Hallo, Ihr Lieben aus der 11/1,                                              Mittwoch, der 17. April 2013

heute ging sie endlich los, unsere Fahrt nach Holland. Ein Teil der Redaktion, also Herr Schenck, Debora, Stefanie, Tobias und ich, sind nach Holland gefahren, um unsere Schülerzeitung zu präsentieren, andere Kultur kennenzulernen, Freundschaften zu schließen und den holländischen Schülern besser Deutsch beizubringen, sie auf jeden Fall zum Deutsch-Reden zu bringen. Die Freude war bei allen zu spüren, aber meine Erwartungen auf Holland waren nicht all zu groß, denn man sagte mir, dass das Essen schlecht schmecke und man mit dem Fahrrad fahren müsse, um überall hin zu kommen.

Also, um 8.00 Uhr war Abfahrt. Mit ein paar Pausen fuhren wir fünf Stunden, bis wir schließlich die niederländische Grenze erreichten. Mein erster Eindruck von Holland: ungemein viele Fahrradfahrer, aber stark von der Natur geprägte . Und nirgendwo Berge! – Das erklärt auch die vielen Menschen, die sich auf ihr Fahrrad schwingen.

image001Nach einer weiteren zweistündigen Fahrt erreichten wir die Stadt Grootebroek, ungefähr 50 Minuten von Amsterdam. Als erstes mussten wir in die Schule, um alles für morgen vorzubereiten. Das Martinuscollege ist so riesig! Frau Trabold, die niederländische Lehrerin, erklärte uns, dass hier täglich 2000 Schüler lernen. Wie sie zur Schule kommen, war uns gleich klar, da neben den Parkplätzen hunderte Fahrradständer standen. Naja, also bereiteten wir unsere Stellwände vor. Die Arbeit wurde uns etwas erschwert, da wir nicht auf normale Pinnwände unsere Bilder pinnten, sondern auf Holzwände! 

Egal, dann kamen auch schon die niederländischen Austauschschüler: Carolien, Sterre, Simone und Pien. Sie werden uns für die nächste Zeit bei sich zu Hause aufnehmen. Die vier Mädels erschienen mir am Anfang etwas schüchtern, aber ich habe den Eindruck, mit ihnen können wir gemeinsam schöne Dinge unternehmen.

Um 18.00 wurden wir dann von deren Eltern abgeholt und anschließend bei einem gemeinsamen image004Abendessen willkommen geheißen.

Die Familie von Simone ist sehr nett und sie geben sich Mühe mit mir zu reden, auch wenn sie nicht perfekt Deutsch sprechen!

Das Haus ist zwar sehr klein, aber sehr schön eingerichtet. Ich habe sogar ein eigenes Zimmer, in dem ich die nächsten Tage wohnen werde. Mein Zimmer war ungefähr nur halb so groß wie meines daheim!

Ich bin sehr gespannt, wie der Tag morgen wird! Werden wir unsere Schülerzeitung gut verkaufen? Werden wir uns gut mit den Mädchen verstehen? Ich freue mich schon sehr auf morgen!

Grüße aus dem flachen Holland,

eure Anna.

 

 

Guten Abend!                                                                     Donnerstag, der 18.April 2013

Der erste wirkliche Tag in Holland war sehr nett, zwar mit ein oder zwei Komplikationen, aber die lösten sich zum Glück! Am frühen Morgen sind wir mit dem Fahrrad in die Schule gefahren. Das Fahrrad jedoch sieht nicht so aus wie bei uns, nein, es ist schon relativ alt und vielleicht auch etwas verrostet, so wie man die typischen holländischen Fahrräder aus irgendwelchen Zeitschriften kennt. Ich füge euch auch hier noch ein Foto bei. Als wir dann in der Schule waren, ging es direkt los! Der „Tag der Deutschen Sprache“ begann und wir als die FT-Schülerzeitung waren die Deutsch-Botschafter. Unsere Präsentation, image005die anfangs Probleme hatte, da das Internet erst nach einer halben Stunde funktionierte, war eine Power-Point-Präsentation und ein gemeinsames Vorstellen unserer Schülerzeitungs-Homepage. Trotz des anfänglichen Problems haben wir unsere Präsentation sehr gut gemeistert! Neben unseren Vorträgen wurden noch deutsche Lieder gesungen, es gab ein Deutschlandquiz von Schülern und Interviews wurden durchgeführt. Insgesamt stellten wir unsere Homepage zweimal vor, am Anfang und am Ende der Veranstaltung, und die Schüler und Schülerinnen schauten gespannt zu. Bei unserer letzten Präsentation durfte ich leider nichts mehr sagen, da die Zeit so knapp war…, der Zeitplan wurde vorher von holländischer Seite in keiner Weise eingehalten, so traf’s halt uns als Letzte!

