Frau Kuch zum Abschied:

Ich habe seit 01. April 1981 im Sekretariat der Kaufmännischen Schule gearbeitet.  Wenn im September das neue Schuljahr begonnen hatte, mussten sämtliche Klassen eingeteilt sein.  Die Klassenlisten hingen dann am ersten Schultag  im Eingangsbereich.  Früher hatte ich auch oft nach Absprache mit meinem jeweiligen Chef die Klassen zusammengestellt,  Schülerakten und Notenlisten nach der Einschulung der Schüler im Herbst angelegt.  Die Schulstatistik, die jährlich vom Statistischen  Landesamt in Stuttgart angefordert wurde, erstellte ich im Oktober.  Nach den  Weihnachtsferien wurden  dann die Noten für die Halbjahreszeugnisse im Computer eingegeben und die Halbjahreszeugnisse gedruckt. In der Zeit vom 01. Februar bis 01. März konnten  sich die neuen Schüler für das nächste Schuljahr bewerben. Danach musste man das schriftliche Abitur, das ja immer schon im April stattfand, vorbereiten. Im Mai, Juni und Juli fanden die Abschlussprüfungen zuerst an der Kaufm. Berufsschule, dann am Berufskolleg und an der Wirtschaftsschule statt. In diesen Monaten waren dann auch sämtliche Protokolle für die mündlichen Prüfungen vorzubereiten. Am Schuljahresende wurden im Sekretariat alle Jahreszeugnisse für die Schüler angefertigt.  Zu dieser Arbeit hatte ich täglich noch Sekretariatsarbeiten wie Telefonate, Schulbescheinigungen und Auskünfte für Lehrer und Schüler zu erledigen.  Am Anfang meiner Tätigkeit im Sekretariat der Schule musste ich noch viele Briefe für den Schulleiter scheiben. Zu meiner Arbeit gehörte es auch,  sämtliche Rechnungen für den Haushalt der Schule beim Landratsamt anzuweisen.  Es war zu jeder Jahreszeit  ein ausgefüllter Arbeitstag und ich habe alle Arbeiten mit Freude erledigt.  Für mich gab es während der vergangenen 31 Jahre Schul-Einsatz keinen einzigen Tag, an dem ich nicht gerne an meine Arbeitsstelle gegangen bin. Es war immer interessant mit Lehrern, aber auch mit Schülern zu kommunizieren. 

Friedhilde Kuch

 

Worte des Schulleiters:

Die Ära „Kuch“ an unserer Schule geht zu Ende.
Im Rahmen einer Gesamtlehrerkonferenz  wurde sie vom Schulleiter, Herrn OSTD Deeg, dem ÖPR- Vorsitzenden, Herrn OSTR Berthold Fünkner,  und der Schülervertreterin Virginia Templeton in die wohlverdiente Altersteilzeit verabschiedet.

 
Frau Kuch war, nach einigen Jahren im Flurbereinigungsamt, seit  01. April 1981, also 31 Jahre und zwei Monate,  als Sekretärin an der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim tätig. Damit war sie länger im Dienst  als die meisten der Lehrerkolleginnen und – kollegen.
In dieser langen Zeit hat sie unter fünf Schulleitern gearbeitet.
Herr Deeg betonte in seinen Abschiedsworten, dass manche sich noch gar nicht vorstellen können, wie die Schule ohne Frau Kuch laufen soll.
Er charakterisierte das erfolgreiche Wirken und das hohe Engagement von Frau Kuch mit folgenden Schlagworten:

 

–          Als Sekretärin alter Schule war sie bestens mit der Schreibmaschine vertraut.

–          Sie hat sich selbständig in die EDV-Software, wie Word und Excel, eingearbeitet.

–          Zusätzlich hat sie sich in vier Schulverwaltungsprogramme eingearbeitet und diese souverän beherrscht.

–          Sie war  außerordentlich zuverlässig und exakt.

–          Eigenverantwortlich und zügig hat sie die anfallenden  Arbeiten und die vieler Kolleginnen und Kollegen,
als  Beispiel sei nur die Zeugnisschreibung genannt, erledigt.

–          Sie war allwissend in den meisten Schulangelegenheiten.

–          Sie hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Nöte der Schüler und Kollegen.

–          Notfalls hat sie aber auch mit Nachdruck die Kolleginnen und Kollegen an Termine und Abgaben erinnert.

