img1Am Mittwoch, von 07:30 Uhr – 09:00 Uhr, durften wir im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts des Wirtschaftsgymnasiums, Klasse 11/1, zwei Damen des „Caritasverbandes Im Taubertal e.V.“ begrüßen: Frau Brigitte Ditter, Abteilungsleiterin, und deren Kollegin, Diplom-Sozialpädagogin Kristina Kreuzer-Konrad. Zuerst bekamen wir eine kleine Einführung von Frau Ditter. Sie erzählte uns etwas über die Caritas selbst, über die 450 Mitarbeiter und deren Tätigkeiten. Angeboten werden unter anderem Eheberatung, Schuldnerberatung und die Schwangerschaftskonfliktberatung, mit welcher wir uns in den folgenden 90 Minuten auseinandersetzten. Frau Ditter, welche sich in der Schwangerschaftskonfliktberatung engagiert, brachte uns näher, in welchen Bereichen sie den werdenden Müttern, die zur Beratung kommen, Hilfe anbietet, sie erklärte, wie der Schwangerschaftsabbruch das Leben und die Psyche der Mutter beeinflusst und legte uns auch immer wieder ans Herz, dass die Beratung „ergebnisoffen“ sei – es wird also kein Druck oder Zwang auf die Schwangere und deren Angehörige ausgeübt, es steht ausschließlich das Wohle des img1Kindes und der Mutter im Vordergrund. Neben dem Abbruch bieten sich auch noch weitere Möglichkeiten an, die es Frauen ermöglichen, ihr Kind nach der Geburt abzugeben. Eine dieser Möglichkeiten wäre zum Beispiel die allseits bekannte Adoption. Ein weiterer Weg wäre die „Anonyme Adoption“. Die Schwangere hat somit die Möglichkeit ihr Kind auf die Welt zu bringen, ohne dass es deren Eltern oder der Lebensgefährte zwangsläufig erfahren müssen. Anschließend wird es zur Adoption freigegeben.

Nach dem ersten sehr informativen Unterrichtsblock von Frau Ditter übernahm ihre Kollegin, Frau Kreuzer-Konrad, das Wort. Von ihr bekamen wir erklärt, wie es erst gar nicht zu einer Schwangerschaftskonfliktberatung kommt, nämlich durch die richtige Verhütung. Um ein paar mögliche Verhütungsmittel vorzustellen, machte die Klasse ein Rollenspiel: In Kleingruppen sollte ein zugeteiltes Verhütungsmittel bearbeitet und anschließend vorgestellt werden. Frau Kreuzer-Konrad spielte dabei ein 16-jähriges Mädchen, welches wir durch unsere Präsentation überzeugen sollten. Als Unterstützung und zu besseren Veranschaulichung brachten die Damen der Caritas den „Verhütungskoffer“ mit. img1Wie der Name schon sagt, befanden sind in diesem Koffer viele verschiedene Verhütungsmittel und ähnliches. An den Präsentationen fanden alle großen Gefallen: egal, ob rote Köpfe, Schweißausbrüche oder souveräne Leistungen – von allem war etwas dabei! Ich werde wohl im Namen aller sprechen, wenn ich sage, dass die 90 Minuten sehr aufschlussreich und informativ waren. Es war ein Thema, das jeden von uns betreffen könnte. Es ist wirklich wichtig, über solche Dinge zu sprechen, sowohl über die richtige Verhütung als auch über eine Schwangerschaftskonfliktberatung.

An dieser Stelle geht mein Dank an Frau Ditter und Frau Kreuzer-Konrad, die sich Zeit nahmen und unsere Religionsstunde zu einer ganz besonderen machten. Vielen Dank vor allem aber an unsere Lehrer, Herrn Tapparelli, Herrn Pandzic, die dieses Treffen organisierten und in die Wege leiteten. Danke auch an Herrn Link, der seiner Religionsgruppe die Möglichkeit gab, bei dem Vortrag anwesend zu sein.

ArtikelschreiberArtikel: Virginia Templeton Mailvirginia [dot] templeton [at] gmx [dot] de