Hallo, mein Name ist Markus. Ich bin im zweiten Lehrjahr meiner Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker bei A.M.T. Autohaus Mittleres Taubertal GmbH.

Wie viele meiner damaligen Mitschüler habe auch ich nach meinem Abitur 2015 zunächst ein Studium begonnen. Während meiner Ferienjobs in den Semesterferien wurde mir jedoch klar, dass ich lieber einen handwerklichen Beruf erlernen will. Schnell stand für mich fest, was ich machen will: Eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Meine Leidenschaft für Technik sowie das eigenständige, handwerkliche und vor allem verantwortungsbewusste Arbeiten werden hier perfekt kombiniert.

Da ich mich nicht schon vor meiner Ausbildung festlegen wollte, ob ich LKW- oder PKW-Mechatroniker werden möchte, habe ich mich für A.M.T. entschieden und lerne nun hier beide Sparten des Berufes. So kann ich mich während meiner Ausbildung entscheiden, in welchem Bereich ich später einmal arbeiten möchte. Denn beide Berufsfelder bieten ihre Besonderheiten, wie zum Beispiel die hydraulischen oder pneumatischen Systeme der LKW, bei denen man im Falle einer Leckage manchmal die Nadel im Heuhaufen sucht. Neben den regelmäßigen Wartungen stehen an den Fahrzeugen die unterschiedlichsten Aufgaben an, sei es ein verrosteter Auspuff, der geschweißt, eine Kupplung, die gewechselt werden muss, oder sogar ein
ganzer Motor, der getauscht wird.

Aber auch die Auswertung von Daten am Computer und das Ein- und Umlernen von Steuergeräten kommt in Zeiten hochtechnisierter Fahrzeuge nicht zu kurz, bedenkt man einmal den Boom der Elektroautos. Bei der Suche nach den Fehlern, die zu beheben sind, muss man aber auch viel Geduld und Kreativität mitbringen, denn der eigentliche Fehler versteckt sich gern auch an einem ganz anderen Ort.

Man muss die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bauteilen daher gut kennen, um zu verstehen, wie solche Fehler auftreten können, um sie im Anschluss zu reparieren. Solche Aufgaben faszinieren mich, sie erinnern mich an Computerspiele, bei denen man logisch um die Ecke denken muss, um an sein Ziel zu kommen. Natürlich versucht man es immer zuerst über den einfachsten Lösungsweg, aber wenn dieser nicht funktioniert, fängt das Geduldsspiel an.

Die Ausbildung ist für mich aber nicht das Ende der Fahnenstange, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich weiterzubilden. Ich kann später eine Weiterbildung zum Diagnose- oder Servicetechniker machen, mich zum Serviceberater weiterbilden, die Meisterschule besuchen und durch mein Abitur kann ich im Anschluss auch mit einem Studium auf meiner Ausbildung aufbauen. Man kann auch zum Automobilverkäufer werden mit einer entsprechenden Weiterbildung, es ist also noch alles offen und ich werde sehen, für welche dieser Varianten, die jede für sich ihren ganz eigenen Reiz hat, ich mich entscheide.

Artikel: Markus Seufert

markus [dot] gerchsheim [at] gmail [dot] com

Fotos: Klaus Schenck