Nun ist unsere Schülerzeitungszeit vorbei, hinter mir liegen drei tolle Jahre, zwei mit unserer letzten Redaktion, die nun diese FT-Abi-Plattform weiterführt. Der Wunsch, dass es nie enden wird, wurde mir leider nicht erfüllt, aber die Erinnerungen bleiben. Vor einiger Zeit stellte man mir zwei Fragen: „Was wirst du am meisten vermissen?“ und „Woran wirst du noch dein ganzes Leben denken?“ und, um ehrlich zu sein, hatte ich nicht sofort eine Antwort, mein Kopf wurde überflutet von tausenden Erinnerungen. Spontan kam nur ein klarer Gedanke hervor: „Das Essen, das werde ich auf jeden Fall vermissen.“ Spaß beiseite, aber doch, ich bleibe dabei. Unsere Redaktion hat nicht nur zusammen gearbeitet, wir haben jede Sitzung mit gemeinsamen Essen ausklingen lassen, kurzum, noch wirklich Zeit zusammen verbracht.

1Highlight Nr. 1 war natürlich der Moment, als mein Warten zu Ende war und ich zum ersten Mal die an der Wand gestapelten Kartons mit unserer Printausgabe sah, dieser Moment, als ich sie zum ersten Mal durchblättern durfte. Wenn ich nun schon von unserer Printausgabe spreche, muss ich sofort ein Jahr weiter springen, denn vor noch gar nicht so langer Zeit fuhren wir nach Stuttgart, um den zweiten Platz des Landespreises entgegenzunehmen.

Meine drei FT-Jahre waren stark geprägt durch die Zusammenarbeit mit unser2en Partnern von Würth Industrie Service, Bad Mergentheim. Über den Schul- und Zeitungsalltag hinaus schnupperten wir die Welt des Arbeitens, lernten den Bewerbungsablauf aus Sicht der Personalabteilung kennen uuuuund durften mit dem firmeneigenen Panzer fahren. Zum Abschluss unserer engen Zusammenarbeit ging es noch einmal hoch hinaus, in den  Boxberger Klettergarten, wo jeder beweisen durfte, wie schwindelfrei er ist oder eben nicht ist.

Ich werde nie vergessen, wie es hieß, dass unsere kleine Redaktion zur Pressekonferenz an die Würzburger Universität eingeladen ist.
3Wie? Wir? Pressekonferenz? Plötzlich zwei Meter gewachsen standen wir noch ungläubig im Senatssaal und ließen das spiegelnde Zimmer auf uns wirken. Dieses Ereignis liegt mir wohl gerade deswegen so am Herzen, weil es der erste Moment war, in dem wir nicht mehr „nur die Schülerzeitung“ waren.

„Botschafter der deutschen Sprache“, das war unser neuer Titel, nachdem wir in die Niederlanden als Ehrengäste ans Martinuscollege eingeladen waren. Dort begleiteten wir das Schulfest mit der deutschen Sprache als Thema und verbanden dies mit einem Schüleraustausch. Einige Wochen später durften wir die niederländischen Schüler auch in Deutschland willkommen heißen.

Abgehoben sind wir trotzdem nicht. Einladung an die Universität, ins Ausland oder an die Grundschule Impfingen, wir drehen die Hand nicht um. Gerade Impfingen war ein schönes Erlebnis, denn es blickten etliche strahlende Kinderaugen zu uns hinauf und wollten von uns wissen, wie Zeitung gemacht wird.

Dafür, wie unsere Zeitung gemacht wird, oder genauer gesagt, was hinter der FT steckt, dafür interessierte sich auch unser Lan4dtagsabgeordneter Professor Dr. Reinhart, er stattete uns einen Besuch ab und war so begeistert, dass er es uns ermöglichte, von den vordersten Bänken, dem Pressebereich, aus über den Besuch unserer Bundeskanzlerin in TBB zu berichten.

Woran werde ich noch mein ganzes Leben lang denken? Eine Frage, die ich nicht in wenigen Worten beantworten kann.

Eines kann ich aber Ende meiner Zeit in der Redaktion der „Financial T(’a)ime“ sagen: Diese drei Jahre haben mich verändert! Beim FT-Abschiedsabend überreichten wir unserem beratenden Lehrer Klaus Schenck eine „Erinnerungswiese“ mit Symbolen, was im Rückblick jedem von uns diese gemeinsame Zeit bedeutete. Ich wählte einen Schmetterling und schrieb darunter: „… weil Sie mir die Möglichkeit gegeben haben, mich zu entfalten und Sie immer an mich geglaubt haben.“ Diese Selbstverständlichkeit, mit der er von mir überzeugt war ohne irgendeinen Hauch des Zweifels, diese Selbstverständlichkeit gab mir den Mut, die Projekte und Herausforderungen der letzten drei Jahre anzupacken, diese Selbstverständlichkeit ließ all meine Selbstzweifel ganz einfach verdunsten, der Glaube an mich schen(c)kte mir den Glauben an mich! Daran werde ich nicht ein Leben lang denken, sondern dadurch hoffentlich ein Leben lang getragen werden!