Mein Name ist Lena. Ich bin 24 Jahre alt und habe nach meinem Abitur im Jahr 2014 meine 3-jährige Ausbildung zur Bankkauffrau begonnen.

Bereue ich meinen Werdegang? Nein, definitiv nicht. Während meiner Schulzeit wusste ich noch nicht wirklich, was ich möchte. Studieren oder arbeiten? Meine Tendenz war eigentlich klar: „Ich will arbeiten“. Endlich raus aus der Schule und eigenes Geld verdienen. Aber warum habe ich dann erstmal mein Abitur gemacht? Zeitverschwendung? Nein, somit standen mir alle Wege offen.
Also begann ich meine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Volksbank Main-Tauber eG. Hinweis: Als Abiturient/in hat man meistens auch die Möglichkeit, die Ausbildung auf 2 Jahre zu verkürzen.

Die Ausbildung zur Bankkauffrau ist sehr vielseitig. Man kann sich nicht nur Fachwissen aneignen, sondern auch an seiner Persönlichkeit und an seinem Auftreten arbeiten und mit den Aufgaben wachsen. Ich durfte sehr viele Bereiche kennenlernen, angefangen mit der Zeit am Schalter. Hier lernte ich die „Basics“ des Bankgeschäfts, aber vor allem den Umgang mit verschiedenen Charakteren. Die typischen „Azubiaufgaben“ gab es fast nicht. Eigenständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten war hier an der Tagesordnung. Danach kam ich in die Beratung. In dieser Zeit konnte ich weiter – und vor allem tiefer – in das Bankgeschäft blicken, sowohl im Privatkundengeschäft als auch im Firmenkundengeschäft. Ich habe sehr viel über das Wertpapier-, Kredit- und Versicherungsgeschäft gelernt und vieles zum Thema Kundenbeziehung und Kundenbindung erfahren. Ich konnte jeden Tag etwas Neues lernen und ich wurde immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die es zu lösen galt. Im 3. Lehrjahr durfte ich in die internen Abteilungen („Back-Office“) schnuppern. Durch die zahlreichen Richtlinien und Auflagen für die Bank werden die Vorgänge dort im Vier-Augenprinzip bearbeitet. Die Kollegen in diesem Bereich tragen ebenfalls zum Erfolg der Bank bei. Sie unterstützen die Kollegen am Markt, die direkt mit den Kunden zu tun haben, mit Nachbearbeitungen und Vorbereitungen aller Art. Alle arbeiten sozusagen „Hand in Hand“. Zusätzlich gibt es Abteilungen, die für die Prozesse und Abläufe in der Bank zuständig sind. Diese müssen immer weiter optimiert werden, um das Arbeiten zu vereinfachen und die zahlreichen gesetzlichen Regularien zu berücksichtigen. Nach der Ausbildung und den zahlreichen Einblicken kann man sich also das erste Mal entscheiden. Liegt einem der direkte Kundenkontakt oder doch eher das interne Arbeiten?

Gibt es Wege, sich weiter zu entwickeln und aufzusteigen? Klar, wenn man will und Ehrgeiz zeigt, kann man sich innerhalb der Bank immer weiterentwickeln oder verändern. Das Kreditgeschäft, und die damit verbundene Betreuung von Gewerbe- und Firmenkunden, ist für mich ein sehr interessanter und auch zukunftsträchtiger Bereich. Somit war mein Ziel klar: „Dort will ich hin – und das so schnell wie möglich!“ Für meinen Ehrgeiz in und nach meiner Ausbildung wurde ich schnell belohnt und somit wurde ich, nach einer kurzen Schalterzeit, Nachwuchskraft im Firmenkundenbereich – und das ohne Studium. Zusätzlich bilde ich mich nebenberuflich durch meinen Bankfachwirt bei der Frankfurt Schools of Finance & Management weiter.

Artikel: Lena Rudorfer

Mail-Adresse:  lena [dot] rudorfer [at] vobamt [dot] de

Fotos: Volksbank