img1Eine normale Jeans, schwarzes Shirt mit Pelzweste, Sneakers & eine Beanie Mütze, so treffen wir Sara Nuru am Freitag an der Haus- & Landwirtschaftsschule in Bad Mergentheim. Die ganze Zeit ist die Gewinnerin der 4. Staffel von Germany’s Next Topmodel gut gelaunt und sympathisch. Vom ersten Moment an hat sie uns mit ihrer guten Laune angesteckt und bringt auch uns zum Lachen. Fleißig schreibt sie an einem Tisch Autogramme für alle.
img1Sara setzt ihre Popularität sinnvoll ein und engagiert sich für Menschen für Menschen und Äthiopien.
Die Stiftung Menschen für Menschen hat einst Karlheinz Böhm ins Leben gerufen, nun entstand durch Almaz Böhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Ehefrau von Karlheinz Böhm, Sara Nuru und der Punkband Killerpilze ein neues Jugendprojekt. So richtet sich Generation ABC-2015 an Schulen aus ganz Deutschland und motiviert Schulklassen dazu zu helfen und Spenden zu sammeln, damit Schulen in Äthiopien gebaut werden können. Die Art der Spenden-Aktionen ist ihnen dabei selbst überlassen. In Äthiopien haben aktuell 40% der Kinder und Jugendlichen nicht die Möglichkeit eine Schule zu besuchen, während es hier in Deutschland als Selbstverständlichkeit angesehen wird.
Sara liegt dieses Projekt besonders am Herzen, da ihre Familie aus Äthiopien stammt und teils auch heute noch dort lebt. Auch wenn mit dem Gewinn des Finales ein völlig neuer Lebensabschnitt für sie beginnt, ist sie bodenständig geblieben und vergisst bei all den neuen Ereignissen in ihrem Leben ihre äthiopischen Wurzeln nicht.
img1Sie selbst besuchte als Botschafterin der Jugendinitiative im September 2009 das Heimatland ihrer Eltern und schreibt Tagebuch über die Erfahrungen: Die Armut der Menschen sieht man deutlich. Sie tragen völlig zerfetzte Kleidung, viele von ihnen haben nicht einmal Schuhe. Es werden viel mehr Krankenhäuser gebraucht, da zurzeit kaum welche vorhanden sind. Sehr berührt ist Sara, als sie in einem Waisenhaus von Kindern singend und klatschend begrüßt wird. Als sie die Schule in Degele besucht, steht für sie fest: Die jetzige Schule, ein Haus aus Holz und Lehm, ohne Fenster, ohne Licht, ohne Bänke und nur mit einer angerissenen Tafel, soll gegen eine neu gebaute Schule ersetzt werden. Hierfür will sie gemeinsam mit Menschen für Menschen Spenden sammeln.
Die Haus- & Landwirtschaftsschule hat sich entschlossen an diesem Hilfsprojekt teilzunehmen. So veranstalteten die img1Schüler und Schülerinnen mit Unterstützung der Lehrer eine Kaffeewoche, in der sie Kaffee und Kuchen, Kaffeebohnen, Schmuck und Kunstwerke verkauften. Außerdem richteten sie eine Ausstellung mit Information und Bildern über Äthiopien ein.
Auf der Ausstellung schilderte Sara die Erfahrungen den Schülern & Schülerinnen der HSL und beantwortete ihre Fragen.
Natürlich bedankte sie sich auch für die große Unterstützung und erklärte, was mit dem Geld passieren wird. Es wird ein Teil sein, um die neue Schule in Degele, für 60.000€, zu finanzieren.

Am Ende unterstütze die HSL die Stiftung mit einem Scheck in Höhe von 6.550 €.
Dann ging es für Sara schon wieder weiter nach Kapstadt.

ArtikelschreiberArtikel: Mareike Häfner (rechts)

ArtikelschreiberFotos: Katharina Kappus & Mareike Häfner