Jedoch schon am ersten Tag hatten wir holländische Fans aus der Schule! 

image006So, nach dem Mittagessen ging es zu einem großen Blumenhändler des Umkreises: Jan de Wit. Dort angekommen erklärte uns der Chef der Firma, wie das mit dem Anpflanzen der Tulpen funktioniere, warum Holland dafür bekannt sei und wieso sie fast nur in Holland so erfolgreich sein könnten. Aber mehr darüber berichtet euch noch Tobias. Die Führung dauerte ca. eineinhalb Stunden. Da es keine blühenden Tulpenfelder gab, die wir sehen konnten, da der Winter sehr lang war und es erst ca. in einer Woche blühende Felder geben wird, war die Präsentation etwas träge.

Anschließend sind wir, natürlich mit dem Fahrrad ;-), zu Sterre gefahren, um einen Film zu schauen. Sterre wohnt zum Glück nur fünf Minuten von der Schule entfernt. image007Wir Deutschen fingen heute schon an uns über den Muskelkater vom Fahrradfahren zu beschweren! Ich finde das ganz schön faszinierend, da es hier selbstverständlich ist immer mit dem Fahrrad zu fahren, egal ob Regen, Schnee oder Sonne! Nach dem Film radelte die ganze Truppe Richtung Innenstadt. Das Ziel war ein Chinarestaurant. Hier trafen wir die gesamte Klasse von Frau Trabold. „All you can eat“ war das Motto. Das war natürlich spitze! Also aßen wir von gebratener Ente bis süß-saurem Fleisch, alles typisch chinesisch. Die Unterhaltung konnte man so durchgehen lassen, nicht schlecht, da alle  sehr freundlich und offen. Oft war es etwas kompliziert, da das image008Deutsch bei manchem noch nicht so recht klappte, aber wir brachten es gemeinsam hin! Nach dem Abendessen aufs Fahrrad und ab zu einem Bowlingcenter. Eine Stunde lang probierten wir, ja richtig: probierten, die Kegel abzuschießen. Manchen gelang das besser, manchen weniger gut!

Danach auf unseren Lieblingsbock und strampelten nach diesem anstrengenden Tag nach Hause.

Nach einer kurzen Dusche liege ich jetzt hier in meinem Bett. Der Tag war total toll und wir freunden uns immer mehr mit den Holländern an!

Aber jetzt bin ich müde!

Bis Morgen, Anna!

 

 

Hallo Ihr!                                                                                    Freitag, der 19. April 2013

Heute starteten wir den Tag zum Glück etwas später! Um 10 Uhr war Abfahrt nach Enkhuizen, ein wunderschöner Nachbarort mit einem Hafen. Frau Trabold spielte für uns Stadtführerin. Sie image009erzählte uns etwas über die Geschichte von Enkhuizen und zeigte uns die  schönsten Ecken. Uns faszinierte der tolle Hafen mit den vielen Fischerbooten! Um die Mittagszeit knurrte vernehmlich unser Magen, also Restaurant-Einkehr. Da wir nicht viel von der niederländischen Speisekarte verstanden, haben unsere Austauschpartner uns das Ganze übersetzt. Nach einem leckeren Essen mussten wir leider im strömenden Regen nach Hause radeln! Herr Schenck lachte uns voll aus (schadenfroher Mensch!!), da er sich bequem ins Auto setzte!:-P Wie gemein! Triefend nass erreichten wir endlich das ersehnte zu Hause! Schnell wärmten wir uns auf! Simone und ich bereiteten noch etwas zum Essen vor für das „Gourmetten“ bei Carolien. „Gourmetten“ ist wie bei uns eine Art Raclette, aber mit Fleisch. Hier in Holland ist das eine Besonderheit und ein bisschen ein Festtagsessen!

