Hallo, mein Name ist Dmytro Katyukha, ich bin 17 Jahre alt. Ich bin in Melitopol, Ukraine, geboren. Am 24. Februar um 5 Uhr morgens änderte sich mein Leben ein für alle Mal. Ich habe einen Monat lang in der Besatzung gelebt und dann entschieden, dass es sehr gefährlich werden würde, dort zu bleiben, und wir sind in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet gereist. Meine Eltern und mein jüngerer Bruder sind in der Ukraine geblieben, und ich lebe und lerne in Deutschland.
Ich schreibe seit Januar dieses Jahres Gedichte und hier ist eines davon.

Wie ein einziger Tag im Leben alles verändern kann
Dieser Tag brachte den Krieg in mein Zuhause,
von da an war nichts mehr normal,
vor dir eine nackte Wand,
eine Wand, die durch nichts zu verstecken ist.
Wie soll ich dieses Gefühl spürbar werden lassen,
wenn nur beim Zusehen
ganze Familien auseinandergerissen werden.
Tausende Leben gehen verloren
und innendrin nur Ruinen.

Wie soll ich das Gefühl beschreiben,
ich weiß es nicht,
da kamen Fremde zu dir,
um dich zu töten in deinem eigenen Haus,
aber wofür…
Niemals, niemals kann ich das verzeihen,
was dort geschah und noch geschehen mag,
das Loch im Herzen lässt sich mit nichts verschließen.
Sie glauben,
diesen ungebrochenen Willen brechen zu können,
all die Kraft in unseren Adern und unserer Seele,
nun, lass uns aber an das Urwissen erinnern,
dass jeder von uns
immer über das eigene Schicksal entscheiden kann.
(Übersetzung aus dem Ukrainischen)


Für Deutsch-Abi-Gestresste

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Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.
Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!
Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.
Klaus Schenck
