„Ein gutes Pferd springt immer nur so hoch, wie es muss!“ Eine clevere Tennis-Mannschaft macht nur so viele Siege, wie sie zum Aufstieg und zur Meisterschaft braucht. Das war die Logik von Herren 40 des Tennis-Clubs Tauberbischofsheim. Es musste 7:2 gesiegt werden und es wurde 7:2 gesiegt.

Herren 40 – Meister- und Aufstiegsmannschaft

Herren 40 – Meister- und Aufstiegsmannschaft

Der Tabellen-Letzte Mühlhausen war alles andere als ein „gemäht‘s Wiesle“ für Tauberbischofsheim. Das bekam gleich Axel Vogt zu spüren, sein Einzel ging knapp verloren. Volker Schäfer und Thomas Heß siegten, Tobias Düll sogar zu Null. Richtig spannend machte es Heiko Schmitt: klarer Sieg im ersten Satz, knappe Niederlage im zweiten und ein langes, extrem ausgeglichenes Match-Tiebreak – am Ende zugunsten von Schmitt. In der „Pferde-Logik“ musste noch ein Doppel gewonnen werden: der „Job“ von Heß/Düll, ein Doppel gab es gratis, ein Spieler der Gegner fehlte, und das zweite ausgespielte Doppel Schäfer/Sven Weinig ging knapp verloren. Die Meisterschaft geholt, den ersten Platz belegt – die zweite Bezirksliga wartet.

Spiegelbildlich und doch ganz anders: die Damen-Mannschaft. Keine „Pferde-Logik“, gar keine Logik, sondern ein Motto: Siegen, Siegen, Siegen! In die unterste Kreisliga gesteckt, da aus einer 6er-Mannschaft eine 4er-Mannschaft wurde, galt es, sich von unten wieder nach oben zu kämpfen.

Clara Murphy im lockeren Siegeslauf

Clara Murphy im lockeren Siegeslauf

Diese Parole wurde ausgegeben, diese Parole wurde durchgezogen und diese Parole hatte ihre Krönung im ersten Platz, in der Meisterschaft. Klare Siege gegen den TC Götzingen für Steffi Linhart, Clara Murphy und Melina Ries. Lara Burger nutzte den ersten Satz zum „Warmspielen“, siegte dann – endlich „auf Touren“ – sehr deutlich im zweiten und nahm ihr Tempo mit ins Match-Tiebreak, damit waren alle Einzel gewonnen. Ries/Murphy ließen entschlossen den Gegnerinnen keinen Hauch von Chance – Zu-Null-Sieg. Anders Simone Schäfer/Alexandra Roth: Sie verloren, nicht um einfühlsam den Gegnerinnen auch einen Punkt zu gönnen, sondern weil diese nach langem Spiel – die Herren hatten inzwischen schon gegessen – das entscheidende Match-Tiebreak gewannen. Meisterschaft, erster Platz: Erwartung erfüllt – die erste Kreisliga wartet.

Auch die Herren-Mannschaft hatte ihre „Pferde-Logik“: egal wie, Hauptsache über die Hürde, egal wie, Hauptsache ein Sieg, sonst drohte der Abstieg. Diese Drohung war die Nadel, die ständig jeden nach vorne stach, sein Bestes zu geben:

Herren 1 – Abstieg abgewendet

Herren 1 – Abstieg abgewendet

Jochen Häfner, Pierre Schmiedeke, Thomas Hess und Tobias Düll bauten gegen den TC Zwingenberg schon ‘mal siegreich am Damm gegen den Abstieg. Bei Lukas Fleck und Marco Hauser war die Nadel nicht spitz genug, sie verloren. Noch war der Klassenverbleib nicht in trockenen Tüchern, im Doppel fiel die Entscheidung. Vollendet wurde der Abstiegs-Damm in den beiden Doppel-Siegen von Häfner/Axel Vogt und Heß/Düll, die Niederlage von Fleck/Hauser wurde locker abgehakt. Abstieg verhindert, im nächsten Jahr wird voll gepowert – so die absolute Überzeugung für die nächste Saison.

Ihren Anspruch, ganz vorne in der Tabelle mitzuspielen, festigte die U15 gemischt mit ihrem 4:2 Sieg gegen Seckenheim/Brühl. Julius Hauser und Silas Amend gaben nicht ein Spiel ab, ähnlich gut war Leni Uhl, nur Anna-Maria Eisenhauer verlor im Match-Tiebreak. Genauso erging es Eisenhauer/Uhl im Doppel, während Hauser/Amend ihr Einzel im Doppel wiederholten – glasklaren Sieg.

Großfeld U12 grün hatte auch ihre Sieges-Ampel auf Grün gestellt und „rasten“ Neckargemünd 2 mit 6:0 davon. Zu-Null-Siege für Jakob Eisenhauer und Leo Warken, klare Siege für Emircan Cetinkaya und Erik Schmid und auch im Doppel Sieges-Grün: Eisenhauer/Warken und Cetinkaya/Julian Betz.

Nur U10 Midcourt patzte. Die siegesgewohnten Minis verloren 1:5 gegen den Tabellen-Ersten Neckargemünd 1 und beendeten die Saison auf dem zweiten Platz. Charlotte Dietz, Frederik Warken und Julius Feichtinger verloren ihre Einzel, nur Philipp Schwalbach packte einen problemlosen Sieg. Auch die Doppel Dietz/Warken und Schwalbach/Feichtinger gingen den „Verlierer-Bach“ runter, wobei dieses Doppel erst im Match-Tiebreak besiegt wurde.

Artikel und Fotos: Klaus Schenck