Die Gedankenwelt eines Schülers im langweiligen Unterricht

 

Es ist immer das Gleiche: Ich komme in mein Klassenzimmer, setze mich auf meinen Platz und warte darauf, dass der Unterricht beginnt.

Während ich da so sitze und versuche zu verstehen, was uns beigebracht werden soll, schwindet meine Aufmerksamkeit. Ich sehe nur noch die Tafel – eine grüne Fläche. Wie schön es doch wäre jetzt draußen auf einer Wiese zu liegen und die Sonne, die hereinscheint, zu genießen.
Wie schön es wäre, wenn….“NEIN!“, ermahne ich mich selbst, „du musst aufpassen!“ Und wieder schaue ich angestrengt auf die Lippenbewegungen des Lehrers. Ob er sich wohl genauso auf das Ende der Stunde freut wie ich? Ich schaue auf die Uhr. Der Zeiger bewegt sich nur schwerfällig. Sind wirklich erst fünf Minuten vergangen? Gelangweilt schaue ich zu meinem Sitznachbarn. Dieser verkünstelt sich gerade auf seinem Heftumschlag. „Eigentlich keine schlechte Idee zum Zeitvertreib“ denke ich mir und suche ebenfalls einen Block und einen Stift zusammen. Doch, ich bin nicht die Einzige! Plötzlich holen alle in einer Massenbewegung Mäppchen und Blöcke heraus!

Verwirrt drehe ich mich zu einem Klassenkameraden um und frage: “ Was ist denn los?“ „Wir sollen die Folie abschreiben!“, lautet die wenig freundliche Antwort. Verwirrt drehe ich mich wieder nach vorne. Wie konnte ich übersehen, dass dort eine Folie aufliegt? Schon nach den ersten Sätzen ist meine Motivation völlig auf Grundeis. Als ich fertig bin, fange ich unbewusst an an den Rand meine Blockes kleine Zeichnungen zu kritzeln. Wieder ein Blick auf die Uhr. Noch fast eine halbe Stunde! Diese Uhr funktioniert bestimmt überhaupt nicht, denke ich mir, und schweife abermals ab, als ich einen Vogel draußen auf einem Ast sitzen sehe. Ich überlege, wie es wäre, wenn ich einfach wegfliegen könnte. Einfach so – wie dieser Vogel! Ich könnte aber auch…. Ein Stubser meiner Sitznachbarin reißt mich aus meinen Tagträumen. Erst jetzt bemerke ich, das mich alle, mein Lehrer eingeschlossen, anstarren. Ich würde am liebsten im Boden versinken. Verlegen bitte ich meinen Lehrer die Frage zu wiederholen. Dieser schaut mich zwar leicht säuerlich an, kommt aber meiner Bitte nach. Meine Antwort geht jedoch im so lange ersehnten Gong, der die Pause einläutet, unter.

Artikel: Katja

 

Deutsch-Abi-Gestresste

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Nicht piensen + klagen → anpacken + tun!

Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.

Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!

Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.

Klaus Schenck

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