Besuch an der Unibibliothek in Würzburg


img1Unibibliothek oder städtische Mediothek in Tauberbischofsheim - was ist da schon der Unterschied? Bücher gibt es überall.
Das werden sich sicherlich die meisten von uns gedacht haben, als uns unser Deutschlehrer Herr Schenck den besagten Besuch ankündigte. Doch am 22.09.2009 sind wir, die Klasse 12.1, eines anderen belehrt worden. Denn an dem von Herrn Schenck organisierten Besuch bekamen wir die Möglichkeit, in der Unibibliothek nach passendem Literaturmaterial für unsere anstehende Hausarbeit zu recherchieren und einfach mal einen Teil des "Studentenalltags" miterleben zu dürfen.
Als wir am frühen Vormittag am Unigelände angekommen sind und uns nach kleineren Schwierigkeiten in der Unibibliothek versammelt haben, ging bereits ein leichtes Flüstern durch die Reihen, wie groß all das sei. Dass das erst der Anfang einer "anderen Welt" war, war hier nebensächlich.
img2Denn schon im nächsten Moment wurden wir von Frau Barth und Frau Schenk in Empfang genommen und in einen Multimediaraum geführt, in dem wir eine erste theoretische Einführung in das Wesen der Unibibliothek bekamen. Mit Informationen über die richtigen Recherchemöglichkeiten im Hinterkopf war die Freude allerseits groß, als es hieß, wir besichtigen jetzt die einzelnen Lesesäle in denen sich die ausleihbaren Bücher befinden. So liefen wir munter und, wie immer, redend in zwei Gruppen zu den besagten Sälen. Als uns Frau Barth noch vor der Türe darauf hinwies, bitte ruhig zu sein, da eine absolute Stille hinter dieser Türe herrsche, nahm sie vermutlich keiner von uns richtig ernst.
img3Doch, was nun kam, war ein solch neuer Eindruck, als ob man mit dem Öffnen der Türe eine andere Welt betrete. Obwohl verhältnismäßig viele Studenten an Lesetischen saßen, über ihren Materialien grübelten, vor sich her dachten oder sich einfach nur ein Buch aus den Regalen holten, war der Geräuschpegel gleich null. Man hätte vermutlich eine Feder, die auf dem Boden aufkommt, hören können, so still war es. Jeder unserer Schritte hörte sich an, als würde man auf der Stelle hüpfen, und, obwohl wir uns Mühe gaben stets leise zu flüstern, sodass wir uns teilweise selbst nicht verstehen konnten, wirkte es in diesem Raum fast schon wie lautes Schreien.
Doch auch die endlos lang wirkenden Gänge mit den bis obenhin vollen Bücherregalen machten auf uns wohl eher den Eindruck eines Labyrinths als einer strukturierten Bibliothek.
img3Von diesem, man könnte es fast schon leichten Schock nennen, ein wenig erholt, bekamen wir nun die Möglichkeit eigenständig die zuvor theoretischen Anweisungen über die Recherche in die Tat umzusetzen. Doch auch hier mussten wir feststellen, dass dies doch komplizierter als erwartet ist. Während einige Schüler schon vorzeitig das Handtuch warfen, packte andere von uns der Ehrgeiz, doch noch ein geeignetes Exemplar für sich zu finden.
Nachdem nun auch noch das ausgesuchte Literaturmaterial selbstständig, natürlich auch hier mit kleinen Orientierungsproblemen, gesucht und ausgeliehen werden konnte, zog uns das Hungergefühl im Magen in die Mensa, wo wir bei Speis und Trank die neuen Eindrücke austauschen konnten und glücklich waren, wieder reden zu dürfen, ohne von mehreren konzentrierten Studenten schief angesehen zu werden.
Am Ende dieses Tages sind wir wohl alle einer Meinung, dass das "Schulleben" eines Studenten ein wohl komplettes Gegenteil zu dem eines "einfachen Wirtschaftsgymnasiasten" ist. Und auch, obwohl nur wenige von uns wirklich geeignetes Material für die Hausarbeit gefunden haben, überwiegt doch die positive Einstellung, eine neue Erfahrung gemacht zu haben. Eine Erfahrung, die für manche beängstigend sein mag, aber letzten Endes wohl doch eine der Sorte ist, die, auch wenn das Studieren für eine Einzelperson nicht in Frage kommt, trotzdem jeder gemacht haben sollte.

ArtikelschreiberArtikel: Sara Treptau (links) MailSara_Treptau@web.de ArtikelschreiberFotos: Klaus Schenck


Werbung:
Werbung1
Werbung2
Werbung3
Werbung4
Werbung5
Werbung6
Werbung7
Werbung8
Werbung9
Werbung10
Werbung11
Werbung12
Werbung13
Werbung14
Click me, it will be preserved!

Click here to load new content