In diesen Tage heißt es wieder einmal für viele Schüler: „Abi! Geschafft!“. Doch mit der Freude kommt unweigerlich die Frage: „Und jetzt? WxxDSC00710elcher Beruf ist für mich geeignet? Was kann ich, worin bin ich gut? Und was will ich erreichen?“

Eben auf solche Fragen Antworten zu finden – das war das Thema eines Coachings von Frau Burkert, welches im Rahmen des aktuellen TG – Projektes „Themen vor der Kamera“ stattfand. Frau Burkert hat neben ihrem Fachwissen als Theologin und Psychologin auch einen großen Erfahrungsschatz, unter anderem durch die 35-jährige Berufserfahrung als Lehrerin am MGG in TBB. Sie weiß daher um die bekannten Probleme von Schülern, was ihren Besuch umso interessanter werden ließ. Beteiligt am Coaching waren die Psychologiekurse vom TG und WG, bei der medialen Aufbereitung half die „FT- Abi-Plattform“ den TG-Schülern. Und das Treffen überhaupt erst möglich gemacht hat Herr Schenck, der betreuende Lehrer der beiden Kurse.
Für das Coaching schließlich bedurfte es zweier Freiwilliger, die Herr Schenck auc
h gar nicht lange zu suchen brauchte: Heiko vom TG und Franzi vom WG meldeten sich sofort. Entsprechend den vielen Beteiligten und durch den Einsatz der Kamera waren am Anfang alle gespannt, was auf sie zukommen würde. Denn niemand wusste so recht, was das Coaching von Frau Burkert konkret vorsah und was jeden Einzelnen, besonders aber die Freiwilligen erwartete.
Umso konzentrierter verfolgten die Zuschauer den folgenden Ablauf: Franzi und Heiko hatten zunächst zwölf ihrer Stärken und dann zwölf Schwächen zu notieren. Eine vermeintlich einfache Aufgabe, die tatsächlich aber nur mithilfe ihrer Mitschüler und Frau Burkert zu lösen war. Hier erwies sich die Stimmung als beeindruckend konzentriert, jeder war voll und ganz bei der Aufgabe der Persönlichkeitsbeschreibung. Zum eigentlichen Kern stieß man dann bei der Analyse der aufgeschriebenen Eigenschaften. Grundsätzliche Persönlichkeitsmerkmale, wie Introvertiertheit oder Extrovertiertheit, ließen sich in Umrissen erkennen, ebenso wie ein struktureller Zusammenhang der Schwächen, der bei beiden Freiwilligen erkennbar war. Frau Burkert beschrieb dies als roten Faden, den man in sich trage, am besten erkennbar durch das Notieren von DSC00764Schwächen und Stärken. Deshalb forderte sie gerade uns Jugendliche dazu auf, es auch einmal auszuprobieren und nicht nur über Stärken und Schwächen nachzudenken, sondern sie auch zu visualisieren.
Denn letztlich war das Coaching zwar in erster Linie für die beiden Freiwilligen ein enormer Gewinn und eine Hinführung zur eigenen Person, zu den Antworten auf grundsätzliche, wichtige Fragen wie: „Wer bin ich? Wohin gehe ich? Was sind meine Stärken und Schwächen?“ Doch darüber hinaus war es auch für die Zuschauer eine wichtige Erweiterung, ein „Anschubsen“, wie es Frau Burkert formulierte. Die Berufs- und/oder Studienwahl ist nun einmal eine Entscheidung, die mit zu den wichtigsten im Leben gehört. Eine Entscheidung, die das Potenzial hat, das Leben langfristig zu verändern, positiv zu gestalten. Das Coaching schließlich war ein Hilfsmittel, diese Entscheidung im Einklang mit der eigenen Persönlichkeit fällen zu können – eine wortwörtliche Bereicherung.