Die häufig geringe Motivation von Jugendlichen lässt wohl kein Lichtblick für die Zukunft übrig.

Bildung wird uns sozusagen „nachgeschmissen“, das Einzige, was wir zu tun haben, ist, sie auf perfekte Art und Weise anzunehmen, dann stehen einem alle Türen in der Berufs- und Karrierewelt offen. Doch trifft diese Aussage auch auf die Realität zu?

Viele wissen jedoch nicht, wie wichtig diese nur anzunehmende schulische Ausbildung für ihr weiteres Leben ist. Eine Null-Bock-Einstellung wird nicht gebraucht. Exzellentes Abitur, Praktika, außerschulisches Engagement, Auslandsjahr, Studium: so ähnlich sähe wohl der perfekte Bewerbungsbogen aus. Wer glaubt, er hätte, hart ausgedrückt, mit einem Schulabbruch, Kriminalitätsdelikten und Jugendstrafen eine Chance in unserer selektierenden Welt, hat sich getäuscht. Der Traum von einer Familie, einem schicken Haus und einem sorgenfreiem Leben scheint schon vorher zerplatzt, bevor überhaupt versucht wurde ihn zu verwirklichen. Dieses perfekte Familienbild kommt nicht von ungefähr.

Was es heißt Verantwortung zu übernehmen erfahren wir oftmals zu spät. Nach der Schule werden wir der Härte der Welt ausgesetzt. „Mir gefällt Ihre Nase nicht!“, „Tut mir leid, aber Sie passen einfach nicht zu uns“, sind wohl Ausreden, die uns Jugendlichen keine Begründung geben. Viele haben nicht mal mehr die Chance den Beruf zu erlernen, den sie ausüben wollen. Was machen die Menschen, die eher ruhiger sind und weniger Durchsetzungsvermögen haben? Dürfen sie, bei selber Leistung, nicht den gleich hoch bezahlten Beruf ausüben wie jemand, der genügend Selbstbewusstsein und Biss hat, um sich in dieser Welt durchzusetzen?

Diesem Druck, den wir eigentlich schon indirekt in der Schule ausgesetzt sind, weil wir schon ein gewisses Bild vor Augen haben, wie es uns wohl in ein paar Jahren ergehen wird, lässt die Motivation nicht steigen. Wenn man dann noch Noten schreibt, mit denen man einfach unzufrieden ist, obwohl man sich Tage auf die Klausur vorbereitet hat, weckt das Desinteresse an dem schulischen Leben wohl in jedem Schüler. „Warum hinsetzen und lernen, wenn sowieso nichts Gescheites dabei rauskommt? Da gehe ich doch lieber mit Freunden weg und genieße mein Leben!“

Diese individuelle Waage zwischen Freizeit und Schule ist schwer zu finden. Wie viel Zeit nehme ich mir für meine Freunde, wie viel für Schule und wie viel für Nebenaktivitäten? Was ist wichtiger?

Auf der einen Seite hat jeder individuell diese Frage zu beantworten, obwohl eines sicher ist: Es wird nicht leichter im Leben!

Wichtig ist soziale Sicherheit zu haben, die unterstützt wird durch Bestätigung, sei es schulisch oder beruflich. Doch diese Bestätigung wird nicht jedem in die Wiege gelegt. Man darf sein Leben nicht schon vorher zerstören, bevor man es überhaupt richtig gelebt hat. Klar läuft nicht alles perfekt, doch wäre es nicht auch langweilig, wenn alles so perfekt laufen würde? Würden wir nicht selbst daran kaputt gehen und uns selbst verlieren? Gerade an großen Aufgaben wachsen wir und beweisen uns. Wir, die junge Generation, die weiß, wie es um die Welt steht, müssen zusammenhalten und stark sein. Globalisierung, Klimawandel, wachsende Arbeitslosenzahl durch zunehmende Technisierung, die auch in Zukunft die menschliche Arbeit ersetzen wird, machen uns das Leben nicht leichter.

Von uns wird viel erwartet, denn wir sind die Zukunft von morgen!
Die schnelllebige Zeit wird nicht langsamer. Doch wir dürfen keine kostbare Zeit durch Jammern verlieren, denn so wird es nicht besser.

Das Motto heißt anpacken und das Beste daraus machen, erst dann kann man sagen, dass man es zumindest versucht hat und nicht schon vorher aufgab.

 

ArtikelschreiberArtikel: Miriam Krug Mailkrug_miriam [at] web [dot] de