In strahlenden Sonnenschein war die Platzanlage des Tennisclubs Tauberbischofsheim getaucht. Auf der Terrasse „dopsten“ die Tennis-Minis. Sie hatten soeben als U10/Midcourt Wertheim geschlagen und platzten fast vor Stolz. Alles atmete munteres Familientreffen, in dieses wurden gleich die Herren 40 des TC Walldürn integriert, eigentlich gehörten sie schon dazu, man kannte sich, man duzte sich, die Minis hatten vorgelegt, die Herren mussten nur noch folgen, – gutes Omen, das es zu realisieren galt.

Was auf der Tennis-Terrasse nach einem lockeren „Heimspiel“ zweier Mannschaften aussah, endete, als beide roten Sand spürten. Dr. Axel Vogt an Nummer eins: Schnell musste das Spiel über die Bühne gehen, den abendlichen Notfalldienst im Nacken, den Powerschlag im Arm und den Siegeswillen im Herzen wurde das Einzel ratzfatz ohne Spielverlust durchgezogen. Einen ähnlichen „Affenzahn“ im Gewinnen legte auch Bernd Pfeilschifter hin, während andere noch im ersten Satz „herum kämpften“, zog er schon den Platz ab.

Anders verlief es bei Sandro Mauder, Sven Weinig und Volker Schäfer, hart gekämpft und doch verloren – Tennis-Realität! Jetzt lag der volle Druck auf Niko Götz, er musste gewinnen, sonst wäre die Chance auf den Tagessieg schon im Einzel hinüber gewesen. Den ersten Satz leicht „verpennt“, im zweiten aufgewacht und gewonnen, im dritten Nervenstärke im Tiebreak erwiesen und als Sieger den Platz verlassen. Die Entscheidung lag im Doppel. Axel Vogt/Marco Hauser gönnten ihren Gegnern jeweils ein Spiel, aber nicht mehr, nach zackigen zwei Sätzen klarer Sieg. Bei Sandro Mauder/Sven Weinig lief es in anderer Richtung, wenn auch nicht so klar. Sieg oder Niederlage, das ganze Gewicht der Tennisentscheidung ruhte auf den Schultern von Niko Götz/Harald Hetzel, sie kämpften hart, verloren knapp, Fortuna schenkte diesmal das Tiebreak-Glück Walldürn. Spannender Spieltag mit unglücklichem Ausgang: 4:5 Niederlage.

Herren 1 ging es in der 2. Bezirksklasse gegen den TC Gerlachsheim keinen Deut besser. Nach den siegreichen Einzeln von Pierre Schmiedecke, Lukas Fleck und Marco Hauser – besonders hart umkämpft – stand es 3:3, insgesamt vier Match-Tiebreaks, aber nur einen erfolgreich für Tauberbischofsheim. Wieder Entscheidung im Doppel, was aber nur Schmiedecke/Fleck für sich entscheiden konnte. Erneut 4:5 Niederlage.

Das gute Omen für die Herren 40 erkämpfte die U10/Midcourt am Morgen gegen GB Wertheim. Die Methodikspiele gleich mit 6:2 abgesahnt, ging es nun für Silas Amend, Magnus Popp, Julius Hauser und Leni Uhl in die Einzel, Sieg fast auf der ganzen Linie, nur Lenis Gegnerin war einfach zu stark. Im Doppel Gleichstand: Popp/Amend gewannen, Hauser/Uhl verloren, aber das Endergebnis ließ sich dann „voll“ sehen: 22:10, Einstand gelungen, Saison 2018 kann kommen!

Eine persönliche Überraschung bot das erste Spiel in der 2. Bezirksliga den Juniorinnen: im letzten Jahr noch U14w, nun aber U16w – mit ganz anderen Gegnern, ganz anderen Herausforderungen, auf ganz anderem Niveau. Fahrt bis zur TV Germania 1890 Großsachsen 1 nördlich von Heidelberg. Start mit Carolina Adolf, sie erwies sich als das große „Überraschungs-Ei“: Im ersten Satz keinen Stich, im zweiten losgelegt und gewonnen, im dritten Kämpfergeist und mentale Stärke, Sieg im Tiebreak 10:8. Melina Ries machte es nicht viel anders: erster Satz daneben, zweiter Satz erfolgreich und im dritten starke Gegnerin im Tiebreak bezwungen. Clara Murphy suchte den schnelleren und klareren Weg, voller Durchmarsch, deutlicher Sieg. Genau umgekehrt erging es Anina Maria Lochner, ihr Spiel rauschte den Tennis-Bach ´runter. Mit 3:1 im Rücken ging es in die Doppel. Adolf/Lochner und Murphy/Ries verloren. Dennoch, mit 3:3 wurde ein Überraschungserfolg nach „Tauber“ gebracht.

Es war nicht unbedingt das Wochenende des TC Tauberbischofsheim, jeweils so knapp vor dem Sieg und stets im Doppel ohne das entscheidende Quäntchen „Glück“, dies der rote Faden bei fast allen Wettkämpfen!

Artikel/Fotos: KIaus Schenck

www.schuelerzeitung-tbb.de