Turnier - Ritual oder Stress


Das Wochenende naht und schon wieder steht ein wichtiges Turnier auf dem Terminkalender. Los geht´s runter in den Keller, um meine Fechttasche zu packen. In gewohnter Weise packe ich Fechtjacke und -Hose, Maske, Kabel und ach, da fehlen noch die Waffen, die in meiner Tasche immer an Ort und Stelle kommen. img1Meine Fechtwaffen aber, die ich dann in gewohnter Manier meinem Papa gebe, um diese in seiner kleinen Werkstatt zu reparieren,woer sie optimal für meinen anstehenden Wettkampf einstellt. img1So jetzt geht's noch schnell einkaufen, damit meine Mutter mir das Vesper für morgen vorbereiten kann. Dann erstelle ich mir noch eine Liste, auf der ich mir die Dinge notiere, die noch mitzunehmen sind. Anschließend gehe ich ins Bett und dann fällt mir noch ein, dass ich mein BWL Buch einpacken muss. Durch die anstehende BWL Klausur am nächsten Montag muss ich auf der Fahrt zum Turnier noch lernen. Vor lauter Gedanken und Aufregung kann ich mal wieder nicht gleich einschlafen. Ich gehe in Gedanken die Rangliste durch und rechne mir aus, welches Ergebnis nötig ist, um weiter einen Sprung nach vorne zu machen. Meine Anspannung ist schon sehr groß, schließlich will ich diese Saison im Bundeskader bleiben und will mir keinen Patzer erlauben.

Am nächsten Morgen klingelt bereits um 6 Uhr der Wecker und da gibt's kein Umdrehen und weiter Schlafen, sondern es ist Beeilung angesagt. Schnell etwas frühstücken, Fechttasche packen und ab ins Fechtzentrum. img1Auf der Fahrt zum Turnier beginnt dieses Kribbeln, die Nervosität oder, besser gesagt, der psychische Stress. Mit Musik versuche ich mich beim Aufwärmen innerlich zu beruhigen und konzentriere mich nur auf mich selbst. Sobald der Aufruf meines Namens zum Gefecht im Lautsprecher ertönt, steigt das Adrenalin ins Unermessliche. Jetzt gilt es einen Tunnelblick zu haben und alles Unwichtige, wie Schule oder Privatleben, auszublenden. img1Sobald der Schiedsrichter das Kommando "los" gibt, ist nur noch der Gegner im Visier und ich entwickele von Treffer zu Treffer einen Kampfgeist, um möglichst viele Siege zu holen. Da werden manchmal die eine oder andere Emotion frei, indem man vor Freude eines Treffers schreit oder sich aus Wut über eine Niederlage ärgert. Trotz alledem darf ich mich bei einer Niederlage nicht über das Vergangene ärgern, sondern muss immer nach vorne blicken und mir immer mein Ziel vor Augen halten. Dabei ist es wichtig ständig die Konzentration zu behalten und gedanklich nicht abzuschalten. Man kämpft sich während eines Wettkampftages von einer Runde in die nächste und das erfordert auch sehr viel Kraft. In den Pausen stärke ich mich mit einem kleinen Snack, der mir die nötige Power für die letzten Gefechte gibt. Nach einem anstrengenden Wettkampftag bin ich wieder mal "fix und fertig" und froh daheim anzukommen. Dann fängt erneut die Woche an und es gilt sich für die Schule und die anstehenden Klausuren vorzubereiten.

ArtikelschreiberArtikel: Martina Birthelmer MailMatzi.Birthelmer@gmx.de


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