ habe er viele positive Rückmeldungen erhalten, deshalb sei es ihm wichtig Menschen Mut zu machen, die ebenfalls an Depressionen leiden, denn diese Krankheit sei heilbar, das Schwierige sei es, die Entscheidung für sich selbst zu treffen sich helfen zu lassen. Wir wollten aber auch wissen, wie man es schafft, Abstand zu einem negativen Ereignis zu gewinnen. Der tödliche Unfall auf der Planche in Rom ist so ein Ereignis, das man nicht ungeschehen machen kann, sondern womit man leben muss. Auf diese Frage gab er uns die Antwort: Zeit. Man müsse sich Zeit nehmen für Freunde, Familie, für Dinge, die man einfach gerne tut, – aber vor allem für sich selbst. Nur die Zeit sei in der Lage bestimmte Geschehnisse vollständig zu verarbeiten. Wie oft erleben wir etwas, wo wir uns die Frage stellen: Warum passiert das alles mir? Auch Matthias Behr entging dieser Frage nicht, vor allem nach dem Ereignis in Rom. Diese Frage beschäftigt einen lange, aber man wird nie eine Antwort auf sie erhalten. Er findet es erstaunlich, dass zunächst so etwas passieren musste, damit die Sicherheit der Masken im Fechten stark verbessert wird. In unserem Psychologie-Kurs haben wir uns schon sehr lange mit der Resilienz und der Bewältigung von Krisensituationen beschäftigt. Durch das offene Gespräch mit Herrn Behr konnten wir einen tieferen Einblick dazu gewinnen, welcher durch seine persönlichen Erfahrungen, seine nachvollziehbaren Bewältigungsstrategien deutlich verstärkt wurde.

Kristina

Artikel: Kristina

Fotos: Marina

Deutsch-Abi-Gestresste

📢 „Das Wochenblatt des Deutsch-Abiturs“ – kostenlos + regelmäßig jeden Montag: aktuelle Abi-Lektüre, Oberstufenlektüre, psychologische Kurzsendungen und dosiert weitere Materialien: wenige Worte/Sätze mit jeweiligen Links → schneller Überblick. Der Schwerpunkt der „Deutsch-Abi-Wochenblätter“ liegt auf YouTube-Sendungen mit Manuskripten.

Der jeweilige Link führt zur entspre­chenden Ausgabe. Link zum Gesamt­über­blick: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/das-wochenblatt-des-deutsch-abiturs-einzelne-ausgaben-durchnummeriert-mit-erscheinungsdatum-und-den-abi-werken-plus-themen/ + „Idee, Entstehung, Abi-Kämpfer“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/das-wochenblatt-des-deutsch-abiturs-idee-entstehung-abi-kaempfer/

Nicht piensen + klagen → anpacken + tun!

Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.

Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!

Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.

Klaus Schenck

Weitere Artikel zum Thema

Seit Jahren steigt das Interesse am mentalen Training in den verschiedensten Bereichen. Auch im Leistungssport wird das Thema mentales Training immer größer und ist dort auch nicht mehr wegzudenken. Doch was ist das überhaupt und wie kann man einen Sportler mental trainieren?