Abgesehen von den Schokoladenweihnachtsmännern in den Supermärkten erinnert noch nicht viel an das Weihnachtsfest und auch dass ich bei herrlichem Sonnenschein und 20° dabei bin einen Schuhkarton in Weihnachtspapier einzupacken hat weniger mit der Klimaerwärmung zu tun als mit meinem Vorsatz dieses Weihnachten eine gute Tat zu vollbringen.

In meinem Karton befindet sich alles, was ein Kinderherz begehrt wie Spielzeug, Süßigkeiten und Malutensilien. Aber auch Schulmaterial, eine Zahnbürste und Zahnpasta, wobei in Deutschland wohl kaum ein Kind einen solchen Wunsch zu Weihnachten äußern würde. Mein Schuhkarton geht allerdings auch nicht an den nächsten deutschen Kindergarten sondern auf eine weitere Reise nach Rumänien, Bulgarien oder in ein anderes Land der 115 Länder, die jährlich die Weihnachtsgrüße der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ erhalten.

Mit dem Ziel notleidende Kinder eine Freude zu machen wurde diese Aktion 1990 von dem walisischen Christ Dave Cooke gegründet. Nachdem Rumänien sich von seinem Diktator Nicolae Ceausescu befreit hatte, herrschte im ganzen Land Armut. Etliche Kinder lebten unter unmenschlichen Bedingungen in überfüllten Kinderheimen. Um zu helfen und den Kindern zu zeigen, dass man sie nicht vergessen hatte, mobilisierte Dave Cooke tausende von Mitbürgern, die zum ersten Mal Weihnachtsgeschenke in insgesamt 3.000 Schuhkartons packten und diese in ganz Rumänien verteilten.

Hiermit löste er eine Bewegung aus, die wie eine Welle über ganz Großbritannien schwappte und 1996 auch Deutschland, Österreich und die Schweiz erreichte. Jährlich bildet sich seine Gruppe aus Freiwilligen die bis November Pakete packt oder beim Sammeln, Sortieren und Verteilen dieser Weihnachtsgeschenke hilft. Im letzten Jahr gingen allein von Deutschland und Österreich aus 494.901 Weihnachtspäckchen auf die Reise um Kindern in Not Liebe zu schenken.  Diese Päckchen können der Armut natürlich kein Ende setzen, aber sie hinterlassen eine bedingungslose, unvergessliche Wirkung in den Herzen der Kinder.

Wie packe ich einen Schuhkarton? (Youtube-Video)

Mitmachen kann jeder, egal ob er sich für die Aktion engagiert oder selbst einen Schuhkarton packt. Ein solcher Schuhkarton sollte in etwa 30x20x10cm groß sein. Bis zum 15. November müssen die Päckchen an einer Sammelstelle abgegeben werden. Die Adressen der Sammelstellen findet man auf der Homepage der Aktion. Um den Transport zu finanzieren, wird man gebeten dort 6€ mit dem Schuhkarton abzugeben. Bevor es zum Geschenkeeinkauf geht, sollte man überlegen, wer das Geschenk bekommen soll. Neben den Geschlechtergruppen gibt es noch die Altersgruppen 2-4, 5-9 und 10-14 Jahre. Hierfür gibt es ein Etikett zum Ausdrucken, das angekreuzt und auf den,  in Geschenkpapier eingepackten Schuhkarton geklebt wird.  Der Inhalt eines Kartons kann aus den unterschiedlichsten Sachen zusammengestellt werden. Wichtig ist allerdings, dass die Geschenke neu sind.

 

 

 

Quelle: http://www.geschenke-der-hoffnung.org/

Debora Eger

Debora Eger

Debora Eger besuchte seit 2011 das Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim und machte dort 2014 ihr Abitur. Sie trat sofort in die Schülerzeitung "Financial T('a)ime" (FT) ein und übernahm gleich die Verantwortung des Controllings. Schon ein Jahr später wurde sie Chefredakteurin, in diese Zeit fallen außergewöhnliche Erfolge der FT: Erscheinen der Printausgabe, Kooperation mit der Universität Würzburg, Aufenthalt als Deutsch-Botschafter in Holland mit Gegenbesuch und Empfang einer chinesischen Delegation der FT-Partnerschule (Eliteschule) Shenzhen bei Hongkong.
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