Montag, 11 Uhr früh bei Stieberdruck in Lauda, die letzten Aufträge für die Flyer kommen ins Haus und dann geht’s los. Innerhalb  von 12 Stunden  müssen nun 40.000 Flyer gedruckt werden, damit sie in der Nacht von Montag auf Dienstag um 4 Uhr dem LKW übergeben werden können. Damit das funktioniert, muss alles glatt laufen. Aber das ist gar nicht so leicht. Bei einer persönlichen Betriebsführung habe ich einen Einblick in die vielen Stationen bekommen, die zwischen dem Auftrag und dem gedruckten Medium stehen und Fakt ist, egal in welchem Arbeitsbereich ein Fehler passieren würde, die verlorene Zeit müssten die Stationen danach ausbaden. Unter solchen Bedingungen würde das Zeitfenster etwas knapp werden und genau deshalb wird sehr großen Wert darauf gelegt, dass die Mitarbeiter präzise und effizient arbeiten und die Maschinenbedienung beherrschen. Doch bei Stieberdruck wacht die langjährige Erfahrung im Printmediengeschäft darüber, dass die Präzession und die Effektivität aus dem Alltag heraus entstehen. Wenn ein Auftrag durch die Telefonleitung des Büros gegeben wird und die Daten das Email-Postfach erreichen, ist die erste Station die Bild und Datenverarbeitung für das Layout, welche mit der Hilfe von Datenbanken arbei

tet. Hier müssen seitenweise Blätter erstellt und Daten- und Seitenmengen optimiert werden, dabei ist das meiste automatisiert. Ist die Arbeit hier getan, werden die Daten der Montageabteilung übermittelt. Was hier passiert, hört sich leicht an, kann aber ganz schön kniffelig sein. Die Einzelseiten müssen im Satz auf einen Druckbogen montiert werden, dabei passen auf einen Druckbogen 16 Din A4 Seiten. Die Schwierigkeit dabei ist, die Seiten so zu platzieren, dass sie bei den verschiedensten Falttechniken in der richtigen Reihenfolge stehen. Kriterien dabei sind die nachträgliche Weiterverarbeitung und die Dicke des End-Produkts. Da die Druckaufträge immer verschieden sind, müssen die Mitarbeiter in der Montage vielseitig sein, sie müssen sich immer wieder auf neue Aufträge einstellen können und von jedem Prozess, durch das das

Medium läuft, Ahnung haben, um ent­scheiden zu können, auf welcher Ma­schine der Auftrag gedruckt wird. Ganz schön vielseitig diese  Mon­teure! Und nun wird der bearbeitete Auftrag in den Produktionsprozess weitergeleitet. Hier kommt es nun endlich zum Druck! In den Hallen, in denen die unterschiedlich großen Ma­schinen ungefähr 16.000 Blatt  pro Stunde drucken, entstehen le­diglich aus den vier Farben Gelb, Magenta, Blau und Schwarz die unterschiedlichs­ten Printergebnisse. Welche Maschine für welchen Druckauftrag ver­wendet wird, hängt dabei von der Druckzeit des Auftrags und den dafür benötigten Umrüs­tungen der Maschine ab, da die 3 großen Maschinen unter­schiedliche Kapazitäten unter unterschiedlichen Bedingungen be­wältigen können. Wenn die Maschinen die Druckaufträge in ihrer Anzahl ge­druckt haben, geht es weiter zur nächsten Station. Die Druckbögen müssen nun zusammengetragen und geheftet werden. Je nach Dicke des Mediums wird es zusammengeklebt oder mit Nadeln zusammengehalten und am Ende immer nochmals geschnitten. Fertig ist das Druckmedium! Nachdem es dann getrocknet ist, kann es in der bestellten Menge verpackt und versandt werden. Die Länge eines solchen Druckauftrags hängt dabei davon ab, wie komplex das Produkt sein soll und wie viele Exemplare verlangt werden, aber am Ende kommt das Medium immer frisch gedruckt und qualitativ hochwertig beim Kunden an.

Bei Stieberdruck wird die Kreativität mit der technischen Orientierung in Einklang gebracht, wodurch die Herausforderung an hochkomplexe Arbeiten jeden Tag gemeistert werden kann. Deshalb und auch aufgrund der Innovationsstärke der Firma ist sie in der Region führend und vor allem in Süddeutschland und auch in Österreich sehr bekannt, was natürlich den erfahrenen und qualifizierten 106 Mitarbeitern und den 6 Auszubildenden zu verdanken ist. Den i-Punkt, den Stieberdruck aber zusätzlich auf die qualitative Arbeit setzt, macht sie einzigartig: Jährlich werden ungefähr 10.000 – 15.000 € dafür ausgegeben, dass sie nachhaltig und klimaneutral drucken und somit ihre Umweltziele erreichen können. Dazu zählen aber nicht nur die nachhaltige Produktion, sondern auch der Einsatz von Ökostrom und die hauseigene Solaranlage. Dieser freiwillige Mehraufwand an Kosten und Organisation wird deshalb den Kunden durch das FSC-Logo erkenntlich gemacht. Bei den Printmedien von  Stieberdruck braucht sich also kein Kunde die Frage zu stellen, ob er mit seinem Auftrag der Umwelt schadet. Doch in den Hallen dieses Unternehmens scheint das „i“ zwei Punkte zu haben, denn neben dem Extra der Umweltfreundlichkeit kommt dem Kunden die Annehmlichkeit eines „Letter Shops“ zu Gute. Das ist insofern ein weiteres i-Tüpfelchen, da dieser Zusatz in Druckereien sehr selten geworden ist, obwohl es dem Kunden Stunden an Arbeit erspart. In solch einem „Letter Shop“ werden nämlich Dokumente kuvertiert und adressiert, was heißt, dass der Kunde lediglich den Druckauftrag gibt und sich nach dem Druck nicht mehr um die Zustellung kümmern muss.

Letztlich habe ich durch meine Betriebsführung einen wunderbaren Einblick in das PrintmedienGeschäft erhalten und Stieberdruck bietet Full-Service in Verbindung mit Umweltfreundlichkeit und Qualität für jeden Kunden und für jedes Medium. Das macht sie meiner Meinung nach einzigartig und sehr sympathisch!