G8 - In acht Jahren zum Abitur


Europa wächst. Und die multinationale Gemeinschaft wächst zunehmender enger zusammen - Stichwort ,Globalisierung'. Auch auf dem Arbeitsmarkt ist internationale Konkurrenzfähigkeit gefragt. Doch im Ländervergleich fällt auf: die Deutschen starten erst sehr spät ins Arbeitsleben - zu spät. Insbesondere Langzeitstudenten und Studienabbrecher sind der Regierung ein Dorn im Auge. (=Sie stören die Regierung.) img1Seit 1999 versucht man deshalb mit einer Reformation des Schulsystems dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Die Grundidee: Anstatt wie bisher neun Jahre soll das allgemeinbildende Gymnasium nun in acht Jahren zum Abitur führen. So sind die Studenten im Idealfall auch ein Jahr früher bereit, einen Beruf zu ergreifen.Für die Schüler des sogenannten "G8" bedeutet das natürlich mehr Schulstoff in kürzerer Zeit zu erlernen.

Das fehlende Jahr wird durch mehr Unterricht am Nachmittag und durch Kürzungen des Lehrplans ausgeglichen. Zu Beginn gab es vor allem von Seite der Eltern harsche (=starke) Kritik an der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium. Man hatte Angst, die Schüler könnten dem vielen Stress nicht standhalten. Der Nachmittagsunterricht nehme vor allem den jüngeren Kindern die Zeit für Hobbys und das "Kind-sein" nehmen. img1Auch sorgte man sich, dass der zu lernende Stoff nicht genug vertieft werde, und die Schüler, auch wegen der Stoffkürzungen, über eine schlechte Allgemeinbildung verfügten. Doch die Entscheidung für das umstrittene Projekt war bereits gefallen. Nach und nach wird nun die neue Regelung deutschlandweit an staatlichen Gymnasien eingeführt.Im Jahr 2012 wird der erste baden-württembergische "G8"-Jahrgang das Abitur absolvieren, gemeinsam mit dem letzten Jahrgang "G9", also den letzten Schülern, die noch neun Jahre bis zum Abitur haben. Die beiden Jahrgangsstufen verschmelzen deshalb zu einer großen. Das bedeutet für die gymnasiale Oberstufe doppelte Klassenstärken. (=die Anzahl der Schüler in einer Klasse.) Auch deshalb machen sich Schüler und Eltern Gedanken. Denn nach dem Schulabschluss 2012 werden zweimal so viele Abiturienten einen Studienplatz an einer Universität suchen. Und auch wenn sich die Hochschulen bemühen, neue Studienplätze in allen Fachbereichen zu schaffen, so werden wohl nicht alle das studieren können, was sie wollen. Einige werden womöglich sogar gar keinen Platz an einer Uni (=Universität) finden. Doch bis jetzt sind diese Ängste nur reine Spekulation (=Mutmaßung) und man hofft, dass sich diese nicht erfüllen.

ArtikelschreiberArtikel: Carolin Kaiser MailCarolin.kaiser@ymail.com


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