Leistungsdruck an heutigen Schulen


Wer kennt es nicht? Das Gefühl in jeglicher Form zu versagen! Man rackert sich ab, lernt und lernt und letztlich kommt doch wieder eine schlechte Note dabei heraus!
Natürlich kann man sich vertrösten, denn schließlich gibt es meist die Chance, seine Endnote zu retten, was sicherlich zu einer gewissen inneren Ruhe beiträgt.
Doch was, wenn man von seiner Umwelt so sehr unter Druck gesetzt wird, dass man permanent in der Angst lebt, den Maßstäben nicht gerecht zu werden?

Gerade in unserer heutigen Gesellschaft ist es schwer Fuß zu fassen, wenn man nicht gewisse Grundvoraussetzungen, wie beispielsweise ein gutes schulisches Abschlusszeugnis, aufweisen kann. Durch eben diese Tatsache beginnt bereits in der Grundschule ein gewisser Druck auf den Kindern zu lasten. Denn nur wer gute Leistungen ablegt, ist im späteren Leben meist auf der sicheren Seite. Dieser Druck bleibt fortwährend existent und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte schulische Kariere.

Doch gerade in der Oberstufe nimmt der Leistungsdruck ein derartiges Ausmaß an, dass er ein ständiger Begleiter der Schülerinnen und Schüler wird.
Morgens aufstehen, zur Schule gehen, meist bis in den späten Nachmittag, zuhause angekommen: Hausaufgaben erledigen und für die bevorstehende Klausur lernen. In Wochen, die voll gestopft mit Klausuren sind, bleibt häufig kaum Zeit, Freizeitaktivitäten jeglicher Art nachzugehen. Schule bestimmt den Alltag. Natürlich ist alles eine Sache der Organisation, die Angst, die einen jeden begleitet, durch nur eine schlechte Note sein Abitur und damit die gesamte Zukunft zu verbauen, wird allerdings wohl nie richtig verbannt werden können.

Nicht selten tragen jedoch die Eltern, die eigentlich um das Wohl ihrer Kinder bemüht sein sollten, Schuld an der Misere. Auch wenn sie von sich selbst behaupten, sie wollten lediglich das Beste für ihr Kind, es aber in Wirklichkeit zu etwas zwingen, was gegen seinen Willen, ja, meist sogar über seinen Fähigkeiten liegt, üben sie permanent Druck auf ihr Kind aus, welcher sich nicht gerade als leistungsfördernd entpuppt.

Egal, ob der Druck nun durch unsere heutige Gesellschaft ausgeübt wird oder nicht, er trägt in den meisten Fällen eher zu einer schlechteren Leistung bei, als die betroffene Person in Wirklichkeit fähig ist zu leisten. Denn nur wer sich sicher fühlen kann, auch mit einer schlechten Note eine gesicherte Zukunft zu haben, ist in der Lage, seine Fähigkeiten voll auszuschöpfen.

Wir alle sollten aufwachen und die Menschen nicht nur nach ihren Leistungen beurteilen. Denn meist steckt mehr hinter dem Menschen, der beispielsweise schlecht in Mathe ist. Er ist mehr, als uns die Fassade der Leistung über ihn erblicken lässt. Schließlich ist eine gute Leistung zwar fördernd, sollte jedoch nicht zum alleinigen Maßstab gemacht werden. Ein Blick hinter die Fassade der Schulnöte könnte hierbei Verborgenes erblicken lassen. Engagement, Freude beim Erledigen verschiedener Aufgaben oder Begeisterung für eine bestimmte Sache. Solche, gerade für die Berufswelt sehr wichtige Eigenschaften werden in keiner Note ausgedrückt. Denn im Grunde genommen wird hier lediglich Leistung, die sicherlich ebenso wichtig ist, abgerufen. Ein schlechter Tag, eine darauf folgende schlechte Note, und schon erweckt dies den Eindruck der Unfähigkeit. Man wird abgestempelt. Aber dies sollte nicht vordergründig als Kriterium gelten, sondern die Förderung des Engagements, beispielsweise an AGs oder anderen nicht im Lehrplan enthaltenen Aktivitäten. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf könnte bei den Schülern eine gewisse Beruhigung hervorgerufen werden, was den Druck gleichzeitig vermindern würde. Wobei Druck in gewissem Maße dazugehört und ebenso als Ansporn zu guten Leistungen dient. Nimmt er jedoch Überhand, kann dies sehr schnell in einem Teufelskreis enden.

ArtikelschreiberArtikel: Sara Treptau MailSara_Treptau@web.de










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