„Financial T(’a)ime“, Schülerzeitung der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim mit integriertem Matthias-Grünewald-Gymnasium, gilt schon lange nicht mehr als normale, auf schulische Belange reduzierte Zeitung von Schülern. „Financial T(’a)ime“ ist eine Willenserklärung junger Menschen, die oft minimalistische Einstellung zur Schule für eine begrenzte Zeit mit den klaren Anforderungsstrukturen einer nach Erfolg strebenden Redaktion zu tauschen: Projekte in den drei „Ps“ (Präzision, Perfektion, Professionalität) durchzuziehen; Bereitschaft, für eine klar definierte Aufgabe an die eigenen Grenzen zu gehen; Entschlossenheit, alles zu geben, um gemeinsam vereinbarte Ziele zu erreichen. Jeder, der bei der „Financial T(‘a)ime“ sich als Redaktionsmitglied bewirbt, muss eine Verpflichtungserklärung zu Leistung und Zuverlässigkeit unterschreiben und sich in einer dreimonatigen Probezeit bewähren. Diese Klarheit innerhalb der Redaktion ist ihre Stärke und erklärt, weshalb die Redaktion von Erfolg zu Erfolg eilt: von der Präsentation beim Rotary-Club Tauberbischofsheim in diesem Schuljahr bis zum Radio-Interview auf SWR 1, von den weltweiten Kontakten zu Goethe-Instituten bis zur ausgefallenen Idee einer Stellenbörse für Auszubildende auf der Schülerzeitungs-Homepage.

Am „Tag der offenen Tür“ von Würth Industrie auf dem Drillberg bei Bad Mergentheim wurde der erste Kontakt des beratenden Lehrers Klaus Schenck über den Verantwortlichen der Ausstellung „Führungskultur rund um den Trillberg – einst und jetzt“ Armin Rother geknüpft. Gemeinsam mit Schenck erstellte Dominik Hoppe ein anspruchsvolles Programm, das zwei Schwerpunkte hatte: moderne Führungskultur und Anforderungen an Bewerber. Redaktionsmitglieder (11. – 13. Klasse) Carolin Kaiser, Katja Beck, Natascha Haberkorn, Virginia Templeton, Jennifer Freisem, Debora Eger, Nikola Dschymalla teilten sich die verschiedenen Artikel-Themen zu diesem Tag unter sich auf.
Begrüßung der Redaktion und Einführung durch Dominik Hoppe, dann eine Werksführung: überall die faszinierende Verbindung von Freundlichkeit, Grüßen und Power, kein Stress, aber dennoch Tempo. Die sichtbar gelebte Firmenphilosophie beeindruckte die Redaktion, von der erlebten Praxis ging es mit Armin Rother in die Theorie, der Besuch der Ausstellung „Führungskultur rund um den Trillberg – einst und jetzt“ mit dem Schwerpunkt „moderne Führungseigenschaften“. Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth benannte in einem Videofilm die Grundsätze seiner Firma: Leistungswille und Leistungsfreude, Erfolgsorientierung, Leidenschaft, Streben nach Perfektion, hoher Freiheitsgrad und gegenseitige Wertschätzung. Hier wurde im Großen gefordert und gelebt, was im Kleinen wesentliche Grundsätze der „Financial T(’a)ime“ widerspiegelt. Es war, als käme diese Anspruchs-Redaktion junger Menschen in ein ihnen vertrautes Haus, in eine ihnen vertraute Familie, nur alles zigmal größer, umwerfender, gigantischer als „zuhause“ in der kleinen Schülerzeitungs-Redaktion. Diese Mischung aus Vertrautem und Unbekanntem faszinierte, begeisterte und bestärkte.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen schlug die Stunde der Personaler Michael Schubert und Dominik Hoppe, Thema: „konkrete Anforderungen an Bewerber bei Würth“. Die Fragen sprudelten und ließen für längeres Referieren keine Zeit, Schlag auf Schlag, Frage-Antwort, Antwort-Frage, Leidenschaft kennt keine Uhr, der Zeitplan kippte. Was in der Schule so selten funktioniert, hier klappte es, im geballten Interesse wurde die Zeit vergessen.
Nun waren die Jung-Redakteure für die nachfolgende Redaktionssitzung so in Fahrt, dass mit ungewöhnlichem Engagement hitzig neue Projekte und ihre Finanzierung diskutiert wurden. Zurückliegende Gespräche, Diskussionen, Eindrücke haben eine Leidenschaft in allen entzündet, die jetzt in der Redaktionssitzung ihren Ausdruck fand. Parallel zur Sitzung interviewte Chefredakteurin Carolin Kaiser im Nebenraum Michael Schubert vor laufender Kamera und versprach, noch in der Nacht alles auf YouTube zu stellen.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz ging es fast ausschließlich um Bewerbungen bei Würth, knapp die Hälfte der Redaktion überlegt sie sich. Am Morgen betraten sieben junge Menschen gespannt das Würth-Gelände, am Abend verließen sie es mit eigenen Lebenszielen, eigener Orientierung, eigener Zukunftsperspektive.
FT (Pressemitteilung)
Fotos: Klaus Schenck
Deutsch-Abi-Gestresste

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Für ukrainische Jugendliche habe ich meine Internetplattform zur Verfügung gestellt. Gleiches wollte ich jüdischen Jugendlichen anbieten und mailte alle jüdischen Gymnasien an – bis jetzt ohne Antwort. Mir wäre wichtig gewesen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbar zu machen. Ich stelle das „Deutsch-Abi-Wochenblatt“ für Oberstufenschüler kostenlos auf meiner Homepage jeden Montag ein, schreibe für das städtische Mitteilungsblatt und ein Infoblatt in Arosa und als Pressewart für unseren Tennisclub. Alles nichts Weltbewegendes, aber es ist ein konkretes Tun, ein konkretes Engagement, ein konkreter Dienst für andere. Das nimmt mir das sinnlose Grübeln, Ängstigen und Verzweifeln an einer Welt, der ich mich hilflos ausgeliefert fühle.
Meine vier Schritte: Träumen, Wollen, Tun, Bekommen!
Der „Wenn“ und der „Hätt“ henn noch nie was g´hätt.
Klaus Schenck
