Mein Name ist Max und ich erlerne den Beruf „Werkstoffprüfer“. Aktuell befinde ich mich im ersten von insgesamt dreieinhalb Ausbildungsjahren. Da bestimmt nur wenige bisher von der Ausbildung zum Werkstoffprüfer gehört haben, mich zuvor eingeschlossen, möchte ich euch das Berufsbild näherbringen.

Als Werkstoffprüfer prüft man, wie der Name schon sagt, verschiedene Werkstoffe auf ihre Eigenschaften. Dies kann die Härte, Zugfestigkeit, Zähigkeit oder viele andere charakteristische Werkstoffeigenschaften sein. Je nachdem, an welchem Werkstoff man diese Prüfungen durchführt, gibt es auch noch verschiedene Fachrichtungen, wie z. B. Metalltechnik, Kunststofftechnik oder Wärmebehandlung.

Als schulische Anforderung für den Beruf wird mindestens die mittlere Reife vorausgesetzt. Da sowohl der Beruf als auch die Berufsschule relativ anspruchsvoll sind, ist ein (Fach-)Abitur allerdings ratsam. Außerdem sollte man technisch interessiert sein und ein Interesse an Physik und Chemie mitbringen, da dies ein großer Bestandteil der Ausbildung ist. Ein weiterer Punkt, der für die Ausbildung spricht, ist der Blockschulunterricht in Stuttgart. Die Hauptfächer des Berufschulunterrichts sind Physik, Chemie und Werkstoffkunde. Es werden aber auch allgemeinbildende Fächer wie unter anderem Englisch und Wirtschaftskunde gelehrt.

Nach meinem Realschulabschluss wusste ich noch nicht as ich tun soll, weshalb ich mich entschied das Abitur zu machen. Nach zwei Jahren beschloss ich ein Jahrespraktikum in der Qualitätssicherung der Würth Industrie Service zu absolvieren und somit die Schule mit dem Fachabitur abzuschließen. Während des Praktikums arbeitete ich auch eine Woche im Prüflabor der WIS, wodurch ich die Werkstoffprüferausbildung kennenlernte. Das Besondere an diesem Beruf ist, dass man sowohl händisch Proben vorbereitet (Drehen, Fräsen, Schleifen) als auch mit hoch technologischen Prüfmaschinen arbeitet, die Ergebnisse auswertet und anschließend in einem Bericht erfasst. Die Entwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung sind weit gefächert, manche Kollegen, welche die Ausbildung bereits abgeschlossen haben, betreuen die Labore im Ausland und besuchen diese auch oftmals, andere übernahmen nach ihrer Ausbildung eigene Fachbereiche, wie z.B. den Fachbereich „Werkstoffe“.

In regelmäßigen Entwicklungsgesprächen mit der Laborleitung werden die eigenen Wünsche und Interessen abgefragt und es wird versucht, diese in den Arbeitsalltag zu integrieren. Durch diese Vielfalt und Abwechslung ist der Beruf genau das, was ich gesucht habe.

Artikel: Max Kaspar

max [dot] kaspar [at] wuerth-industrie [dot] com

Fotos: Klaus Schenck / Würth Industrie Service