 Kurz gesagt:
Sie war der Fels in der Brandung des Schulalltags.
Herr Deeg dankte Frau Kuch für ihre erfolgreiche Tätigkeit, ihre  Zuverlässigkeit und ihr hohes Verantwortungsbewusstsein auch im Namen des Schulleitungsteams und der Kolleginnen und Kollegen.

 Für den nun beginnenden neuen Lebensabschnitt wünschte er Frau Kuch gute Gesundheit, ein Mehr an Freizeit und Muße und viel Spaß und Freude mit ihren zwei Enkeln.
Das Lehrerkollegium brachte seinen Dank und seine Anerkennung durch Überreichung eines Blumenstraußes und stehende Ovationen zum Ausdruck.
Schulleitung

 

Worte des ÖPR:

Wir danken unserer lieben und geschätzten Sekretärin Friedhilde Kuch für die vielfältige Unterstützung und Hilfe, die das Kollegium über 30 Jahre hinweg erfahren durfte.

Durch ihren akkuraten und exakten Arbeitsstil hat sie sich großen Respekt und Anerkennung erworben. Insbesondere bleibt sie als „lebender Terminkalender“ in Erinnerung, weil sie immer rechtzeitig darauf hinwies, wenn noch eine wichtige Aufgabe zu erledigen war.
Wir wünschen Frau Kuch alles erdenklich Gute für die schulfreie Lebensphase, viel mehr Zeit und Muße für ihre Familie und noch lange Jahre beste Gesundheit.
Auch in Zukunft ist sie ein gern gesehener Gast bei allen unseren Feierlichkeiten, Ausflügen und auch ohne Anlass einfach nur so in „ihrer“ Schule.

 

Für den ÖPR
Berthold Fünkner

 

Worte der Schülersprecherin:

Auch im Namen aller Schülerinnen und Schüler ein herzliches „Dankeschön“ an Frau Kuch. Wir alle wissen ihr Engagement und den Einsatz, welchen sie uns in den vergangenen Jahren entgegengebracht hat, sehr zu schätzen und wissen auch, dass dies keine Selbstverständlichkeit war!
Wir wünschen Ihnen, Frau Kuch, eine schöne Zeit und alles Gute für die Zukunft J

Virginia Templeton, Schülersprecherin

 

 

Vollkommener Durchblick seit drei Jahrzehnten!

Seit dem 1. April 1981 kann sich die Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim glücklich schätzen Frau Kuch als Sekretärin zu haben, doch der Tag ihrer Einstellung ist nun schon seit 32 Jahre Vergangenheit. Bevor sie an unsere Schule gekommen war, arbeitete sie 13 Jahre beim Flurbereinigungsamt, doch als ihre Tochter geboren wurde, wollte sie dieser zuliebe bald nur noch halbtags berufstätig sein und erfuhr dann durch Zufall und einem Hauch von Schicksal von der freien Stelle als Sekretärin an unserer Schule. Die ersten fünf bis sechs Jahre arbeitete sie mit ihrer Vorgängerin  zusammen, um Stück für Stück  den Ablauf in einem Schulsekretariat zu verinnerlichen und um immer mehr Arbeit zu übernehmen. Doch der Tagesablauf in der Schule und das Aufgabenfeld der Schulsekretärin war für Frau Kuch wie ein  maßgeschneidertes Kleid, da ihr die Arbeit schon nach kurzer Zeit leicht von der Hand ging und sie jede Menge Leidenschaft entwickelte. 1985 wurde in der Schule dann die Arbeit am PC aufgenommen und für langwierige Arbeiten, wie das Erstellen von Stundenplänen an riesigen Stundentafeln, wie es Frau Kuch noch aus alten Zeiten kennt, wurde ein System entwickelt, um Zeit zu sparen. Doch trotz solcher Erleichterungen war die Arbeit immer, ich zitiere: „wahnsinnig abwechslungsreich!“. Doch wie ist es möglich vier Schularten (Wirtschaftsgymnasium, BK I/II, Kaufmännische Berufsschule, Wirtschaftsschule) mit so vielen Schülern mit solch einem Durchblick zu organisieren? Nach Frau Kuchs Leichtigkeit bei der Arbeit zu urteilen, scheint das aber gar nicht so schwierig zu sein! Sie selbst sagt, dass es eines der wichtigsten Dinge sei, das Vertrauen der Schüler zu bekommen, ihnen dabei aber Zeit zu geben. Doch das alleine organisiert ja keine Schule, also ist auch der Spaß an der Arbeit, klare Linien im Schulalltag, die Absicherung durch das Arbeiten mit einem „Puffer“, die Organisation durch Listen, Schnelligkeit und Leidenschaft der Schlüssel zum vollkommenen Durchblick. Um aber auch eine Ansprechperson für die Schüler zu sein, sollte man nach Frau Kuchs Worten auch das Verhalten dieser verstehen und verinnerlichen, um damit auch Fehler verzeihen zu können. Schwierig ist das aber nicht, denn jeder war einmal jung und somit auch Schüler!

