img1In dem 6-stündigen Profilfach „Wirtschaft“ am WG in Tauberbischofsheim bekommen die Schülerinnen und Schüler viele wichtige Grundlagen und Kenntnisse mit auf den Weg, die später in der freien Wirtschaft Grundvoraussetzung für jeden Beruf sind. Doch neben all dem theoretischen Wissen darf die Praxis natürlich nicht fehlen.

Durch das zweiwöchige Planspiel „Shirtstore“ konnte die Eingangsklasse WG 11/1 mit einer fiktiven T-Shirt-Firma erste Einblicke in das reale Berufsleben erhalten. Insgesamt 12 Unterrichtsstunden wurden investiert, um einen Betrieb über sechs Perioden zu führen und strategische Entscheidungen zu treffen, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Insgesamt sieben Gruppen versuchten durch den gezielten Einsatz in allen relevanten Unternehmensbereichen die Führung am fiktiven T-Shirt-Markt zu ergattern. Zu jeder Periode erhielten die Gruppen neue Szenarien, in denen die momentane Geschäfts- und Marktsituation kurz geschildert wurde. Anhand dieser Informationen mussten sie ihre unternehmerischen Entscheidungen so treffen, dass möglichst viel Gewinn erzielt oder das Eigenkapital vermehrt wurde.

img1Die Auswertung der vergangenen Periode erfolgte jeweils mit Beginn der nächsten Unterrichtsstunde durch den Klassen- und Wirtschaftslehrer, Christian Link. Dieser wertete die Entscheidungen der Gruppen aus und vergab Schlussbilanzen und die Gewinn-und Verlustrechnung, anhand welcher die Gruppen sehen konnten, ob ihre Strategie zum Erfolg führe oder dem Unternehmen schadete. Dass die einzelnen Strategien jeder Gruppe mehr oder minder großen Erfolg hatten, ließ sich an den anhaltenden Schwankungen der Marktführung gut erkennen.

Da jede Periode eine andere Situation schilderte, war es eine sehr gute Gelegenheit, sein Wissen erneut anzuwenden und, wenn nötig, aufzufrischen, denn neben komplexem Denken und hohem Zeitdruck war auch das Wissen in den Bereichen Marketing und Existenzgründung von Nöten.

img1Neben der Auswertung von Periode 1-6 stand Herr Link seinen Schülern während des kompletten Planspiels mit Rat und Tat zur Seite. Bei Fragen und Unklarheiten war er Ansprechpartner für alle sieben symbolischen Unternehmen.

Als erfolgreichstes Unternehmen des Planspiels 2011 konnte sich das Unternehmen „Der Freak und die Models – Trendstore“ feiern lassen. Die Siegergruppe setzte sich zusammen aus Jacqueline Erbacher, Dominik Bayer, Sophia Wohlfahrt und Lorena Standke.

Als Fazit über die vergangenen zwei Wochen schrieb jede Gruppe ein Feedback, in welchem sie Stellung zum Planspiel nahmen:

Gruppe 1 – „Der Freak und die Model`s Trendstore“
img1„Das Planspiel war äußerst spannend und gab uns persönlich ein gutes Gefühl, den Nervenkitzel, möglicherweise Erster zu sein und alles daranzusetzen, diese Position zu halten oder seinen Vorsprung auszubauen. Nach dem ersten ‚Zocken‘ war klar, dass wir uns eine Strategie überlegen mussten. Nicht nur im Unterricht, selbst danach diskutierten wir weitere Entscheidungen, die sich positiv auswirken könnten. Spekulationen und Taktik waren unsere Mischung zum Erfolg. Die Teamarbeit war für uns dabei sehr wichtig, da wir unsere Entscheidungen untereinander abgesprochen haben. Gemeinsam konnten wir abwägen und unsere Entscheidungen noch einmal überdenken. Als die Ergebnisse der Perioden da waren, analysierten wir, was uns gut gelungen ist und was wir noch verbessern bzw. ausbauen könnten. Nach und nach zeigten sich dann unsere Führungsqualitäten und wir waren stolz auf unsere gemeinsame Arbeit, unser Werk, das wir geschaffen haben. Unser Erfolgsrezept war definitiv, dass wir nicht im Alleingang gehandelt haben und uns immer auf den anderen verlassen konnten. So gelang uns nach und nach die Besteigung der Klippe. Wir haben’s geschafft! Und wir sind traurig, dass es zu Ende ist, denn der Nervenkitzel wird uns fehlen.“
Jacqueline Erbacher, Dominik Bayer, Sophia Wohlfahrt, Lorena Standke

