BIOCHEMIE

 

Ich wachte durch meinen Klingelton geweckt ungewöhnlic1h früh, denn es waren ja Ferien, auf. Ich bemerkte schnell, dass heute etwas Wichtiges anstand, nämlich der Tandem Tag! Ich hatte mir bereits Fragen zurecht gelegt und hab‘ mir ausgemalt, wie es wohl an einer Uni aussehen würde. Aber als ich am Bahnhof ankam, bekam ich mal wieder die Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn zu spüren: Mein Zug hatte mehr als zehn Minuten Verspätung.  In Würzburg  verpasste ich somit dann genau um eine Minute meinen Bus und durfte erst einmal im Regen warten, während ich schon die ersten S2MSen schrieb, dass ich später komme. Endlich im Hubland angekommen wartete Simon, Student an der Uni Würzburg  im Fach Biochemie, schon mit einer Gruppe auf mich.  Dann ging es los. Zuerst machten wir einen Campus Rundgang und er zeigte uns als Erstes die verschiedenen Gebäude und einen Hörsaal, in dem wir uns kurz einen Vortrag über die Wirkung von Salz auf Pflanzen anhörten. Nachdem wir genug hatten, ging die Führung weiter und wir bewegten uns in Richtung Bio-Gebäude, noch mehr Hörsäle und viele Labore.

 

Danach ging es erst einmal zum Essen in die Mensa.

 

Voll gestärkt ging es weiter zu einer, diesmal kompletten Vorlesung, wobei schnell klar wurde, dass einige der Studenten nicht recht am Wissen des Dozenten teilhaben wollten und sich mit ihren Handys vergnügten, anders als ein paar, die einfach schliefen. Nach einer scheinbar endlosen Vorlesung hatten wir dann ein Gespräch mit dem Professor und konnten unsere Fragen stellen

 

 Als wir damit fertig waren, stand eine letzte große Führung durch die Labore bevor, wo uns unter anderem Dunkelräume, Inkubatoren, Proteinstrukturrechner und Massen an Plastikröhrchen gezeigt wurden. Als krönender Abschluss der Führung zeigte uns Simon seine Bachelorarbeit, – was für uns nur wie ein Kristall aussah, war eine gewaltige Menge Arbeit für ihn gewesen, hat er uns gesagt, was irgendwo auch verständlich ist, denn den Bachelor gibt es ja nicht geschenkt. Abschließend bekamen wir von ihm noch in einem Hörsaal seinen Vortrag über Biochemie für die Schulen zu hören und tauschten uns noch einmal aus. So endete der Uni-Tandem-Tag für uns mit vielen faszinierenden Eindrücken aus der Uni.

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Ich bin sehr froh darüber, diesen wirklich spannenden Tag mitgemacht zu haben und bin meiner Entscheidung für mein Studium ein großes Stück näher gekommen und fühle mich darin bestätigt, dass Biochemie mein Fach ist. Dieser Tag spornte mich außerdem zu einem 3-tägigem Praktikum in dem Würzburger Pharmakologie und Toxikologie Institut in der darauffolgenden Woche an, was ich ansonsten nie in Angriff genommen hätte.

 

 

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Florian Heck

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