SGedichtheftDeckblattchon bereits der erste Satz im Vorwort trifft den Punkt: „Halt, nicht weiterblättern! Hier ist das Rettungspaket für Hilfesuchende.“ Klaus Schencks „Königs Fitness: Analysieren und Interpretieren“ für Lyrik ist gemacht für „Blindfüchse“, die keine Ahnung von Gedichten und Co. – meist auch „keinen Bock“ drauf haben, aber trotzdem erfolgreich in der nächsten Klausur sein wollen. Das Buch geht ab November 2014 in die 3. Auflage und  wird ständig verändert, um es für Schüler zu perfektionieren. Der Grund für den großen Erfolg ist klar, denn das Buch entspricht genau dem Typ Schenck: klar strukturiert, powermäßig geschrieben, Absicherung für den Schüler  und als Ergebnis: super Noten! Das trockene Lyrik-Thema kommt locker für den Schüler rüber. Nach sieben „Fitness-Einheiten“ weiß er: So packe ich das Gedicht an, so blicke und interpretiere ich es.

Selbst wenn planlos einen Tag vor der Lyrik-Klausur, bieten die Einheiten eins bis drei noch das nötige „Rettungspaket“, welches sich minimalistisch auf einen groben Überblick und den Aufbau der Klausur beschränkt. Start bei Null geht es Schritt für Schritt notfallmäßig durch die Lyrik-Thematik. Wenn noch einige Tage mehr Zeit zum Lernen, dringen die Einheiten vier bis sieben in die Tiefe und übermitteln alle nötigen Kenntnisse für die entsprechende Abitur-Aufgabe. Jede Einheit ist aus den Bausteinen „Wissen“, „Kurs“, „Training“ und „Check“ gleich aufgebaut. Dank klarer Struktur, klarer Anforderung, klarer Selbstkontrolle gewinnt der Schüler Sicherheit. Er bekommt genau das geboten, was er will: Reduktion auf das Nötigste plus Durchblick dank Musteraufsätze!

Als Schülerin Schencks sehe ich den „Fitness-Trainer“ nochmals aus einer ganz anderen Perspektive. Die Besonderheit des Buches liegt nämlich in der ständigen Interaktion zwischen dem Autor und uns Schülern, wodurch er sich besser in uns hineinversetzen kann und die Probleme aus Schülersicht sieht. Wir stehen ihm im Unterricht quasi als Berater bei, machen ihm Verbesserungsvorschläge und testen die einzelnen Aufgaben. Und was gibt es für einen Schüler Schöneres als seinen eigenen Lehrer zu kritisieren?! :-D

Das Tolle beim Behandeln des Buches im Unterricht fand ich die sprachliche Einheit von den Sätzen, die man liest, und dem Lehrer, der vor einem steht und den man kennt. Das Wissen wird anders als in anderen Trainingsbüchern nicht in einer geschwollenen Sprache übermittelt, die oft nur schwer verständlich ist, sondern in Schencks lockerer Art und Weise, die uns Schülern so vertraut und angenehm ist. Schüler brauchen gerade bei so einem komplexen Thema wie Gedichtinterpretation einfache Erklärungen, wobei sich das Buch optimal dafür anbietet.

LyrikbandTabelle

Wichtig ist jedoch, dass der Schüler auch den Ehrgeiz mitbringt, etwas für seine gute Note zu tun, denn das Lernen von Stilmitteln, Wortarten und Metren kann uns Schülern nicht erspart werden. Aber durch Fleiß und die klare Struktur wird dem weniger begabten Schüler in Sachen „Lyrik“ ermöglicht eine gute Note zu erreichen, was will er mehr?