Liebe Leserinnen und Leser,

die Tennis-Saison wurde mit Steak, Bratwurst und Salat verabschiedet, die Gespräche kreisten um neue Mannschaftsaufstellungen, zurückliegende Reisen, Corona und private Erlebnisse, nicht um Krieg, Inflation und Energienotstand – eine Oase des Persönlichen, des gesellig Entspannten, umgeben von einer Wüste voller Unwägbarkeiten. Eine Oase des Durchatmens, Oase des Vertrauten, des Gesicherten, dieser Aspekt des Tennisclubs, dieser Aspekt aller Vereine gewinnt in heutigen Zeiten eine Bedeutung, wie es sie viele Jahre, Jahrzehnte nicht hatte. Das selbstverständlich Gewohnte, einfach gedankenlos Mitgenommene ist im Augenblick vorbei und das vertraut Gelebte innerhalb der Vereine wird für Stunden zum Rückzugsort des Auftankens, des Begegnens, des Freudigen – und nicht allein spürbar in geselliger Runde auf der Terrasse der Tennisanlage Tauberbischofsheim.


Liebe Eltern, schicken Sie Ihre Kinder in Vereine, schenken Sie ihnen Orte des spontan Glücklichseins, Orte des Lachens, Streitens, Wettkämpfens mit anderen, Orte, die für ein bis zwei Stunden das Beängstigende vergessen lassen, zwei Stunden, die fordern, zwei Stunden, die sich auf ein gemeinsames Tun hin ausrichten, zwei Stunden, an deren Ende Ihnen glückliche Kinder entgegen stürmen.

Liebe Jugendliche, überlegt euch, welch mittelfristigen Gewinn es bedeutet, einmal in der Woche – sportlich gefordert – aus eurem Gehirn all das Ungewisse, Bedrängende, schulisch Ängstigende „herauszuschwitzen“. Zwei Stunden – ein Ziel, gemeinsam, jeder in seinen Stärken. Zwei Stunden in der Woche fix als euren Stärkungsort, der euch Distanz zu eurem Kreisen um euch selbst, um die Welt, um die Zukunft schenkt. In Distanz erkennt man vieles klarer, realistischer und lösungsorientierter, das nur nebenbei!
Liebe Erwachsene, es gibt so viele sportliche Angebote, geben Sie sich endlich einen Ruck, das regelmäßig zu tun, was Ihrem Körper guttut, Ihren Geist entspannt und Sie für kurze Zeit in einer Gemeinschaft aufgehen lässt, die nichts von Ihnen will, Sie zu nichts drängt, aber Ihnen etwas Verbindendes schenkt – einen gemeinsamen Muskelkater!
In dunklen Zeiten können wir nicht warten, bis das Licht zu uns kommt, in dunklen Zeiten brauchen wir „Licht-Orte“ des „Dunkel-Vergessens“, wir müssen uns nur aufraffen dorthin zu gehen, alles andere ergibt sich von selbst.
Ermutigungs- und Anpackgrüße!
Klaus Schenck Artikel und Fotos
Tennis
Link zu den Tennisartikeln/Schülerartikel-Kanal: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/category/sport/
Link zu allen Tennisartikeln – geordnet nach Jahren/Schulmaterial-Kanal: https://www.klausschenck.de/ks/veroeffentlichungen/tennis-club-tauberbischofsheim/index.html
Für Deutsch-Abi-Gestresste

📢 „Das Wochenblatt des Deutsch-Abiturs“ – kostenlos + regelmäßig jeden Montag: aktuelle Abi-Lektüre, Oberstufenlektüre, psychologische Kurzsendungen und dosiert weitere Materialien: wenige Worte/Sätze mit jeweiligen Links → schneller Überblick. Der Schwerpunkt der „Deutsch-Abi-Wochenblätter“ liegt auf YouTube-Sendungen mit Manuskripten.
Der jeweilige Link führt zur entsprechenden Ausgabe. Link zum Gesamtüberblick: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/das-wochenblatt-des-deutsch-abiturs-einzelne-ausgaben-durchnummeriert-mit-erscheinungsdatum-und-den-abi-werken-plus-themen/ + „Idee, Entstehung, Abi-Kämpfer“: https://www.schuelerzeitung-tbb.de/das-wochenblatt-des-deutsch-abiturs-idee-entstehung-abi-kaempfer/
Nicht piensen + klagen → anpacken + tun!

Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.
Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!
Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.
Klaus Schenck
