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Funktionelle Materialien in Chemie, Physik, Medizin und Technik – kurz Funktionswerkstoffe

 

Ob sich hinter diesem etwas unhandlichen Namen auch ein unhandliches Studium verbirgt? Nach elf Semestern antworte ich mit einem klaren „nein“. Auch wenn ich anfangs selbst nicht genau wusste, worauf ich mich mit diesem Studiengang einlasse, bin ich inzwischen überzeugt davon, mich richtig entschieden zu haben und würde nichts anderes lieber studieren. Nach über fünf Jahren Studium und dem Bachelor Abschluss habe ich immer noch Spaß daran und kein bisschen Wissensdurst und Neugier eingebüßt.

 christoph

 

Aber was steckt nun hinter diesem Namen? Dahinter steckt ein kleiner, junger, vielseitiger und aussichtsreicher Studiengang, der zwischen Chemie, Physik, den Ingenieurswissenschaften und der Medizin angesiedelt ist und sich somit gerade an diejenigen richtet, die sich für Naturwissenschaften im Allgemeinen interessieren. 

 

 

Klein? Mit etwa 30 bis 50 Studienanfängern pro Semester kennt man hier wirklich jeden seiner Kommilitonen, was wegen des guten Betreuungsverhältnisses (in Mastervorlesungen teils nur fünf Studis bei einem Dozenten) und der familiären Atmosphäre einer der angenehmsten Vorteile gegenüber fast allen anderen Studienfächern ist.

 

Jung? Der Studiengang wurde zum Wintersemester 2006/07 ins Leben gerufen, die ersten Absolventen des Masterstudiums gab es also im Sommer 2011. Eine „Feedback-Runde“, die zu Beginn jedes Semesters stattfindet, garantiert eine gute Kommunikation zwischen Studierenden, Dozenten und Organisatoren, wo Lob und Kritik nicht auf taube Ohren stoßen. So konnten die „Kinderkrankheiten“ des neuen Studienganges bereits kuriert werden. Zusammen mit der Namensänderung 2012 (vorher Technologie der Funktionswerkstoffe – kurz TechFun) wurden auch viele Neuheiten in den Studiengang aufgenommen, die zum größten Teil von Studierenden in der Feedback-Runde angeregt wurden. Die Wahlfreiheit wurde deutlich erweitert, wer sich z.B. im Master in Richtung des Tissue Engineering und der regenerativen Medizin orientieren möchte, wird sich auch darauf schon im Bachelor deutlich besser vorbereiten können als zuvor.

 

Vielseitig? Funktionswerkstoffe ist zwar an der Fakultät für Chemie und Pharmazie angesiedelt, es gibt aber noch einige weitere Mitspieler, die das Studium so fächerübergreifend und vielseitig gestalten. Die größten Beiträge liefern dabei die Fakultät für Physik und Astronomie, der Lehrstuhl für Tissue Engineering und Regenerative Medizin sowie die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt; außerdem sind beteiligt: das Fraunhofer Institut für Silicatforschung (ISC), das Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE), das Süddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ) sowie der Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde (FMZ). Weitere Kooperationen sind geplant.

 

Aussichtsreich? Zwar haben bisher nur wenige Studierende das Studium absolviert (vgl. „Jung?“), aber ich erlaube mir mal Spekulationen: „TechFuns“ sind Allrounder, wie man sie sonst kaum findet, die nicht nur die „Sprache“ von Chemikern, Physikern und Ingenieuren sprechen – welche untereinander erfahrungsgemäß teils enorme Kommunikationsschwierigkeiten haben – sondern es auch gewohnt sind, Problemstellungen aus völlig verschiedenen Blickwinkeln anzugehen, auch wenn diese außerhalb ihres eigentlichen Fachgebietes liegen. Dies sind Fähigkeiten, wie sie in Wirtschaft und Forschung gesucht werden – ebenso wie „Soft Skills“ z.B. Teamfähigkeit, die bei Funktionswerkstoffe (vgl. „Klein?“) stark gefördert wird. Wem das nicht reicht: Chemie und Physik in Würzburg genießen einen ausgezeichneten Ruf, auch international, und die unter „Vielseitig?“ aufgelisteten potentiellen Arbeitgeber sind nicht die einzigen Firmen und Institute, die bereits ihr Interesse bekundet haben.

 

Christopher Brandt, christopher [dot] brandt [at] stud-mail [dot] uni-wuerzburg [dot] de

 

Zur Studienberatung der Uni Würzburg:

www.studienberatung.uni-wuerzburg.de