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Ich heiße Melanie und studiere im 9. Semester Spanisch und Englisch (sowie Deutsch als Drittfach) an der Uni Würzburg mit dem Ziel einmal Lehrerin am Gymnasium zu werden.

 

Da ich schon während meiner Schulzeit viel Nachhilfe gegeben habe und immer Spaß daran hatte, den Stoff möglichst anschaulich und verständlich zusammenzufassen, kam ich irgendwann auf die Idee, dass das Lehramtsstudium vielleicht eine gute Studienwahl sein könnte. Außerdem habe ich schon immer gerne Sprachen gelernt und finde es immer wieder faszinierend mehr über andere Länder und Kulturen zu erfahren. Dies hat mich nach meinem Abitur auch 10 Monate lang nach Spanien gebracht, wo ich im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes mit behinderten Jugendlichen und Erwachsenen gearbeitet habe. Danach fiel mir die Fächerwahl nicht mehr schwer und die Uni Würzburg bot sich an, da ich gerne in Bayern bleiben wollte und mir die Stadt, die ich durch Freunde vorher schon als „Studentenstadt“ kennen gelernt hatte, super gefällt.

 melanie

Nach 9 Semestern kann ich nun sagen, dass mein Studium genau das Richtige für mich ist: Neben Sprachpraxiskursen und Landeskundeseminaren, die von engagierten Muttersprachlern meist sehr anschaulich gestaltet werden, lernt man in der Sprachwissenschaft, wie die Sprachen überhaupt entstanden sind und wie man einem Nicht-Muttersprachler z.B. erklärt den „Th“-Laut auszusprechen. Außerdem liest und analysiert man in der Literaturwissenschaft Werke verschiedener Autoren der jeweiligen Länder. Und natürlich sollte man als Lehrer auch wissen, wie man diese ganze Theorie dann später im Unterricht möglichst sinnvoll und ansprechend an seine Schüler weitergeben kann, was man in der Fachdidaktik und den erziehungswissenschaftlichen Fächern (sprich Psychologie und Pädagogik) lernt.

 

Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich noch nach der alten Prüfungsordnung studiere und auch die Lehramtsstudiengänge mittlerweile modularisiert sind, d.h. man sammelt jetzt ECTS-Punkte. An der Regelstudienzeit von 9 Semestern hat sich nichts geändert, aber es herrscht jetzt in fast allen Veranstaltungen Anwesenheitspflicht und fast alle Veranstaltungen sind verpflichtend, sprich man kann nicht mehr ganz so frei wählen, welche Kurse man belegen möchte. Dies sehe ich wiederum positiv, da man Kurse, die freiwillig sind, oft nicht so ernst nimmt und deshalb nicht so viel daraus mitnehmen kann. 

 

Abschließend rate ich jedem, der sich nach dieser Beschreibung ein Lehramtsstudium vorstellen könnte, dazu, sich bewusst zu machen, dass der Job "Lehrer" nicht immer ein Zuckerschlecken ist. Im Studium neigt man nämlich dazu, diese Seite des Berufs manchmal zu vergessen, da man hauptsächlich mit seinen Fächern beschäftigt ist. Aber man steht später tatsächlich mal mehrere Stunden täglich vor mindestens 20 mehr oder weniger wissbegierigen Kindern bzw. Jugendlichen, die man versuchen muss, zu dem nicht immer so wahnsinnig interessanten Lehrplanstoff zu motivieren. Da kann man seine Fächer noch so lieben, manchmal ist das einfach anstrengend. Aber im Gegenzug bekommt man den Einsatz von den Schülern dann doppelt und dreifach wieder zurück, wenn sie z.B. in einer Stunde super mitmachen oder gute Noten in der Klassenarbeit schreiben. 

 

Zusammenfassend kann man aber sagen, dass das Lehramtsstudium gerade mit Sprachen als Unterrichtsfach sehr abwechslungsreich ist und man in den Semesterferien trotz der abzuleistenden Praktika viel Zeit hat, die gelernte Theorie bei einem „café cortado“ in der Altstadt von Barcelona oder einem „ale“ in einem Londoner Pub direkt vor Ort zu vertiefen.

 

Melanie Münz, melanie [dot] muenz [at] stud-mail [dot] uni-wuerzburg [dot] de

 

Zur Studienberatung der Uni Würzburg:

www.studienberatung.uni-wuerzburg.de