| Unter dem Titel „Zukunft in der Gegenwart – regionale Betriebe“ werden in loser Reihe Unternehmen aus dem Main-Tauber-Kreis vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei Modernität und zukunftsweisende Unternehmenskonzeptionen. Der 3. Teil widmet sich der Vorstellung von der „Würth Industrie Service GmbH & Co. KG“. |
„Den Kunden begeistern und nicht nur zufrieden stellen“

Wie attraktiv ist unser ländlicher Raum für junge Leute? Wie modern und erfolgreich sind hiesige Unternehmen und was steckt hinter dem Erfolg? – Diesen zentralen Fragen nachzugehen, das ist – deutlich erkennbar an den bereits vorgestellten Unternehmen Wittenstein und Lauda – die Intention dieser Artikelreihe. Und möchte man das Potenzial an Möglichkeiten in unserer Region möglichst vollständig abbilden, so kommt man nicht an „Würth Industrie Service (WIS)“ mit Sitz in Bad Mergentheim vorbei. Warum? Das will ich gerne zeigen:
WIS kümmert sich unter dem Dach der Würth Gruppe um die Sparte Industrie: Im Mittelpunkt stehen produzierende Kunden, die mit sogenannten C-Teilen (vor allem Schrauben) beliefert werden. Der Erfolg ist beeindruckend: Im Zeitraum 2010-2015 lag ein Umsatzwachstum von über 70% sowie ein nachhaltiger Anstieg der Anzahl an Beschäftigten auf über 1.300 (2010: 915) vor. Erklärbar wird der Erfolg durch einen Dreiklang aus Produktvielfalt (im Sortiment befinden sich über eine Million Artikel), Individualität in Verbindung mit Flexibilität (sowohl Standard- als auch Sonderfertigungen werden geliefert) sowie dem Fortschritt in der Informationsverarbeitung (z.B. die Entwicklung eines automatischen Bestellsystems), der wiederum die Grundlage für die kundennahe Flexibilität ist. Aus diesem Grunde stehen auch die Schlagworte „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ im Fokus des Unternehmens. Oder um es mit den Worten von Frau Kozany von der Marketing-Abteilung, die neben Frau Kuhn von der Personalabteilung die Ansprechpartner für diesen Artikel waren, zusammenzufassen: „Wir wollen unseren Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern begeistern!“
Die beiden WIS-Mitarbeiterinnen sind in gewisser Hinsicht ein Spiegelbild des Unternehmens: gut ausgebildet und jung – das Durchschnittsalter der Mitarbeiter beträgt 33,4 Jahre. Man bekommt schnell das Gefühl, dass das Unternehmen auf diese Attraktivität für junge Leute (aus gutem Grunde) stolz ist und so ist es nur konsequent, wie viel Zeit und Geld WIS in seine Nachwuchskräfte investiert:

Jeder, der eine Ausbildung durchläuft, erhält ein breites Spektrum an zusätzlichen, über den „normalen“ Ausbildungsrahmen gehenden Angeboten. Das Schlüsselwort hierfür lautet incentives; darunter kann man Projekte im Ausland, eine „Outdoor-Woche“, Sprachkurse, eine Azubi-Zeitung oder auch Kooperationen mit sozialen Einrichtungen und noch viele weitere, den Horizont der Auszubildenden erweiternde Möglichkeiten zusammenfassen. Die angehenden Mitarbeiter sollen ihre eigenen Projekte und eigene Aufgaben für sich entdecken und an ihnen basteln. Die Resultate sind sehenswert: Zum einen der oben beschriebene Erfolg und zum anderen eine hohe Übernahmequote der ohnehin großen Zahl an Auszubildenden (2015: 199).

Im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Loyalität, zwischen Kreativität und Produktivität scheint WIS einen effektiven und erfolgreichen Konsens gefunden zu haben. Auf jeden Fall ist es ein exzellenter Einsatzort für die jeweiligen Fähigkeiten.
Artikel: Pascal Frank
Bilder: Würth Industrie Service
Deutsch-Abi-Gestresste

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Nicht piensen + klagen → anpacken + tun!

Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.
Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!
Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.
Klaus Schenck