Um 18.00 Uhr ging es los, ja, Ihr glaubt es kaum, mit dem Fahrrad! Zum Glück hat es aufgehört zu regnen! Simone und ich holten Pien und Stefanie ab und dann fuhren wir zu Caroliens prachtvollem Haus. Es war so unglaublich riesig und wunderschön! Wir alle waren überrascht, da alle anderen Häuser von den Holländern sehr klein waren. Also aßen wir zu Abend. Es war in der Tat ein richtiges Festgericht, wir hauten rein, genossen es, die Stimmung stieg, image010es wurde echt voll lustig, und die Kommunikation nur auf Deutsch!

Anschließend schwangen wir uns wieder auf unser Fahrrad (klar, worauf sonst?) Richtung Schulfest. Es war eine riesige Party mit vielen Angeboten, z.B. Singstar oder für die Kleineren eine Hüpfburg… Das war nicht unser Ding, wir zogen den DJ vor. Er legte Musik von den Charts auf! Da ging die Post dann richtig ab, wir trafen auch die Klasse wieder und feierten den Abend, den Hollandaufenthalt und die netten Leute! Auf dem Schulfest wurde kein Alkohol verkauft! Jedoch empfand ich die Stimmung trotzdem als richtig gut! Um 24.00 Uhr Schlusspfiff: Party aus! Boah, das war aber echt hart, jetzt hat es doch erst richtig begonnen. Nun gut, zu Hause angekommen freute sich jeder auf sein Bettchen!

Ich bin echt gespannt auf morgen, denn AMSTERDAM wartet!!! Das wird bestimmt toll, war ja noch nie dort! Erschöpfte Grüße!

Anna

 

 

Hallo, meine lieben Mitschüler!                                            Samstag, der 20. April 2013

Der Wecker klingelte schon früher, denn unser Programmpunkt für heute war: AMSTERDAM! Eine wunderschöne Stadt, sagt man, wir werden sehen!  Wir fuhren mit dem Zug. Nach ca. 50 Minuten erreichten wir die Traumstadt. Wir Deutschen waren schwer beeindruckt, die Niederländer sahen es eher als Alltag! Ich fragte mich, was das Wahrzeichen der Stadt sei. Ich wollte unbedingt ein Foto davon, doch keiner wusste so richtig, was das Wahrzeichen ist! :-O

Als wir aus dem Zug ausstiegen, sahen wir, ja, ihr glaubt es kaum, eine Garage für Fahrrädermassen – so viele, wie noch niemand von uns auf einer Stelle gesehen hatte! Frau Trabold führte uns etwas durch die Stadt und erzählte uns viel über die Kanäle, wo sie mal gewohnt hatte, und wir sahen auch zahlreiche Coffeeshops (Ob diese das Wahrzeichen der Stadt seien? :-P Ach Spaß :-P)! Dann schlenderten wir über einen Markt, der nur samstags in Amsterdam war. image011Hier hatten wir dann eine dreiviertel Stunde Zeit zu stöbern und einzukaufen, dann ging es weiter. Wer viel sieht, muss viel essen, also: nettes Örtchen für verdiente Mittagspause gefunden! Mit Brötchen gestärkt gingen wir am Anne Frank Haus vorbei. Leider konnte wir nicht in das Hinterhausmuseum, da eine 200-Meter lange Schlange anstand! Ich wäre sehr gern in das Museum reingegangen, gerade diese Geschichte eines jüdischen Mädchens hatte mich sehr interessiert. Es ist eine Verbindung zu einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte, was in Holland nicht vergessen ist.

