Die Logistik - Das Erfolgsrezept der Firma Würth

- Werksführung -



img1 Als wir am Freitagmorgen zur zweiten Stunde losgefahren sind, war allen klar, dass trotz des ausfallenden Unterrichts ein langer Tag vor uns stehen wird. Umso froher waren wir, dass Würth genau zu wissen scheint, was wir Schüler brauchen. Statt von Beginn an mit Fakten und Zahlen auf unsere eh schon mathe-geplagten Gemüter einzuschlagen, wurden wir, nach einer freundlichen Begrüßung, zu einem extra für uns vorbereiteten Frühstück geführt. Zwischen Kaffee und Laugenbrezeln konnten wir auf eine lockere Weise unseren Führer Dominik Hoppe kennenlernen und erste Eindrücke sammeln, wobei der Kaffee Würth sicherlich keine Minuspunkte einbrachte.

Einer kurzen Einführung in die Geschichte und Produkte Würths folgte eine interessante Führung durch den Logistikbereich. Gestärkt und mit guter Laune konnte es losgehen.

img1 Gleich an der ersten Station, dem Wareneingang, wurde uns die Größe des Unternehmens bewusst. Anhand der vielen Pakete, welche wir an allen Ecken, Kanten und auf dem Fließband sehen konnten, fiel es kaum noch schwer zu glauben, dass hier täglich ca. 7.000 Pakete eingehen. Diese werden, bevor sie ihre Reise antreten, mit ihrem neuen Partner, dem Fließband "verheiratet", auf die Korrektheit der Daten überprüft und vom Computer in das System aufgenommen. Da natürlich nicht jeder Kunde die gleiche Teilchenanzahl bestellt, muss die Ware individuell für den Kunden abgewogen und eventuell umgepackt werden.

Wir alle dachten wohl, dass uns nichts mehr vom Hocker reißen könnte. Schließlich hatten wir bereits einiges und vor allem große Mengen und Maschinen gesehen, als wir von Herrn Hoppe in das Herzstück der Logistik geführt wurden. Die Tür zum Hochregallager wurde uns geöffnet und im ersten Moment sahen wir in die Dunkelheit, bis vor unseren Augen Regale erschienen. Wobei "vor unseren Augen" nicht unbedingt die korrekte Bezeichnung ist. img1
Nach einigen Schritten durch die Tür erkannten wir, dass wir uns in einem Hochregallager befanden, dessen Regale wir nie komplett mit den Augen erfassen konnten. Sie erstreckten sich vor unseren Augen, über unseren Augen und sogar noch weiter in die Tiefe. Überwältigt von den 45 m hohen Regalen standen wir alle still am Geländer unserer Stehfläche und beobachteten fasziniert, wie vollautomatisch in jedem Durchgang die Maschinen arbeiteten. Noch fassten unsere Augen einfach nur die Bilder auf. Um zu verstehen, welche Arbeit die Maschinen leisten, brauchten wir etwas Zeit. Um es uns besser erklären zu können, oder vielleicht auch, um uns auf Höhenangst zu testen, stieg Herr Hoppe die an der Stehfläche angebrachte Treppe mit uns nach oben. Dort erfuhren wir, dass es sich um ein chaotisches Lagersystem handelt. Das heißt, dass nichts einen festen Platz hat, aber die Maschinen doch nichts zu verlieren scheinen. Auch das bekannte Fließband kreuzte wieder unseren Weg. Diesmal wurden Paletten mit großen und unerwartet kleinen Paketen transportiert, den Maschinen der Zwischengänge übergeben und von diesen in das Regal sortiert.

Um gezeigt zu bekommen, dass es bei Würth lagertechnisch aber auch Handarbeit gibt, mussten wir uns die durchsehbare Treppe wieder nach unten kämpfen und zum kleinen Lagerbereich marschieren. imgl2Hier werden Kleinteile von Arbeitern, wie auch in den Hochregallagern, angenommen und im Regal verstaut. Bei der präzisen Arbeit der Maschinen und Konzentration der Arbeiter können wir sicher davon ausgehen, dass hier wirklich nichts verloren geht. Ware wird hier nie ewig gelagert und so sucht sie, wie wir es auch getan haben, irgendwann den Weg zur Kommissionierung. Bisher wurden die Auftrags-Elemente nur einzeln angepasst, hier kommt alles zusammen, der Auftrag wird komplett. Der Computer führte den letzten Kontrollgang durch und schon flitzten die Bestellungen wieder auf dem Band an unseren Köpfen vorbei.
Bevor es in die Freiheit geht, wird nur noch in Pakete und Paletten unterteilt. Mit der Trennung der Ware vom Band war nicht nur deren Reise durch Würth beendet.

Von einer Station zur anderen sahen wir immer wieder viele Menschen, neue Maschinen und das irgendwann vertraut gewordene Fließband. Würth scheint ein reibungsloses Logistiksystem gefunden zu haben und sich so seinen Erfolg zu sichern.

Artikelschreiber Artikel: Debora Eger
 Mail Debora.Eger@gmx.de

Fotos: Klaus Schenck
eingestellt von: Tobias Rösch



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