Corona-Quarantäne – Tag 0

Tag 0

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Heute habe ich erfahren, dass sich eine Arbeitskollegin mit der ich gestern noch engen Kontakt hatte, mit dem Coronavirus infiziert hat. Da es zuvor schon einen Fall in meiner Arbeitsgruppe gab, war direkt klar was das bedeutet. Als K1 sollte ich mich von anderen Menschen isolieren und auf Instruktionen vom Gesundheitsamt warten. Beim Gesundheitsamt musste meine Kollegin unseren Kontakt beschreiben und meinen Namen, Adresse und Telefonnummer angeben, sodass diese mich erreichen können.

Da sowohl mein Mann als auch andere Mitglieder meiner Familie zur Risikogruppe gehören, war mein erster Gedanke: Ich kann nirgendswo hingehen. Was ist noch in meinem Kühlschrank? Habe ich Vorräte? Wer kauft für mich ein? Die letzte Frage hat sich schnell gelöst und ich habe noch direkt am Abend meine Bestellung und ein umfangreiches Überraschungs Corona-Care-Paket bekommen.

Mittags kam der Anruf vom Gesundheitsamt Würzburg, das mir auch nochmal mitteilte, dass meine Würzburger Kollegin positiv getestet wurde. Ich wurde nach der Art des Kontaktes zu ihr befragt, meiner Gesundheit und familiären Situation. Wie erwartet wurde ich als K1 eingestuft, was bedeuten würde, dass ich für 14 Tage in häusliche Isolation muss. Da ich jedoch nicht im Landkreis Würzburg wohne und mir das Gesundheitsamt Würzburg keine Quarantäne auferlegen darf, wurde mir lediglich mitgeteilt, dass sie es an mein Gesundheitsamt weiterleiten werden und dieses sich dann bei mir meldet. Trotzdem werde ich gebeten schon vor der Quarantäne-Auflage zu Hause zu bleiben und mich auch von Personen in der eigenen Wohnung so weit wie möglich zu isolieren.

Um dies möglich zu machen, haben mein Mann und ich unsere Räume aufgeteilt. Ich lebe fortan in der Wohnküche, die mir nun nicht nur als Küche und Wohnzimmer, sondern auch als Büro und Schlafzimmer dient. Mein Mann bekommt das Büro und das Schlafzimmer. Begegnen wir uns in einem Raum oder halte ich mich im gemeinsamen Flur und Badezimmer auf, trage ich Maske. 5 Minuten bevor er in die Küche will gibt er mir Bescheid und ich lüfte erst einmal. Soweit unser Plan zur maximalen Isolation. Damit ich mich nicht ganz so aussätzig fühle, ruft mich mein Mann aus dem Nebenraum an oder wir reden über die Glastür. Es ist alles sehr absurd.

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Für Deutsch-Abi-Gestresste

📢 „Das Wochenblatt des Deutsch-Abiturs“ – kostenlos + regelmäßig jeden Montag: aktuelle Abi-Lektüre, Oberstufenlektüre, psychologische Kurzsendungen und dosiert weitere Materialien: wenige Worte/Sätze mit jeweiligen Links → schneller Überblick. Der Schwerpunkt der „Deutsch-Abi-Wochenblätter“ liegt auf YouTube-Sendungen mit Manuskripten.

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Anpacken + tun!

Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.

Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!

Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.

Klaus Schenck

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