Ich stehe hier vor so wunderbaren Menschen, Freunde, mit denen ich drei Jahren durch dick und dünnIMG_2356 gegangen bin und mit ihnen Unvergessliches erlebt habe. Nun gehen wir getrennte Wege, doch sie bleiben in meinem Herzen und ich werde diese tolle Zeit nie vergessen!

Doch erst einmal ganz von vorne. Als ich auf das Wirtschaftsgymnasium kam, dauerte es keine Woche und ich war schon Mitglied der „Financial T(´a)ime“. Um ehrlich zu sein, dachte ich nie daran, einer Schülerzeitung beizutreten, geschweige denn so einer bekannten. Das bedeutet doch nur unnötig viel Arbeit, bei der mir Freizeit und Zeit für die Vorbereitung auf das Abitur gestohlen werde.

Als Herr Schenck jedoch von der „FT“ erzählte, wurde ich neugierig und nahm an den ersten RexIMG_6988daktionssitzungen teil. Kurz darauf unterschrieb ich schließlich doch den Vertrag der Schülerzeitung beizutreten und prompt war ich Teil des Teams. Der Grund, warum ich so schnell in die Arbeit gefunden habe, war, dass wir eine komplett neue Gruppe waren und gleich unsere Aufgaben alleine erledigen mussten. Durch die intensive, gemeinsame Arbeit fanden wir schnell zusammen, unser Vertrauen wuchs stetig und wir empfanden immer mehr das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Doch was heißt für uns Zusammengehörigkeit? Googelt man das Wort, erhält man Begriffe wie „Solidarität“, „Verbundenheit“ oder „Gemeinsamkeit“. Doch für uns bedeutete es mehr, wir bildeten zusammen die Einheit eines Ganzen und präsentierten uns nicht nur äußerlich mit unseren Shirts als Team, sondern unternahmen auch in unserer Freizeit vieles gemeinsam. xIMGP5745Und diese Zusammenarbeit brachte uns zu unseren Erfolgen. Angefangen hat es in den Niederlanden, als wir eingeladen wurden, in einer Schule Botschafter für den „Tag der deutschen Sprache“ zu sein. Weiterhin kooperierten wir mit der Universität Würzburg und die Vizepräsidentin lud uns sogar in den Senatssaal der Universität zum Gespräch ein. Bei allen Elternversammlungen, -gesprächen und Informationsveranstaltungen der Schule waren wir präsent, um die Schule zu präsentieren und das zu zeigen, was wir mit der Schülerzeitung alles erreicht hatten. Wir besaßen Kontakte zu Japan und China und wurden sogar von einer chinesischen Delegation besucht. Die ganzen drei Jahre unterhielten wir Kontakt zur Firma Würth Industrie Service und machten sogar ein Bewerbungstraining. Als Nachfolger der mit vielen Landespreisen prämierten „FT“ verbrachten wir ein Tag beim SWR, belegten Workshops und drehten sogar unsere eigene Magazinsendung. Der krönende Abschluss nach unserer Abschiedsfeier mit zahlreichen Gästen war die Journalistenreise nach Berlin, die von der CDU organisiert wurde und zu der wir mit Vertretern diverser Tageszeitungen eingeladen wurden.

Die ganzen Erlebnisse stellen nur Höhepunkte unserer gemeinsamen Zeit dar, am liebsten erinnere ich mich jedoch an die tollen Abende in IMG_2522diversen Restaurants, denn traditionell gingen wir nach jeder Redaktionssitzung oder anderen Unternehmung gemeinsam essen. Dieses Ritual nahm einen hohen Stellenwert unseres Teams ein, dort konnten wir stundenlang über Pläne, Erlebnisse oder auch Privates diskutieren, wobei jedes Mitglied der Redaktion und auch unser beratender Lehrer sich auf Augenhöhe befanden. Und so erreichten wir unglaublich viel für eine Schülerzeitung einer kleinen Schule, mehr, als wir jemals geglaubt hatten. Drei Jahre durchlebten wir alle Hochs und Tiefs, gingen durch dick und dünn, aber müssen nun schweren Herzens Abschied nehmen. Nur eines kann mich trösten, denn ich weiß, dass unsere Freundschaft nie zu Ende gehen wird…

Danke für die wunderbare Zeit mit euch, es wird für mich immer eine sehr bedeutende und prägende Phase meines Lebens darstellen, zu der ihr so viel beigetragen habt!

Eure

Stefanie