Schlimme Zimmer, schlechtes Essen, kein Spaß und viele Verletzte – nein, davon ist in Flachau absolut nicht die Rede, abgesehen von ein paar wenigen Verletzungsopfern ;).

Auf dem Parkplatz des Wirtschaftsgymnasiums begann um 8.00 Uhr unsere Kursfahrt mit dem wahrscheinlich „abgefahrensten“ Busfahrer überhaupt! Zu Beginn gab er uns einen Leitfaden vor, der bei allen jungen Mitreisenden einer super Eindruck hinterließ -> „Bei mir gibt es nichts, was ihr nicht dürft, doch seid so gut und lasst den Bus bestehen, da es nicht mein eigener ist!“
Flachau 1Voller Euphorie auf Flachau verging die Fahrt mit guter Musik und viel Geplapper für die meisten sehr schnell – doch auch das ein oder andere alkoholische Getränk schlich sich unauffällig in den Partybus mit ein.
Dort angekommen packten alle kräftig mit an, die Koffer auszuladen und rasch erhielten wir unsere Zimmerschlüssel. Kurz darauf  steuerten wir mit dem Bus auf den Skiverleih zu, um das Skimaterial auszuleihen, welches wir die ganze Woche lang gebrauchten, anschließend wurden noch ein paar Einkäufe getätigt, das Abendessen wurde serviert, bei welchem man sagen kann, dass es von guten Köchen stammt, und die restlichen Zeit verbrachten wir im Aufenthaltsraum, welcher uns für das gemütliche Beisammensein, Party machen, Tanzen, Kicker spielen und dem lauten Lachen zur Verfügung stand.

Flachau 2Wie jeden Tag standen das Frühstück um 8.00 Uhr und der Bus um 9.00 Uhr bereit für uns. Die Anfänger hatten in Eben die Chance, mit den Skilehrern die Pisten unsicher zu machen. Der Rest der großen Gruppe wurde dann nochmal in zwei Gruppen verteilt. Die Flitzer wurden Herrn Link zugeteilt und Herr Schenck nahm Rücksicht auf die Schüler, die erst einmal wieder ins Skifahren reinkommen mussten.

Der erste Unfall geschah direkt nach 20 Minuten, doch nach einem kurzen Aufenthalt beim Arzt vergaß man die Schmerzen bei der Après–Skiparty schnell. Die Blicke, die unsere große Gruppe Flachau 3anzog, kann man als fassungslos, erstaunt und gleichzeitig als verstört bezeichnen :D – doch das nicht einfach so!! Es stellte sich gleich am ersten Tag heraus, dass unsere Stufe jene ist, welche am meisten Party machen kann. Die Tische wurden für Männlein und Weiblein zur Tanzfläche umfunktioniert, die Musik wurde durch unseren lautstarken Gesang überboten und es wurde gefeiert wie noch nie! Dass davon nicht nur die Rede bei der Après–Skiparty war, ist ja wohl klar, die gute Laune verbreitete sich noch auf der Heimfahrt, bis hin zum Essenssaal, steckte die Leute an, die nicht dabei waren, und endete letztlich wieder im Aufenthaltsraum.

Der nächste Tag stand an, welcher jeder Einzelne von uns mit einem Frühstück zur Stärkung begann. Die Skiausrüstung im Bus verstaut ging die Fahrt ins Skigebiet los. In kleinen Grüppchen heizten wir die Flachau 4Pisten herunter, wo es verständlich war, dass sich der eine oder andere Urlaubsgast dort bedroht fühlte. Der „Munzenhof“ war nach dem „Dampfkessel“ und unserem Hotel der Aufenthaltsort, an dem wir auch viel Zeit verbrachten. Die Hütte verdiente durch unsere Stufe ein halbes Vermögen, da jeder von uns gerne bereit war, für ein saftiges Schnitzel mit Pommes, eine leckere Gulaschsuppe oder eine heiße Schokolade ein Scheinchen hinzublättern. Außerdem konnte man dort super die Sonne in den Liegestühlen in vollen Zügen genießen.
Jeden Tag war um 15.30 Uhr Treffpunkt am Bus, dort gab uns Busfahrer Mario die Chance für die anstehende Après–Skiparty unser Schuhwerk zu wechseln und los ging‘s. ;) Selbstverständlich feierten wir wieder wie wild. Der „Dampfkessel“ trägt nicht umsonst seinen Namen, denn von triefenden Schuhen, Schweißrändern unter den Armen und müffelnden Burschen oder auch Mädels ließ sich keiner die Laune verderben. Zum Abschied verließen wir den edlen Schuppen mit einer Polonaise, bei welcher wir nicht nur andere Gäste, sondern auch Mitarbeiter des „Dampfkessels“ mitrissen ;)! Mit einem lauten „HUMBA“ verabschiedeten wir uns und kündigten uns direkt für den morgigen Tag wieder an ;)! Auf eine heiße Dusche und ein warmes Abendessen freuten sich alle. Einige unserer Gruppe ließen den Abend entspannt im Schwimmbad des Hotels ausklingen.
Flachau 5Guten Morgen, guten Morgen und der nächste Tag stand an – doch leider mit immer weniger Ski- und Snowboardfahrern. Denn ihnen wurde wohl oder übel ein Strich durch die Rechnung gemacht -> Gründe dafür waren: ein verstauchtes Handgelenk, eine Kopfprellung, Fieber oder mal eben eine glitze kleine Kreislaufstörung:P
Doch alle anderen nutzten weiter das gute Wetter und heizten, heizten und schürten :D!! Tagesabläufe wurden Routine. 12.00 Uhr Treffpunkt im Munzenhof, 15.30 Uhr Treffpunkt am Bus, anschließend die immer noch sehnsüchtig herbeigesehnte Après-Skiparty im „Dampfkessel“ und das herbeigesehnte Abendessen um 19.00 Uhr. Dass der letzte Abend nicht weit entfernt war, bedauerten die meisten, deshalb, ganz klar, wurde noch mal ordentlich auf den Putz gehauen, dummerweise Alkoholflaschen konfisziert, aber trotzdem Party gemacht, bis ziemlich alle tot ins Bett fielen.
Flachau 6Naja, der Freitag musste ja nun mal kommen…, das konnte leider niemand verhindern, leider! Ungefähr die Hälfte der Gruppe genoss also den halben Tag in bzw. auf der Terrasse der Skihütte. Kaiserschmarrn, Schnitzel oder Germknödel wurden noch einmal fleißig in die hungernden Mägen geschaufelt, andere Gäste wurden dagegen nicht von den Schülern verschont, die noch auf den Pisten lauerten.
Um 12.00 Uhr war die Zeit gekommen, in der wir uns am Bus treffen mussten, um die Ski und Snowboards abzugeben und die Heimreise anzutreten. Glücklicherweise wurde die gefühlte 100 Stunden Rückfahrt durch zwei McDonalds-Pausen erträglich gemacht.
Flachau, Mario und allen Lehrern (Herren Imhof, Link, Gräf, Schenck und Frau Walter), die wir auch mal anders kennen lernen durften – VIELEN DANK!!!
P.S Flachau ist viel geiler als Berlin, geiler als Berlin, geiler als Berlin ;) und ich vermisse dich, danke für die herrliche Zeit!

 

Impressionen

 





  
 
 

 

 

 

  Artikel: Lisa Freudenberger

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  Fotos: Lisa Freudenberger

  eingestellt von: Tobias Rösch