Neue Perspektive dank Glückstagebuch

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Der Psychologie-Kurs des Technischen Gymnasiums Tauberbischofsheim liebte das Glückstagebuch. Zu Beginn überreichte Klaus Schenck jedem Teilnehmer ein „Tagebuch“, konkret das gebundene Notizbuch der Firma „Würth Industrie Service“. In diesem schwarzen Buch wurden die hellen Momente des Lebens, konkret des Schuljahres vor dem Abitur, festgehalten, – ein Training, jede Woche auf Glücksmomente zu durchforsten, die Glückssplitter im grauen Alltag zu finden, sich dieser bewusst zu werden und auch im Dunklen, in den Rückschlägen und Niederlagen Positives zu erkennen. Am Ende des Schuljahres schrieb jeder Kurs-Teilnehmer seine Sicht zum Glückstagebuch nieder, hier Auszüge:

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„Das Glückstagebuch ist die radikal positive Version eines Tagebuchs und als solches wundervoll… Doch stets bringt es mich dazu, nachzudenken und zu merken, wie viel Gutes mir widerfährt und wie viel Freude ich erleben darf. Es ist auch schön alles so einseitig positiv zu betrachten.“ „Dinge oder Ereignisse, die man für ganz selbstverständlich hält – wie Freunde, Familie oder sogar gute Noten – erhalten einen ganz neuen Wert.“

In den Psychologiestunden wurde die Lesung des Glückstagebuchs richtig zelebriert, alle hörten allen gespannt und in innerer Offenheit zu: „Ich finde es auch sehr bereichernd, meinen Mitschülern meine tollen Erlebnisse zu erzählen und sie mit ihnen zu teilen, weil ich weiß, hier hört man mir zu!“

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Doch das Glückstagebuch wirkte schon viel früher: „Während man das Glückstagebuch schreibt, ist man auch glücklich, obgleich die vergangene Woche zu Beginn vielleicht doch eher trist wirkte.“

Ein anderer stellt das Umdeuten, in der Fachsprache der „Systemischen Familientherapie“ „Reframing“ genannt, in den Mittelpunkt: „Das Besondere am Glückstagebuch ist, man erkennt hierdurch, dass zunächst schlechte Dinge bei genauerem Hinsehen dennoch gute Seiten haben. Das Umdeuten ist es also, was man hier lernt.“

„Aber wenn ich es konsequenter geführt hätte, wäre ich heute noch dabei und würde es wahrscheinlich auch weiterführen.“ Ein höheres Lob kann die Glücks-Idee kaum bekommen.

Zusammenstellung: FT-Abi-Plattform

Fotos: Johannes u. Klaus Schenck

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Nicht piensen + klagen → anpacken + tun!

Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.

Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!

Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.

Klaus Schenck

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