Doch bei dieser Sekretärin liegt das Talent für die Organisation und Buchhaltung wohl in den Genen, denn schon auf der Handelsschule, welche sie von 1966 bis 1968 besuchte, hatte sie in dem Fach „Buchhaltung“ eine Eins. Aber auch die perfektionistische Ader und die „Multi-Tasking-Fähigkeit“ wurden ihr quasi in die Wiege gelegt, denn so etwas eignet man sich nicht an, sondern man hat es einfach im Blut.  Als Ansprechpartnerin für jeden gehört natürlich auch besonders der Kontakt zu den Lehrern im Alltag dazu. Frau Kuch sagt selbst, „durch diese Zusammenarbeit lernt man, sich gegenseitig zu schätzen“, da die Lehrer auf die Sekretärin, aber die Sekretärin auch auf die Lehrer angewiesen sei, um sich beispielsweise weiterzubilden und Neues zu lernen. 

Heute, nach mehr als drei Jahrzehnten, kommt es natürlich vor, dass Schüler von früher heute tatsächlich Lehrer an der Kaufmännischen Schule sind und Frau Kuch kennt von einigen quasi die „Schülerausgabe“ und die „Lehrerausgabe“, kein Wunder bei dreißig Jahren Tätigkeit!

Das, was ich bei meinem Gespräch mit Frau Kuch am erstaunlichsten empfand, war, dass diese die Liste aller Abiturienten seit 1985 nicht nur als eine Akte mit Namen betrachtet, sondern sie kann tatsächlich immer noch fast jedem Namen eine Person, einen Ort, beides oder etwas dergleichen zuordnen und genau das empfinde ich als Leidenschaft bei dem, was man tut! Doch wie es das Schicksal so will, ist Frau Kuch seit Ende dieses Monats  leider nicht mehr die „Gute Fee des Hauses“, da sie sie leider ihren vorzeitigen Ruhestand antreten wird. Das heißt, eine Ära geht nun zu Ende und die Nachfolgerin, Frau Monika Borst, wird nun in Zukunft etwas weiterführen, was drei Jahrzehnte lang in ein und derselben Hand lag. Glücklicherweise ist in Sekretärin Volkert für die notwendige Kontinuität gesorgt, um unsere fabelhafte Organisation müssen wir uns also keine Sorge machen!

Ich verabschiede mich hiermit von einer sehr qualifizierten und warmherzigen Sekretärin, die stets das wichtige Bindeglied aller an unserer Schule war…

Vielen Dank für all Ihr Engagement!

 

Artikel: Natascha Haberkorn
natascha [dot] haberkorn [at] gmx [dot] de
Fotos: Klaus Schenck

 

Unsere neue Sekretärin:

Hallo,

mein Name ist Monika Borst. Ich bin verheiratet und habe einen 11-jährigen Sohn. Bevor ich zur Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim kam, habe ich im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Bereich Tourismus, gearbeitet. Ich mag Beachvolleyball, Brennball (die schwedische Version), Walken und Bücher. Außerdem organisiere ich mit zwei Freundinnen das Sommerferienprogramm von Wittighausen, singe in unserer Kirchenband und bin ab und zu im Service tätig. Sehr wichtig sind für mich meine Familie und meine Freunde. So ist mein Terminkalender neben meiner beruflichen Tätigkeit immer gut gefüllt.

Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben, die Kollegen im Sekretariat/Rektorat, die Schüler, das Lehrerkollegium und alle, mit denen ich zu tun haben werde. Es wird natürlich sehr schwer Frau Kuch zu ersetzen, da sie die Messlatte doch sehr hoch gehängt hat. Aber mit Hilfe aller Beteiligten werden wir das schon schaffen. Dafür und für die nette Aufnahme in der Schule möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Monika Borst