Die Special Olympics sinddürr2 die nationalen olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung. Die Spiele finden einmal im Sommer und einmal im Winter statt. Die Winterspiele wurden dieses Jahr von 14.-18. Januar 2013 in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen.

 

Die 700 Athleten messen sich in insgesamt 7 Disziplinen: Langlauf, Ski Alpin, Snowboard, Schneeschuhlaufen, Eiskunst- und Eisschnelllauf und Floorball (Hallenhockey). Hier wird natürlich viel Unterstützung benötigt, damit die Wettkämpfe reibungslos ablaufen und die Sportler bestens betreut werden. Aus diesem Grund machten sich 9 Azubis der Würth Industrie Service am frühen Montagmorgen auf den Weg ins verschneite Garmisch-Partenkirchen.

 

Gegen Mittag checkten wir in ein zentral gelegenes Hotel ein, um uns schnell warm anzuziehen. Danach ging es mit dem Shuttlebus direkt weiter nach Kaltenbrunn, wo die Langlaufstrecke angelegt ist. Zunächst bekamen wir eine kurze Einweisung, um einen Gesamtüberblick über die Wettkampfstätte und den Ablauf zu erhalten. Danach mussten drei Zelte aufgebaut werden. Im Anschluss daran fuhren wir mit dem Shuttlebus ins Skistadion Garmisch-Partenkirchen. Vor der eindrucksvollen Skischanze fand die Eröffnungsfeier statt. Die Fahnen aller teilnehmenden Bundesländer sowie die Fahne der Schweiz und Österreich wurden auf die Bühne getragen. Es gab auch einige Musikacts zu sehen, wo die obligatorische bayrische Musikkapelle natürlich nicht fehlen durfte. Daniela Schadt, die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten Gauck, übernahm die Schirmherrschaft und auch Magdalena Neuner freute sich, als Gesicht der Special Olympics die Spiele eröffnen zu dürfen. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurde auch das olympische Feuer entzündet. Rosi Mittermaier und ihr Mann Christian Neureuther kündigten abschließend das Highlight der Feier an: eine bombastisches Feuerwerk, das direkt neben der Schanze abgefeuert wurde!

 

An den folgenden Tagen julia1waren wir am Langlauf in verschiedenen Positionen eingeteilt: Die einen standen im warmen Zelt und schenkten heißen Tee aus, während die anderen als Streckenposten sicherstellten, dass keinem Sportler etwas passiert bzw. fungierten hier auch als unterstützende Fans. Neben dem Abholen der Sportler im Ziel, gehörte auch die Siegerehrung zu den Aufgaben der Volunteers. Am Dienstag fanden die Klassifikationsläufe statt: Alle Läufer wurden anhand ihrer Leistung einer Leistungsgruppe zugewiesen, in welcher sie am Mittwoch und Donnerstag dann um die Medaillen kämpften.

 

An allen Tagen wurde im Skistadion auch ein wettbewerbsfreies Angebot veranstaltet. Der Aukur2fbau ähnelt einer Rallye: Die Teilnehmer erhalten einen Pass, der an verschiedenen Stationen ausgefüllt wird, wenn die Aufgabe gelöst wurde. Hier gab es unter anderem Schlittenfahren, Schneemänner bauen und Dosenwerfen. Am wettbewerbsfreien Angebot beteiligen sich auch Ärzte und Physiotherapeuten, von denen die Athleten sich kostenlos behandeln lassen können.

 

Während der Wettkämpfe kamen wir ganz einfach mit den Sportlern in Kontakt und haben von ihnen erstaunliche Geschichten rund um ihr Sportlerleben gehört. Es ist beeindruckend, wie locker sie mit ihrer Behinderung umgehen und wie spontan sie auf andere Menschen zugehen.

 

Ein besonderes Highlight waren die Abendveranstaltungen. Bereits am Dienstag überraschte uns die Ausbildungsabteilung mit einer Wanderung durch eine Klamm mit anschließendem Fondue-Essen auf einer Berghütte. Bergab ging es (zum Glück) mit der Seilbahn und zwar mit der ältesten Seilbahn Europas. Am Mittwochabend fand die Athletendisco in der Kongresshalle statt. Als wir um 20 Uhr eintrafen, waren die feierwütigen Sportler schon in Hochstimmung. Zu den Klängen von bekannten Stimmungsliedern tanzten wir gemeinsam mit den Athleten, bis wir alle erschöpft von dem Tag an der frischen Luft in Bett fielen.

 

Auf der Heimfahrt war es ganz leise im Bus, da wir alle Schlaf nachholen mussten. Und obwohl die Tage auf Grund der Kälte und der Länge der Tage ganz schön anstrengend waren, waren wir uns alle einig: Das war ein einmaliges Erlebnis und wir sind glücklich, dabei gewesen zu sein!

 

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dürr1 Julia Dürr

DH-Studentin

WürthIndustrie Service GmbH & Co. KG

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