Von Schülern und Lehrern wurde die kritische Frage gestellt: Wozu brauchen wir eine Schülerzeitung? Hier die Antwort.

Wir brauchen eine Schülerzeitung, um dem Engagement von Schülern und Lehrern, aber auch ihrem Fühlen, ihren Fähigkeiten einen gestalteten Ort der Aufmerksamkeit zu geben!

Wir holen Schüler bei ihren Stärken ab, wir schenken ihnen Selbstvertrauen, unabhängig von den Schulnoten. Wir rufen ihnen zu: Du kannst was, du bringst was und das bedeutet uns was, – der Redaktion, der Zeitung, der Schule, einer lesenden Öffentlichkeit.

Uns interessiert alles, wofür sich Schule im fachbezogenen Unterricht wenig interessiert: Du kannst schreiben, mach mit, du kannst organisieren, mach mit, du kannst fotografieren, mach mit, du kannst zeichnen, mach mit, du kannst Leute überzeugen, du kennst dich mit Computern aus, du hast Ideen, du willst gefordert werden in deinen eigenen Stärken, du willst gefördert werden für deine Zukunft, mach mit!!

Schülerzeitung ist zur Tat gewordene Idee, eine Tat, die nur als Team möglich ist, als verlässliches Team. Diese Lebendigkeit, aber auch diese Verbindlichkeit, das macht uns aus.

Unsere erste Ausgabe: 230 Seiten, 5000 Euro Druckkosten, nur gemeinsam war dies möglich, nur gemeinsam folgen weitere Ausgaben!

Was wir von jedem erwarten: Einfallsreichtum, Entschlossenheit, Zuverlässigkeit, volles Engagement für das, wofür Verantwortung übernommen wurde, keine Halbheit, sondern das jedem mögliche Optimum!

Wen wir brauchen: Leute, die was anpacken, durchziehen und eine Portion Begeisterung, Leidenschaft und Biss mitbringen!

Was wir bieten: den Ernstfall! Wir üben nicht Schülerzeitung, wir spielen nicht Redakteur, wir lernen nicht etwas auf Vorrat (wie in den meisten Schulfächern!), wir sind der Ernstfall! Das hier ist keine Übungs-Zeitung, hier werden keine virtuellen Aufgaben erledigt oder nicht, hier gilt’s! Wenn wir Schulden machen, sind das keine virtuellen Schulden, das sind echte Schulden, wenn wir Verträge nicht einhalten, die Werbevorlagen nicht korrekt bearbeiten, dann werden wir zur Rechenschaft gezogen! Wir sind kein Spielplatz für Schülerlarifari, hier heißt es Verantwortung zu übernehmen und gegebenenfalls für Fehler in der Öffentlichkeit geradezustehen.

Was wir wollen: das Optimum in jeder Hinsicht!

Für wen: zunächst mal für uns! Wir wollen uns nicht selbst mit Durchschnittlichkeit und Mittelmäßigkeit abspeisen, wir haben viele Ideen, die ziehen wir durch, d.h.: sich mal kompromisslos reinhängen, alles geben und dann staunend feststellen, was alles geht, was Engagement bewirkt, welches Werk Leidenschaft, Kreativität, Durchhaltevermögen entstehen lassen! Zufriedenheit erst im Grenzbereich des Möglichen, dann werden wir die interessierten Leser innerhalb und außerhalb der Schule erreichen, dann werden wir weiterhin viele Anzeigen und Spenden bekommen, dann werden wir am Tag des Verkaufs unserer neuen Ausgabe, aufgeregt, voll innerer Spannung die Schachteln mit den Zeitungen aufschneiden, die Zeitung in der Hand wiegen, über das Deckblatt streichen, die Seiten durchblättern und beglückt spüren: Unser Werk!          

Dafür brauchen wir eine Schülerzeitung.

                                                                                                              Klaus Schenck

Beratender Lehrer