Mein Hobby: Klavierspielen


Das Klavier war von Beginn an Teil meines Lebens - stand es bereits vor meiner Geburt in unserem Haus. Die Grundlagen der Musik lernte ich mit 7 Jahren jedoch zunächst auf der Melodika, die ebenfalls schwarze und weiße Tasten besitzt. Nachdem ich dieses Instrument ein Jahr spielte und mich für ein neues entscheiden wollte, kam für mich eigentlich nur das Klavier in Frage, denn die Tasten hatten mich nicht losgelassen und ich wollte ein klassisches Instrument lernen, das unabhängig von Strom war, weshalb sich das Keyboard erübrigte. img1Die Wahl des Instruments hatte ich somit abgeschlossen und ich freute mich zunächst riesig darauf, endlich Klavier spielen zu lernen. Die Freude wurde jedoch von Unterrichtsstunde zu Unterrichtsstunde geringer, da mir das Üben meist keinen großen Spaß machte. Doch ans Aufgeben dachte ich nicht. Vor allem die russische Klavierschule machte mir das Leben schwer, gefielen mir diese schwermütigen, traurigen Lieder meist überhaupt nicht und sorgten dafür, dass ich viel weniger übte, als nötig gewesen wäre. Manches Stück konnte ich deshalb erst nach Monaten abhaken, weshalb es mir, aber auch den anderen Mitgliedern meiner Familie, häufig auf die Nerven ging. Mit der Zeit mischten sich die klassischen Stücke mit Liedern, die aktuell waren und mir deshalb besser gefielen. Die Freude und der Stolz, die mich überkamen, wenn ich ein Stück konnte, waren der Lohn für jede Menge Anstrengung beim Üben. img1Um die Fingerfertigkeit zu verbessern, begann ich Hanon-Übungen zu spielen, die den Anschlag und die Schnelligkeit verbesserten. Mittlerweile war das Klavierspielen so, wie ich es mir zu Beginn vorgestellt hatte. Ich konnte immer mehr Stücke vom Blatt spielen ohne zu üben und auch das Üben machte mir mehr Freude, da ich die Lieder selbst auswählte. Nach 7,5 Jahren beendete ich den Klavierunterricht, da ich es zeitlich nicht mehr schaffte und die Prüfung an der Realschule anstand, doch das Klavierspielen endete damit nicht. Allerdings merke ich auch, dass die Fähigkeiten ohne Unterricht nachlassen, da man nicht mehr bewusst auf die Technik achtet. Das Besondere am Klavierspiel bleibt jedoch erhalten: das Gefühl, das man in den Anschlag jeder einzelnen Taste legt. Überhaupt ist das Klavier ein Instrument, bei dem das Gefühl von enormer Bedeutung ist. Der Tastenanschlag, der für den Klang ausschlaggebend ist, muss mit dem richtigen Druck, der nach Gefühl bestimmt wird, gewählt werden. Vor allem aber schafft man es beim Klavierspiel abzuschalten, da man sich vollständig in die Musik flüchtet und den Verstand außen vor lässt. Heute bin ich sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte dieses Instrument zu lernen, denn Musik ist die Sprache, die alle Menschen miteinander verbindet.

ArtikelschreiberArtikel: Patricia Haberkorn Mailpatricia-haberkorn@gmx.de


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