Über die Studienfahrt, die in der Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums alljährlich ansteht, hört man ja so einiges, vor allem über den Aufenthalt in Flachau. Dass sich diese Geschichten bewahrheiten würden, hätte von uns allerdings kaum jemand gedacht.
img1Schon die Busfahrt war der absolute Wahnsinn: Musik, gute Laune und auch das ein oder andere alkoholische Getränk schmückten die ca. 7-stündige Fahrt aus, langweilig wurde keinem, denn dieser erste Vorgeschmack auf die Zeit, die uns nun erwarten würde, kostete jeder voll aus!
In Flachau angekommen, bezogen wir erst einmal unser Hotel, dann ging es gleich weiter zum Skiverleih, den wir ganz schnell zu unserem eigenen, internen Après-Ski umfunktionierten: die Musik im Bus wurde aufgedreht, es wurde gesungen, gelacht und getanzt, was das Zeug hielt. Unsere kleine Feier zog viele Blicke auf sich, sowohl verwirrte als auch belustigte!
Die Skiausrüstung war verpackt und der Bus war bereit zur Weiterfahrt, denn jetzt hieß es: ab zum Dampfkessel!
Unwissend, und auch ein wenig aufgeregt, stapften wir durch den Schnee, den „Dampfkessel“ schon vor Augen, und was uns dort erwartete – damit hat beim besten Willen niemand gerechnet: Von der Feierlust gepackt, starteten wir eine Polonaise durch das komplette Lokal! Doch nicht nur wir, sondern auch die anderen Gäste hatten dabei ihren Spaß, da wir niemanden verschonten. Willkürlich rissen wir die klatschenden Leute von ihren Sitzen, und schleusten sie kurzerhand mit ein, ob sie wollten oder nicht! ;)
Nach ein paar Runden ließen wir uns nieder, um die ausgetrockneten Kehlen wieder zu befeuchten, doch beim Anblick der Preisliste war so manche trockene Kehle schnell vergessen. img1Außerdem blieb kaum Zeit zu trinken, denn das Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim, vor allem aber der weibliche Teil, stürmte die Theke, machte aus ihr eine Tanzfläche, und es wurde getanzt ohne Unterlass. Dem „Dampfkessel“ wurde an diesem Montag so richtig eingeheizt!
Auf der Rückfahrt zum Hotel war es im Bus leiser, was aber nur an dem Ausbleiben einiger Stimmen lag. Frisch geduscht und gestärkt ging die Feierei im Aufenthaltsraum des Ebhofes weiter mit Limbo, Musik und ausgelassener Stimmung.
Nach nur wenig Schlaf hieß es morgens um 09:00 Uhr dann ab auf die Piste. Es wurden Ski- und Snowboardgruppen gebildet, die Könner und die Anfänger, auch diese wurden wiederum aufgeteilt, und schon ging es los.
Am ersten Tag war vor allem der „Idiotenhügel“ sehr beliebt bei den Anfängern, doch eine andere Hürde, neben dem Skifahren, war das Fahren mit dem „Schlepplift“, denn das Prinzip hatte nicht gleich jeder verstanden!

Um 12:00 Uhr trafen sich dann alle gemeinsam zum Mittagessen im „Munzenhof“ und ließen sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Es ging dann weiter, und auch die Anfänger trauten sich nun ebenfalls auf die Piste, mit mehr oder minder großem Erfolg. Um 16:00 Uhr kamen wir, wie jeden Tag, zurück zum Bus und anschließend weiter zum Après-Ski, allerdings nicht für alle, da einige lieber zurück zum Hotel wollten. Im „Dampfkessel“ ging es wie immer heiß her: die Menge tobte, die Kneipe bebte und die Stimmung stieg ins Unermessliche.
Es folgte das allabendliche Programm, welches sich aus Duschen, Essen und Feiern zusammensetze, doch diesen Abend passierte etwas weniger Erfreuliches: ein gewisser junger Mann sprang an den Türrahmen, knallte mit dem Kopf an die Kante, und die Soße lief. Frisch verarztet und 4 Alkoholflaschen leichter, endete auch dieser Zwischenfall glimpflich.
Es folgte, tagein, tagaus, dasselbe Programm: Skifahren, Après-Ski und Ebhof-Party, doch einige erwähnenswerte Zwischenfälle gab es dennoch: Micky Krause war in Flachau und wir waren natürlich dabei! Wir warteten ewig auf den selbst ernannten „Kaiser von Mallorca“, diese Zeit überbrückten wir allerdings geschickt mit Tanzen und Trinken. Als er dann endlich kam, spielte er unseren absoluten Lieblings-Flachau-Hit „Ich bin solo!“, welcher sowohl im Bus als auch in den Zimmern rauf und runter lief, und der Busfahrer riss sich spontan die Kleidung vom Leib. Nach 3 Liedern und unzähligen geschmacklosen Witzen war sein Auftritt auch schon wieder vorbei! Auch dieses Jahr beehrte das WG einen ansässigen Arzt, da ein Mädchen auf der Piste stürzte, kurze Zeit bewusstlos war und eine Gehirnerschütterung als Andenken an Flachau behielt. Schmerzende Steißbeine, blaue Flecken und die üblichen Wehwehchen waren natürlich auch bei unserer „Studienfahrt“ gang und gäbe, doch ein Ereignis störte die Harmonie dieser Woche: Am Donnerstag wurde das für uns zulässige Skigebiet von einer Gruppe Snowboard-fahrender Herren ausgedehnt: unerlaubterweise fuhren diese in das angrenzende Skigebiet „Flachau Winkel“. Natürlich flog das Ganze durch einen dummen Zufall auf, die Skipässe wurden abgenommen, und auch ein Après-Ski -Verbot folgte als Strafe für die Ausreißer.
img1Freitags wurde dann noch ein halber Tag auf der Piste verbracht, und alles ging von vorne los: Zwischenstopp beim Skiverleih, nur wurden diesmal die Skier nicht ausgeliehen, sondern zurückgegeben, zusätzlich gab es Komplimente für die stimmungsvollen Tage im „Dampfkessel“, es gab eine weitere Privatparty im Bus und der Alkohol floss erneut. Als kleines Unterhaltungsprogramm jagten wir kurz vor München den FC Bayern Bus, allerdings erfolglos. Nach 7-stündiger Busfahrt kamen wir dann also an, und wurden von unseren Eltern empfangen.
Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Lehrer, Herr Mader, Herr Dambach, Herr Mulz, Herr Klingert und Herr Link, die uns das ganze Spektakel überhaupt ermöglicht haben. Wir danken ihnen sehr und hoffen, dass sie auch für die folgenden Jahrgänge eine so tolle Woche organisieren werden!
Die 5 Tage in Flachau waren ein absolutes Highlight unserer bisherigen und kommenden WG-Karriere. Sie schweißten zusammen, wir hatten unheimlich viel Spaß und würden es immer wieder tun!! ;)

 


 
  



 
 
 
   

 

ArtikelschreiberArtikel: Virginia Templeton MailVirginia [dot] templeton [at] gmx [dot] de