Mein Name ist Laura Schmitt, ich bin 16 Jahre alt und spiele seit acht Jahren Klarinette, seit vier Jahren in der Musikkapelle Vilchband. Ich habe schon bei der ersten Auflage des KJBO im Jahr 2016 teilgenommen und war seitdem jedes Jahr dabei. 

Das KJBO ist ein Ereignis, auf das man sich das ganze Jahr freut. Es ist zum festen Bestandteil meiner Osterferien geworden, und ich bereue es kein bisschen, jetzt schon vier Mal eine Woche meiner Osterferien für dieses Projekt genutzt zu haben.

Was ich besonders am KJBO schätze, ist, dass viele Musikerinnen und Musiker unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen, um gemeinsam zu musizieren. Und diese Tatsache stellt sicherlich auch die größte Herausforderung dar, denn die meisten der Musiker und Musikerinnen haben in ihren Musikvereinen ein unterschiedliches Verständnis von Musikgestaltung erlernt, und es gilt, diese Vorstellungen zu vereinen, um einen homogenen Klang im Orchester zu erschaffen. Und dabei wird durch den/die Dirigenten/-in (2016-2017: Walter Ratzek; 2018- : Julia Köstlin) jedem Musiker seine eigene Verantwortung bewusst gemacht, richtig „in das Orchester rein zu hören“ und gleichzeitig auf Vorgaben des/der Dirigenten/-in, aber auch auf das Spiel der anderen Musiker zu achten.

Man wird also für seinen eigenen Klanganteil im Orchester sensibilisiert. Und jenes Gefühl für den Klang des eigenen Spiels ist etwas, was man meiner Meinung nach in einem Orchester wie dem Kreisjugendblasorchester besonders leicht erlernen kann.

Die Teilnahme am KJBO Main-Tauber kann also einen großen Anteil an der Entwicklung der eigenen musikalischen Fähigkeiten haben, und daher würde ich jedem, der Spaß an Musik hat und sich musikalisch weiterentwickeln will, eine Teilnahme empfehlen.

Artikel: Laura Schmitt

 

Ich bin Christina, 16 Jahre alt, und durfte dieses Jahr beim KJBO ein Piccolo-Solostück spielen. Seit zehn Jahren spiele ich Querflöte, seit vier Jahren Piccolo und seit einem Jahr E-Bass.

Dass ich dieses Jahr gleich ein ganzes Solostück spielen durfte, hat mich zwar überrascht, kam mir aber sehr gelegen, da ich dieses Jahr auch in meiner Musikkapelle, der Musikkapelle Vilchband, zum ersten Mal ein Piccolo-Solostück gespielt habe. Das Konzert meiner Musikkapelle fand eine Woche vor der KJBO-Probephase statt. So konnte ich mich mit meinen Ansatz- und Tonübungen gleich für drei Konzerte vorbereiten.

Die Probephase empfand ich dieses Jahr als die stressigste bisher, weil wir mehr Stücke in der gleichen Zeit einüben mussten. Trotzdem melde ich mich selbstverständlich nächstes Jahr wieder an und hoffe wieder auf zwei erfolgreiche Konzerte.

Aus meinem Ort, Vilchband, sind elf Musiker dabei gewesen, die ich in den letzten vier Jahren alle zum Mitmachen überzeugt habe, und ich freue mich darauf, nächstes Jahr nochmal mehr mitbringen zu können. Für die Weiterentwicklung unserer Orchester und Kapelle in Vilchband ist es meiner Meinung nach wichtig, wenn die jungen Schüler die Erfahrung, im KJBO zu spielen, mitnehmen. Ich habe darin so viel gelernt, was ich im restlichen Jahr in der Musikkapelle anwende, und ich hoffe darauf, dass der Nachwuchs das Gleiche macht und unsere Orchester und Kapelle somit besser werden.

 Das KJBO ist jedes Jahr mein musikalisches Highlight, das Zusammenspiel und die Gemeinschaft im Orchester, die professionelle Dirigentin, die tollen Stücke, das große Publikum, die gute Dozentin, auf all das freue ich mich seit der ersten Stunde.

 Mein nächstes Ziel auf meiner musikalischen Laufbahn wird sein, mein Musik-Abitur auf der Querflöte zu absolvieren. Die Erfahrungen mit dem KJBO haben hieran sicher Anteil genommen.

Artikel: Christina Neuper

Alle Fotos: Frank Mittnacht