Mit Speck fängt man Mäuse, mit Weißwurst lockt man Zuschauer. Das war die Grundidee der Herren-Mannschaft des TC Tauberbischofsheim. Und die Rechnung ging auf. Auf der Terrasse saß die Schar der Weißwurst-Esser und ihnen wurde einiges geboten. Auf der Tauber-Seite der Tennis-Anlage machten die TC Damen mit Höpfingen meist kurzen Prozess, auf der Stadtseite war es deutlich spannender und kampfbetonter. Der TC Ittlingen erwies sich, auch wenn in der Tabelle weiter unten, als harte „Tennis-Nuss“. Erfolgreiche „Nuss-Knacker“ waren Jochen Häfner, Pierre Schmiedecke, Daniel Haub und Marco Hauser, an der „Tennis-Nuss“ verbissen sich im Einzel Lucian Petre-Viziru und Lukas Fleck. Im Doppel mussten weiter „Tennis-Nüsse“ für einen klaren Sieg geknackt werden, dies gelang erfolgreich Häfner/Haub und Fleck/Hauser. Mit 6 : 3 blieb der Sieg in der „Tauber-Tennis-Anlage“. Insgesamt ist die Saison für die Herren eine Erfolgsgeschichte, drei Aufstiege hintereinander und jetzt einen unteren Platz im Mittelfeld.

Nachdem im letzten Jahr die „Tauber“-Damen die Damen von dem TSV Frankonia Höpfingen überraschend klar mit 8 : 1 besiegten, waren diese gewarnt und brachten noch Unterstützung mit, die jeden Erfolgspunkt deutlich beklatschten. Da aber Siegespunkte zählen, ob beklatscht oder nicht, half alle Anfeuerung nichts, wieder ging es für Höpfingen düster aus, mit einer erneuten 1:8-Niederlage im Kofferraum ging es für sie wieder zurück. Die Siegespunkte für Tauberbischofsheim lieferten Steffi Linhart, Julia Fröhleke, Sandra Popp, Lara Hucklenbruch, Anna Schmitt, im Doppel noch Julia Vogt.

Den Sonnenschein über sich, die Siegeszuversicht in sich, so empfingen die Herren 65 die Gäste vom TC Brühl. Und am Ende wurde aus Zuversicht Gewissheit: 8 : 1 siegten Reiner Hammer, Bernhard Heß, Gerd Gotthardt, Lothar Döring, Otmar Schäfer und August Horn, der aber aus lockerer Siegeszuversicht in den harten Kampfmodus schalten musste: abgewehrter Matchball, 9 : 9 im Match-Tiebreak, Spannung pur, finaler Punch zum 11 : 9. Alle Einzel in der Siegestasche! Jetzt zogen die Gäste ihre Joker: zwei neue Spieler, so ging ein Doppel verloren. Das sah man am „Tennis-Tauberstrand“ sportlich locker, entscheidend jedoch ist das letzte Punktspiel beim Mitfavoriten Seckach/Osterburken, die Chance auf den Gruppensieg wurde dank all der Siege gewahrt.

Selbst ohne die stärkende Tauber-Luft sind Tennis-Siege möglich. Mit der imaginären Aufschrift am Wagen „Achtung! Tennis-Jugend an Bord! Abstand halten!“ ging es relativ früh nach Schwetzingen. Mit Respekt und Optimismus sah die U12 gemischt den Spielen entgegen. Magnus Popp und Julius Hauser fackelten nicht lange und hatten schnell die Einzelsiege in der Tasche, Anna-Maria Eisenhauer erzwang ihren Sieg erst im Match-Tiebreak und Leni Uhl verlor, also 3:1-Führung im Einzel. Was so gut im Einzel klappte, machten Popp/Hauser gleich zackig im Doppel, der 4:2-Erfolg wurde dann sicher nach Tauberbischofsheim „zurückgefahren“.

Bei den U16 „Mädels“ hilft auch alle Tauber-Luft noch nichts. Carolin Kuhn, Mia Dietz, Emilia Hauser und Emma Schäfer mussten sich mit 0 : 6 dem TSV Assamstadt geschlagen geben. Die Niederlagen heute sind Herausforderung für angestrebte Erfolge morgen – so die anpackende Tennis-Sicht.

Auch bei den Herren 40 fehlte in Walldürn die Tauber-Luft. Sie verloren 3 : 6, die drei „Ehrensiege“ brachten Axel Vogt, Volker Schäfer im Einzel und zusätzlich die beiden im „Doppelpack“ in den „Kasten“. In Tränen brachen die Herren nicht aus, sie hatten ihre Tabellenspitze verteidigt: dumm gelaufen in Walldürn, siegreich gelaufen in der Saison, damit konnte man gut leben!

Kl-Sk

Bild:

Jochen Häfner in seinem Sieges-Spiel

Foto: Klaus Schenck