Naja, schade, das mit dem Museum hätte echt zu lange gedauert, aber das vertrieb uns die gute Laune nicht! Frau Trabold zeigte uns noch ein paar weitere tolle Stellen von der Hauptstadt. Wir besuchten sogar einmal kurz die Jungs bei Hollister! ;-) Einen weiteren Glücksmoment erlebten dann Tobias und Stefanie: ein Hard Rock Café, dort mussten die natürlich rein und mit einem T-Shirt zuschlagen. Singend und die Leute auf der Straße nervend zogen wir Richtung Bahnhof und stiegen dann in Hoorn aus. Dort lud uns Frau Trabold auf ein Getränk im Freien zu sich ein, bevor es zu ihrer Kollegin ging, bei der wir alle ein typisch niederländisches Essen kochten.

Zur Vorspeise gab es eine Gemüsesuppe. Die Hauptspeise bestand aus, ich weiß nicht mehr genau wie es hieß, einer Art Kartoffelbrei und warmer Fleischwurst. Es hat echt gut geschmeckt! Nach dem Essen saßen alle mit vollem Magen da und wir diskutierten noch etwas über den Austausch und welche Unterschiede wir nun in dieser image002kurzen Zeit in Holland kennengelernt haben.

Da es leider schon der letzte Abend war, trafen sich nochmals alle Jugendlichen bei mir, also in Simones Haus. Hier genossen wir noch etwas den Abend und feierten noch bis in die Nacht. Es kamen schon die Heimwehgefühle auf, denn ab morgen sehen wir sie für drei Wochen nicht mehr! Dann kommen die Mädchen zum Glück nach Deutschland!

So, morgen ist die Abreise angesagt!

Ich bin schon etwas traurig, denn von Tag zu Tag kannte man sich besser und fühlte sich wohler!

Naja, ich bin jetzt total müde!

Gute Nacht und bis Morgen!

Anna

 

 

Wir sind wieder da!                                                                Sonntag, der 21. April 2013

So, ihr habt eure lieben Mitschüler wieder! Am letzten Tag mussten wir um 7.00 Uhr aufstehen, um die Abreise anzutreten! Schade, es ging alles so schnell rum! Die schönen Zeiten verfliegen viel zu schnell! Wir alle fühlten uns in Holland sehr wohl. image003Alle waren sehr gastfreundlich und man verspürte fast schon ein Gefühl von „Zu-Hause“-Sein. Wir hatten eine klasse Zeit, sammelten viele Erfahrungen und lernten neue Leute kennen. Aber jetzt mussten wir auch diese fünf Tage loslassen, um wieder nach Deutschland zurück zu kehren, unsere Familie daheim vermisste uns ja schließlich auch! Nach einer langen Verabschiedung setzen wir uns ins Auto und fuhren zunächst schlafend (nur die Mädels) Richtung Deutschland.

Als wir uns fragten, was wir vermissen würden, war die Antwort ganz klar: Die zahlreichen Minuten oder schon fast Stunden auf dem Fahrrad! Ach, Spaß bei Seite, alles, einfach alles. Es waren tolle Erfahrungen, die wir machen durften! Wir freuen uns schon alle, wenn unsere niederländischen Freunde nach Deutschland kommen! 

Also dann, bis Montag in der Schule!

Anna

Anna

Anna

Anna Winkler trat 2012 gleich zu Beginn der 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums in die Redaktion der „Financial T(’a)ime“ (FT) ein und wurde in ihrer anpackenden Art eine wichtige Säule bei den vielen FT-Aktionen: Werbebriefe für die Printausgabe, Deutsch-Botschafterin mit der FT in Holland, FT-Delegationsmitglied bei der Pressekonferenz der Universität Würzburg, FT-Empfang der chinesischen Delegation usw. Ihre ansteckende Lebensfreude ist ein weiteres Markenzeichen von ihr innerhalb des Redaktionsteams.