Bewerbung

Worauf legen Personalchefs Wert?

"Der erste Eindruck zählt".

Diese Weisheit gilt heutzutage als enorm wichtig, sodass mehr und mehr darauf geachtet wird. Das 21. Jahrhundert, die Zeit der fortschreitenden Globalisierung, der Hektik sowie des Arbeitsplatzmangels, erlaubt es nicht mehr, sich tiefgründige und weite Einblicke von alles und jedes zu verschaffen. Auch Personalchefs und Arbeitgeber haben nicht die Zeit, ausgiebige Recherchen über einzelne Bewerber vorzunehmen. Wer hier schon beim Bewerbungsschreiben scheitert, ist verloren. - Hart, aber wahr! -

Umso wichtiger ist es, seine persönliche Bewerbung gut und intensiv vorzubereiten. Wer sich bewirbt, macht Werbung für sich selbst! Gutes Marketing ist gefragt! Mit Hilfe des Bewerbungsschreibens verkauft man sich und seine Arbeitskraft, wobei man einen möglichst guten Eindruck hinterlassen möchte. Bei der großen Masse an Bewerbungsunterlagen, die jährlich in einem Betrieb eingehen, muss auf jede Kleinigkeit geachtet werden. So ist es hilfreich einige Fallen schon im Voraus zu kennen, um diese zu umgehen.

1. Das Anschreiben

img3Dies ist der wichtigste Teil einer Bewerbungsmappe, denn hier besteht die Möglichkeit mit fachlichen und persönlichen Qualitäten zu punkten. Somit ist es von großer Bedeutung das Anschreiben so individuell wie möglich zu gestalten und auf Floskeln zu verzichten. "Bei Personalchefs, welche dutzend Bewerbungsschreiben durchlesen, gilt dies schon seit langem als abgedroschen", so Frau Melber, Ausbilderin bei der LBS. Laut ihr ist die Form der wichtigste Punkt. Anhand dieser lässt sich erkennen, ob man im Stande ist konzentriert zu arbeiten, eine übersichtliche Darstellung wählen kann und Sachverhalte prägnant formuliert. Neben der Form gibt es aber auch noch viele kleinere Dinge, welche vom Bewerber beachtet werden müssen. Zusätzlich beteuerte Frau Melber, dass Rechtschreibfehler unbedingt vermieden werden sollten. Aber auch der äußere Eindruck muss perfekt sein. So ist darauf Wert zu legen, ein etwas hochwertigeres Papier zu verwenden, welches auf keinen Fall "Kaffeeflecken" oder "Eselsohren" haben darf. Die astreine Form spielt also neben dem Inhalt eine weitere entscheidende Rolle. Auch die korrekte Anschrift sowie eine seriöse E-Mail-Adresse des Bewerbers zählen zu den Kriterien, gemäß derer die Personalchefs alles genau unter die Lupe nehmen. Frau Melber gab auch den Tipp, sich im Voraus über die Firma oder das Unternehmen etwas genauer zu informieren, um dann im Anschreiben das Wissen und die Interessensbereitschaft zu signalisieren. Mit Hilfe der persönlichen Unterschrift kann der Arbeitgeber auch einiges über den Bewerber erkennen. Deshalb ist es sinnvoll, diese persönliche Signatur nicht einfach hinzuschmieren. Auch der Vollständigkeit kommt ein hoher Wert zu. So darf beispielsweise das Wort "Anlagen" nicht vergessen werden, genauso das Datum sowie der Ort.

