2008 betrat die „Financial T(’a)ime“ (FT) absolutes Neuland, das Internet. Als eine der ersten Online-Schülerzeitungen wurden wir weltweit bekannt, demonstrierten mit unserem Tun, wie eine einfache Schülerzeitung mit der Zeit geht, wie sie normale Redaktionsarbeit, Technik und Finanzierung unter einen Hut bringt.

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Wir hatten verstanden: das Internet ist unsere Chance, das Internet ist unsere Finanzierung! Waren Banner bei Online-Schülerze3 (3)itungen nicht ganz ungewöhnlich, entwickelten wir die Idee der Stellenanzeige. Firmen nannten uns die offenen Stellen, wir verlinkten diese Suche mit einem kurzen Artikel der Firma, bauten das Ganze in einen Slider und schon wurden wir zur deutschlandweiten Job-Börse für die Firmen der Region. Sie hatten die wohl einmalige Chance, ausschließlich in ihrer Zielgruppe, also bei Oberstufenschülern, Auszubildende zu rekrutieren. Für diese zielorientierte Stellensuche war der Betrag von zweihundert Euro fast schon lächerlich gering!

Nun, Monate nach der Auflösung als FT-Redaktion flattert noch immer Post in unseren Briefkasten. Als wir bereits dachten, dass FT nun Geschichte ist und wir also mit keinem Erfolgserlebnis mehr rechneten, überraschte uns vor kurzem ein Brief des SPIEGEL-Verlags. Seit einigen Jahren vergibt der SPIEGEL neben den Preisen für die beste Printausgabe, das beste Layout und das beste Titelbild auch Preise in der Kategorie Online-Auftritt.

Ausgezeichnet wurden wir in diesem deutschlandweiten Wettbewerb mit de2 (2)m vierten Platz. Unsere Online-Schülerzeitung war demnach nicht nur revolutionärer Vorreiter, sondern immer bereit für Veränderung und Verbesserung. Deswegen sind wir noch heute Vorbild für andere Schülerzeitungen, die ihre Printausgabe virtuell zur Verfügung stellen oder die Printausgabe komplett durchs Internet ersetzen.

Online sein ermöglicht uns Aktualität, Spontaneität und eine Gliederung unserer Artikel, sodass jeder unter Hunderten von Artikeln die Artikel findet, die ihn interessieren. Ob nun sport-, psychologieinteressiert oder auf der Suche nach Bewerbungstipps, es ist für jeden etwas dabei. Wir decken beinahe alle Themen ab, bieten neben einfachen Artikeln ganze Serien zu Auslandsaufenthalten, Studium oder der Handynutzung und all das selbstfinanziert2 (3) durch Werbe- und Stellenanzeigen.

Unsere Besucherzahlen bestätigen uns und die Entscheidung der SPIEGEL-Jury. Über 40.000 Besucher durchschnittlich stoßen nicht ohne Grund jeden Monat auf unsere Homepage. Sogar im Ausland kennt man uns und weiß unsere Ego-Berichte zu schätzen, in denen wir Redakteure in einfachem Deutsch über unser Leben berichten, um Deutschlernenden Material zur Verfügung zu stellen. Diese Berichte werden weltweit von Goethe-Instituten genutzt. Vor drei Jahren schrieben wir alle Goethe-Institute der Welt an und machten sie auf unsere Artikel für einen lebendigen Deutsch-Unterricht aufmerksam. Das erklärt auch, weshalb der Ausländeranteil bei den Usern relativ hoch ist.

In den letzten sechs Jahren erlebte unsere Homepage einen großen Wandel, besonders durch unseren letzter Administrator, Tobias Rösch. Er entwickelte neue Ideen5 (3), setzte sie Schritt für Schritt auf der Homepage um, und mit dieser Veränderung stiegen die Userzahlen rapide, fast schon explosionsartig. Die Zahl der Klicks pro Tag liegt zwischen 1.300 und 1.400, – für eine Schülerzeitung einer eher kleinen Schule in der Provinz sind das unvorstellbare Userzahlen, täglich von den Zahlen her knapp das Fünffache des gesamten Wirtschaftsgymnasiums von Tauberbischofsheim.

Wir hinterlassen unseren Lesern nun eine moderne und professionell gestaltete FT-Homepage, auf der unsere Artikel auch nach der Auflösung der Redaktion noch immer zu finden sind.