Leicht bewölkt der Himmel, ideales Tenniswetter auf der Anlage in Tauberbischofsheim. Die Damen des TSV Frankonia Höpfingen 1 waren angereist. Mit einer Portion Siegeszuversicht warteten sie ruhig dem Beginn entgegen, sie sind gerade abgestiegen, folglich spielerisch in der unteren Klasse kampferprobter und schielten folglich schon ein wenig Richtung Wiederaufstieg. Bei den Damen von Tauberbischofsheim leicht anderes Bild: nervös, von einem Fuß auf den anderen trippelnd, nicht ohne einen gewissen Bammel vor diesen Gegnerinnen.

Und das Bild des Anfangs schien sich zu bewahrheiten, der Start bei manchen war wenig berauschend, Doppelfehler, Nervosität, Selbstzweifel, alles sah nicht nach Tauber-Sieg aus. Doch dann geschah etwas: aus Bammel wurde Entschlossenheit, aus Nervosität Sicherheit, aus Selbstzweifel Selbstvertrauen, es war nicht Siegeszuversicht, sondern Siegeswille – Kampfgeist, mentale Stärke, die die Spiele von Sandra Popp, Lara Hucklenbruch und Anna Schmitt entschieden. Steffi Linhart und Melina Ries legten ein zackigeres Siegestempo vor und schon nach den Einzel war alles „gegessen“, 5:1, nur Valentina Vogt verlor ihr Spiel: Gesamtsieg gepackt, Höpfingen bedient, Tauberbischofsheim staunend glücklich. Und wer im Siegesfluss ist, den stoppt so schnell nichts mehr: Die nicht mehr entscheidenden Doppel Hucklenbruch/Popp, Wille/Linhart und Vogt/Ries wurden alle auch noch – nach gewissen Turbulenzen – in den Sieges-Hafen gezogen. 8:1 servierten Tauberbischofsheim Damen die Favoriten aus Höpfingen ab, wobei der Sieg in dieser Höhe nicht dem gesamten Spielverlauf entspricht, aber in den letzten Minuten der Spiele holte „Tauber“ das Quäntchen Vorsprung, das die Siege ausmachte. Die Verzagtheit des Morgens wich der Zuversicht am Nachmittag und gab unmerklich Raum für eine neue Vision: Tabellen-Erster und Aufstieg – dieses oder nächstes Jahr! Eine klare Zielvorgabe steht am Ende dieser siegreichen Begegnung.

Auch die U16-Mädels sorgten auf eigenem Platz gegen den TSG TC Neckargemünd/TC Meckesheim für ein ähnlich klares Ergebnis: Tennis-Durchmarsch mit mehreren 6:0-Siegen von Clara Murphy, Melina Ries, Anina Maria Lochner, nur Anna Schmitt verlor. Mit der 3:1 Führung im Rücken und der Zuversicht im Herzen holten Clara/Melina und Anina Maria/Anna souverän ihre Siege, Endstand: 5:1.

Herren 1 zog parallel mit den Spielerinnen und siegte gegen den TSV Werbach 1954 1, aber im großen Gegensatz zu den Damen alles mit harten Kämpfen, viel Zittern und einem knappen Ergebnis. In den Einzel waren erfolgreich: Pierre Schmiedecke, Marco Hauser, Axel Vogt und Jochen Häfner. Lukas Fleck und Michael Keim verloren ihre Spiele. Mit 4:2 ging es in die Doppel. Mit den Niederlagen von Vogt/Hofmann und Groß/Keim stand es 4:4, spannender geht es nicht mehr, nach einem Tiebreak im zweiten Satz dominierten schließlich Fleck/Schmiedecke und ließen damit den Sieg von 5:4 in der Tennisanlage Tauberbischofsheim.

Im Sieges-Lauf von Tauberbischofsheim wollten auch die Jüngsten (U10 Midcourt) gegen den TSC GB Wertheim 1 nicht als die „Schmuddel-Kinder“ dastehen. Im zweiten Auswärtsspiel holten Silas Amend, Magnus Popp, Julius Hauser, Leni Uhl und Julian Dressner (Doppel) einen 23:9 Sieg. Damit sind die „Tennis-Youngsters“ zurzeit mit 5:1 an der Tabellenspitze.

Jung und Alt sind im Siegen vereint: Die „Tennis-Oldest“ (Herren 70) siegten in der 2. Bezirksliga gegen die Spielgemeinschaft TSG TC RW 1925 Walldürn/TC Hardheim. August Horn, Wolfgang Breuer und Klaus Parr gewannen klar ihre Einzel. Karlheinz Münch/Parr drehten einen Rückstand und gewannen dann souverän ihr Spiel, während Eugen Hönninger/Breuer im Match-Tiebreak geschlagen wurden, entscheidend aber ist der Sieg von 4:2 für Tauberbischofsheim.

Artikel/Fotos: KIaus Schenck

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