Wieder einmal war es soweit – am 28. Februar 2011 strahlte die ARD die Fernsehsitzung „Bütt an Bord“ aus, in welcher der KTSC Lauda auch in diesem Jahr sein Können zeigen durfte. Die Tanzshow „Carnevalissimo“ konnte bei einer Vorauswahl die Verantwortlichen der ARD überzeugen. In dieser Show vertanzen alle Tanzmariechen unseres Vereins gemeinsam ein Thema. Da man als Tanzmariechen normalerweise alleine auf der Bühne steht, ist dies für uns Mädels etwas ganz Besonderes. Das diesjährige Thema unseres Tanzes lautete „Lass die Puppen tanzen“. Der Puppenmacher lässt in der Tanzshow seine Puppen über die Bühne wirbeln.

Zur Probe und Aufzeichnung der Fernsehsitzung mussten wir bereits schon am Mittwoch, den 23. Februar 2011, in Friedrichshafen anreisen. Während ich letztes Jahr als Trainerin meine Gruppe betreute, durfte ich dieses Jahr selbst einmal erleben, wie es ist vor einem Millionenpublikum zu tanzen. Direkt nach der Ankunft gingen wir zur ersten Probe ins Graf-Zeppelin-Haus. Hierfür wurden wir bereits während der circa vierstündigen Fahrt geschminkt und frisiert, damit das Team der ARD das Licht und die Kameras auf uns einstellen konnten.

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Schon allein der Ablauf der Probe und die Atmosphäre waren für mich sehr beeindruckend. Für die Fernsehzuschauer vor den Bildschirmen ist es kaum vorstellbar, was hinter den Kulissen alles vonstattengeht und was für eine aufwendige Organisation dahinter steckt. Nach der Probe ging es schließlich sofort in die Jugendherberge. Dort angekommen bezogen wir unsere Zimmer und ließen den Abend anschließend in einer gemütlichen Runde ausklingen.

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Am nächsten Morgen mussten schon nach dem Frühstück die ersten Vorbereitungen für unseren großen Auftritt getroffen werden. Kaum waren die Haare der Puppen eingedreht und meine Haare als Puppenmacher auftoupiert, wurden wir zur zweiten Probe ins Graf-Zeppelin-Haus gefahren. Komplett eingekleidet, geschminkt und frisiert absolvierten wir unsere zweite Probe. Hierbei wurde die ganze Sitzung durchgespielt, damit bei der Aufzeichnung das Programm reibungslos verläuft.

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Bis zur Aufzeichnung der Sendung war es nun nicht mehr lange, denn diese fand noch am selben Abend statt. Daher verbrachten wir die restliche Zeit bis zu unserem Auftritt in unserer Kabine, probten nochmals einige Passagen unseres Tanzes und machten uns schließlich ein drittes und letztes Mal fertig für den entscheidenden Auftritt.

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Mit dem Näherrücken des Auftritts, stieg auch langsam meine Nervosität. Als dritter Programmpunkt war es um kurz vor 21.00 Uhr endlich soweit. Mit der Anmoderation „Lass die Puppen tanzen“ trug ich meine Puppen als Puppenmacher auf die Bühne. Nachdem die Musik anlief, war alle Aufregung dahin und es machte viel Spaß vor solch einem tollen Publikum zu tanzen. Das Publikum war hin und weg und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dies wurde uns durch Standing Ovation und Zugaberufen gezeigt, was mir als Tänzerin bestätigt, dass sich die Vorbereitung gelohnt hat. Gekrönt wurde unsere Tanzshow mit einem Konfettiregen und Lob des Moderators. Auch hinter der Bühne waren alle begeistert.

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Da alles gut geklappt hatte und dies laut unserer Trainerin ein grandioser Auftritt war, wurde danach kräftig gefeiert. Auf den Übertragungsbildschirmen verfolgten wir den weiteren Verlauf der Sitzung, bis wir zum Finale ein letztes Mal auf die Bühne durften. Mit allen Akteuren feierten wir gemeinsam die gelungene Sitzung.

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Nach diesen zwei anstrengenden, aber unvergesslichen Tagen, traten wir noch in derselben Nacht die Heimreise an. Wir konnten es kaum erwarten, bis auch die Daheimgebliebenen unseren Auftritt vor den Bildschirmen am 28. Februar 2011 bestaunen konnten. Für mich war dieser Abend ein einmaliges Erlebnis, da nicht jeder die Chance bekommt im Fernsehen zu tanzen.

 

ArtikelschreiberArtikel: Laura Dietmann Maillaura [dot] dietmann [at] gmx [dot] net
Mail Fotos: KTSC Lauda