Gruppe 2 – „Zehner Fashion“
img1„Mit viel Interesse, aber wenig Ahnung sind wir in das Planspiel ‚Shirt Store‘ gestartet. Zu Beginn waren wir etwas überfordert, doch mit der Zeit kam das Wissen. Dennoch waren wir nicht übermäßig erfolgreich, worunter unsere Motivation litt. Wir mussten unsere Entscheidungen ändern und andere Strategien anpeilen. Für erfolgreichere Gruppen war das Planspiel sicher erfreulicher. Das soll jedoch nicht heißen, dass es für uns langweilig war.“
Marcel Dietl, Florian Adelmann, Maik Lutz, Julian Zehtner

Gruppe 3 – „Plagiat – overdressed“
img1„Die vielfältige Zusammenarbeit in der Gruppe brachte Abwechslung und war eine interessante Arbeit. Eigene Entscheidungen konnten kritisch hinterfragt werden und Strategien bei Bedarf geändert werden. So konnte man aus Fehlern lernen. Das Planspiel war interessant, da es einen Bezug zur Realität gibt, was für den späteren Beruf von Vorteil sein kann.“
Julia Hendriok, Franziska Öhm, Virginia Templeton, Hannah Ugrai

Gruppe 4 – „intensiv“
img1„Am Anfang des Planspiels traten Unklarheiten auf, die für uns zu Verlusten führten. Den praktischen Teil, den man im Unterricht gelernt hat, konnten wir jedoch gut anwenden und durch die längere Zeitspanne des Planspiels konnten wir uns verbessern. Insgesamt war es interessant und abwechslungsreich.“
Natascha Haberkorn, Nicole Sanchez, Hanna Busch, Julia Reinhart

Gruppe 5 – „Numero Uno“
img1„Das Planspiel in ‚Wirtschaft‘ war eine sehr interessante Erfahrung, da man sah, was alles dazugehört, um ein Unternehmen zu führen. Man konnte aus seinen Fehlern ernen und seine Fähigkeiten in diesen Bereichen verbessern. Die Ergebnisse waren sehr spannend und wir warteten aufgeregt auf die nächsten Wirtschaftsstunden, um zu wissen, wie erfolgreich wir jeweils abgeschnitten haben. Besonders Spaß gemacht haben uns die Strategie, Planungen, das ‚Zocken‘, das Planen und die Spannung auf die nächsten Ergebnisse. Wir würden uns immer wieder freuen, wenn wir ein solches Projekt wiederholen dürften.“
Sebastian Müller, Rouven Hammerich, Zübeyr Yildirim, André Schubert

Gruppe 6 – „unique wear“
img1„Insgesamt fanden wir das Planspiel gut und es hat Spaß gemacht. Wir haben für ein Unternehmen die Verantwortung übernommen und uns mit der Zeit von Periode zu Periode verbessert. Zu Beginn haben wir das Spiel nicht wirklich verstanden, doch mit der Zeit haben wir einiges dazugelernt! Nach jeder Periode haben wir mitgefiebert, bis die Auswertung vorlag, wie wir abgeschnitten hatten, denn wir haben bei jeder Periode ein bisschen ‚gezockt‘ und sind ein Risiko eingegangen (Spielerfrauen ;D). Wir mussten aber auch strategische Entscheidungen treffen, sonst wäre unser Unternehmen – ‚unique wear‘ – untergegangen und wir wären vor der Pleite gestanden. Wir würden so ein Planspiel immer wieder gerne machen, denn es ist eine gute Vorbereitung, wenn man in Zukunft in einem richtigen Unternehmen arbeitet und Entscheidungen treffen muss.“
Viktoria Ermisch, Carolin Keller, Michelle Anton, Julia Standke

Gruppe 7 – „(T)-Shirty-Nator“
img1„Das Planspiel war gut. Es war für uns interessant und hat Spaß gemacht. Aus Fehlern vergangener Perioden konnten wir lernen und es zukünftig besser machen. Das Planspiel bot somit eine willkommene Abwechslung zum Unterricht und ermöglichte uns, unter schwierigen Bedingungen kluge und strategische Entscheidungen zu treffen.“
Philipp Zimmermann, Tobias Treppner, Serpil Polat, Larissa Steinbach

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ArtikelschreiberArtikel: Virginia Templeton Mailvirginia [dot] templeton [at] gmx [dot] de
ArtikelschreiberFotos: Virginia Templeton