Im Großen und Ganzen muss das Anschreiben folgende Elemente enthalten:

. Adresse des Ansprechpartners
. Adresse des Absenders
. Datumsangabe
. aussagekräftige Betreffzeile
. Anrede (am Besten eines konkreten Ansprechpartners)
. Anschreibetext (ca. halbe Seite)
. Unterschrift
. Anlagevermerk


2. Der Lebenslauf

Frau Melber "schockte" mit Lebensläufen, welche zwar nicht tabellarisch, dafür aber mit sehr viel Romantik und Dramatik von Bewerbern geschrieben wurden. An diesen Beispielen wollte die Ausbilderin demonstrieren, wie es auf keinen Fall gemacht werden sollte. Ein Lebenslauf müsse vor allem lückenfrei und tabellarisch angelegt werden. Außerdem kommt es auf die richtige und zeitgemäße Auflistung an.

3. Zeugnisse und weitere Qualifikationen

img3Natürlich ist das Zeugnis von großer Bedeutung. Deshalb sollte jeder Einzelne auch das Mögliche durch Fleiß und Ehrgeiz aus sich herausholen, um so seinen Notendurchschnitt zu optimieren. Allerdings zählen auch Zusatzqualifikationen immer mehr. Durch verschiedene Praktikas, ehrenamtliche Tätigkeiten oder auch vereinsmäßige Aktivitäten kann man den Personalchef von seinem Engagement und seiner Bereitwilligkeit für bestimmte Dinge überzeugen. Die Arbeitgeber erkennen durch diese zusätzlichen Qualifikationen, dass sich der Bewerber auch tatkräftig neben der Schule einbringen kann und die Gemeinschaft auf keinen Fall scheut. Diese Aspekte sind für einen Personalchef von höherer Bedeutung als anfangs vielleicht angenommen. Durch freizeitliche Aktivitäten wirken Personen oft sehr ausgeglichen im Bezug auf die Arbeit. Zusätzlich erkennt man den Willen auch ohne Lohn etwas zu tun. Die soziale Seite eines jeden Einzelnen kommt vor allem durch Freizeitaktivitäten besonders zum Ausdruck. Denn, wie jeder weiß, arbeitet man hier mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammen, sodass soziale Kompetenzen sowie Anpassungsfähigkeit abverlangt werden.

4. Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch ist eine Art Selbstpräsentation und stellt für den Personalchef eine gewisse Bestätigung hinsichtlich der Bewerbungsunterlage dar. Der ausschlaggebende Punkt für ein Gelingen ist ein positiver Habitus. Immerhin sind die drei Aspekte wie Auftreten, Körperhaltung oder Erscheinungsbild enorm wichtig. So sollte man auch die Kleiderwahl entsprechend dem Anlass wählen, denn es heißt nicht umsonst "Kleider machen Leute!" Außerdem legen Personalchefs besonderen Wert darauf, dass der Bewerber sich auch auf das Gespräch vorbereitet hat. Mangelnde Vorbereitung sei einer der Hauptgründe für das Scheitern von Bewerbungsgesprächen, stellt Frau Melber fest. "Unternehmen erwarten, dass sich der Kandidat etwa im Internet über die Firma informiert hat." Zur Vorbereitung gehört auch zu wissen, welche Aufgaben mit der ausgeschriebenen Stelle verbunden sind. Hinzu kommt, dass der Bewerber bei Selbsteinschätzungen darauf gefasst sein muss, diese Behauptung mit Hilfe eines Beispieles zu erklären. Durch Blickkontakt, ruhiges Sitzen und einer festen Stimme können solche Aussagen deutlich untermauert werden. Wer also bei heimtückischen Tricks der Personalchefs sachlich und gelassen bleibt, vielleicht noch etwas Humor zeigt, hat gute Karten.

Hilfreiche Quellen für Bewerbungsstützen:

. http://arbeits-abc.de/
. http://www.karriere.de/bewerbung/die-richtige-bewerbung-das-muss-rein-6988/
. http://www.ausbildungsoffensive-bayern.de
. http://www.bewerbung-forum.de/
. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0120/berufukarriere/0032/index.html
. http://www.focus.de/jobs/bewerbung

ArtikelschreiberArtikel: Verena Rapp MailVerenaRapp@web.de








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