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Pädagogik und Sonderpädagogik – eine Kombination die Vielfalt, Abwechslung und Praxisbezug verspricht

 

Hallo, ihr Lieben! Mein Name ist Inga Wittke und ich studiere Pädagogik und Sonderpädagogik auf Bachelor im sechsten Semester an der Universität Würzburg.

 inga

Nach meinem Abitur 2009 wusste ich noch nicht genau, was ich im Anschluss machen möchte. Um mir ein wenig Zeit zum Nachdenken, Recherchieren und zum Sammeln von Praxiserfahrung zu geben, habe ich ein Jahrespraktikum in einem Kinder- und Jugendheim absolviert. In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit, meine Stärken und Schwächen herauszufinden und festzustellen, dass mich die Arbeit mit Menschen, insbesondere die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sehr zufriedenstellt und mich auch herausfordert.

 

Deswegen fiel die Wahl dann letztendlich auf meine derzeitige Kombination, was ich bis heute kein einziges Mal bereut habe!

 

Im Folgenden möchte ich Euch einen kleinen Einblick in die Studienfächer Pädagogik und Sonderpädagogik geben, um Euch im besten Fall dafür zu begeistern, diese an der Universität Würzburg zu studieren.

 

Pädagogik wollte ich auf jeden Fall studieren, da ich durch meinen Pädagogik LK schon voller Begeisterung für diese Thematik war. Sonderpädagogik hingegen kam erst in der Zeit meines Jahrespraktikums dazu, da mich die Arbeit mit „behinderten“, aber auch problemanfälligen bzw. kranken Kindern vor eine Herausforderung stellte, die ich unbedingt annehmen und bewältigen wollte.

 

Aber nun ein kleiner Einblick in die konkreten Inhalte:

 

In Pädagogik beschäftigt man sich unter anderem mit der Bildungswissenschaft. Das bedeutet genau, dass man sich hauptsächlich mit historischen, pädagogischen und philosophischen Texten beispielsweise von Rousseau, Kant und anderen wichtigen Denkern, Pädagogen und Co. auseinandersetzt, die sich alle mit den großen Themen der Pädagogik (Erziehung, Bildung, Sozialisation etc.) beschäftigen.

Die Bildungsforschung und Forschungsmethoden sind ein weiterer Aspekt des Pädagogikstudiums. Hierbei geht es hauptsächlich um die Forschung in pädagogischen Kontexten, indem man beispielsweise Umfragen zu Bildungsfragen durchführt oder auch Lernstandserhebungen, wie z.B. den PISA-Test, konzipiert und auswertet.

Ein weiterer Baustein des Pädagogikstudiums ist der Wahlpflichtbereich, der aus dem Elementar-, Jugend- oder Erwachsenenbildungsbereich besteht. Ab dem zweiten Semester hat man die Möglichkeit, sich auf einen bestimmten Bereich festzulegen, also einen Schwerpunkt zu setzen, oder in jeden Bereich einmal hineinzuschauen, also ein sogenanntes „offenes Profil“ zu gestalten.

Um ein bisschen mehr Praxiserfahrungen sammeln zu können, sieht das Studium ein Praktikum von 8 Wochen vor. In dieser Zeit könnt ihr Euch ausprobieren, neue Eindrücke gewinnen und auch feststellen, wenn etwas nicht euren Erwartungen entspricht.

 

Das Bachelorfach Sonderpädagogik ist noch relativ neu an der Universität Würzburg und punktet mit vielen Einblicken in die Praxis, was man bei seinem Pädagogikstudium oftmals vermisst.

Wenn man Sonderpädagogik als Hauptfach studiert, muss man einen Studienschwerpunkt wählen. Also ob man lieber in der Arbeit mit geistig oder körperlich behinderten Menschen arbeitet, in der Sprachheilpädagogik oder doch lieber mit Menschen mit Lernbeeinträchtigung oder Verhaltensstörung seine Stärken sieht. Diese Schwerpunktbildung gibt einem die Möglichkeit, neben dem Grundverständnis, welches man im Nebenfach Sonderpädagogik erlangt, tieferliegende Aspekte der jeweiligen Störung oder Behinderung zu erfahren.

Typische Inhalte des Studienfachs sind (entwicklungs-) psychologische, wissenschaftliche und vor allem rechtliche Aspekte, die unumgänglich für die Sicherung der Rechte behinderter Menschen sind. Diese inhaltlichen Punkte werden oftmals von Kurzfilmen oder auch Erfahrungsberichten begleitet, so dass man sich als Student ein umfassenderes Bild von der jeweiligen Behinderung oder Störung machen kann. Diese Eindrücke machen das Studienfach gerade so interessant und praxisbezogen, so dass man schon im Studium weiß, was einen konkret in seinem späteren Beruf erwarten wird.

In den sechs Semestern muss man auch in Sonderpädagogik Praktika machen. Eines soll zum Anfang des Studiums als Orientierung dienen, das andere im drittten Semester soll in Form einer Praxisstudie angegangen werden, also als Vertiefung zur genaueren Beobachtung seiner Selbst und seines Umfeldes dienen.

 

Abschließend kann man festhalten, dass die Kombination aus Pädagogik und Sonderpädagogik wegen der großen Vielfalt an Themen, Schwerpunkten und Herangehensweisen unschlagbar ist. Ich kann es denjenigen, die sich jetzt noch nicht auf einen konkreten Bereich festlegen wollen, ebenso empfehlen wie denjenigen, die gern mit Menschen in Kontakt treten, sie fördern, fordern, betreuen, coachen oder auch nur begleiten wollen. Das Spektrum der Möglichkeiten steht nach dem Studium ganz weit offen und auch wenn man einen Schwerpunkt belegt hat, heißt das nicht, dass man sich dadurch einen anderen Bereich verwehrt.

 

Neben diesen schönen, freien Aussichten ist es in Würzburg eine Leichtigkeit Anschluss zu finden, da die Studiengänge nicht überlaufen sind und auch eine gute Atmosphäre zwischen Lehrenden und Lernenden herrscht. Meiner Erfahrung nach ist Würzburg eine gute Startmöglichkeit, um das erste Mal allein zu wohnen, da die Stadt nicht zu groß und auch nicht zu klein ist. Man erkennt sich auf der Straße und in der Uni wieder und braucht keine Angst vor Anonymität zu haben, da es diese hier nicht gibt!

 

Inga Wittke, inga [dot] wittke [at] stud-mail [dot] uni-wuerzburg [dot] de

 

Zur Studienberatung der Uni Würzburg: www.studienberatung.uni-wuerzburg.de