Heute studiert Tobias Haas an der DEKRA Hochschule für Medien in Berlin Journalistik mit der Spezialisierung Media Acting/Moderation. Neben seinem Studium arbeitet er zusätzlich als Werkstudent in der ONLINE-Redaktion im SAT.1 Morgenmagazin und ist als Redaktions-/CvD-Assistent angestellt. Von seinem Weg dorthin berichtet ein früherer Artikel, doch was hat er aus seinem Werdegang mitgenommen?

Ob Dwayne „The Rock“ Johnson, Elias M’barek oder Joko Winterscheidt, ob Kino-Promos, Turngalas oder die Bambiverleihung, Tobias ist vor Ort und darf seinen Traum als Moderator und Journalist frei ausleben, doch dran hat nicht jeder geglaubt, nicht einmal Tobias selbst.

Seine Abwesenheit in der Schule für seine Komparsenrollen brachten ihm Unverständnis und Spott von Schülern und Lehrern ein. Selbst sein ehemaliger Lehrer Klaus Schenck muss gestehen, dass er mit den Schülern mit gelästert habe. Tobias erzählt uns davon, dass der lange Dreh zwischen den Schulzeiten immer sehr anstrengend gewesen sei und dass das Aufgeben nahe lag, doch letztendlich habe sich sein Kampfgeist für ihn ausgezahlt. „Wenn ihr einen Traum habt, erfüllt ihn, auch wenn er noch so fern scheint“, prägt er uns während der Präsentation immer wieder wie ein Mantra ein. Er kenne viele Klassenkameraden,die ihre Studiengänge abgebrochen hätten, weil sie nicht das studierten, was sie wirklich liebten.

„Wenn ihr wisst, wofür euer Herz schlägt, dann fangt so früh wie möglich an, daran zu arbeiten“, erklärt er uns. Man könne gar nicht früh genug damit anfangen, seiner Leidenschaft nachzugehen, auch wenn es gewisse Opfer kostet. Auf seinem steinigen Weg nach oben hat er allerdings auch viel gelernt.

Je erfolgreicher man wird, desto mehr Neider bekommt man. Ebenso lernt man Nein zu sagen. Auf Rollen in Shows wie „Der Blaulicht Report“ würde sich Tobias heute sicher nicht mehr einlassen. „Kämpft für eure Träume: JA!  Aber macht nicht alles mit. Ich habe auch gelernt, irgendwann einfach Nein zu sagen.“ 

Zu unserer Berufswahl kennt Tobias noch einen Tipp: Die Persönlichkeit sollte auf jeden Fall zum Beruf passen. „Wenn eure Persönlichkeit nicht zu eurem Beruf passt, werdet ihr jeden Arbeitstag hassen!“ Man solle das wählen, was man liebt, und sich durchkämpfen, ganz nach dem Motto „ohne Fleiß kein‘ Preis“. Und auch wenn die Zeiten hart sind, denkt dran: Wenn es da draußen in der Welt Menschen gibt, die ohne Arme Horn spielen können, dann kommt ihr auch zu eurem Traum!

 

Artikel: Alison Strauch

Fotos: Klaus Schenck